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Nachrichten

Montag, 1. März 2010

Trainieren Sie Ihr Hörverstehen mit authentischen Materialien. Nutzen Sie die Nachrichten der Deutschen Welle vom Montag - als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.

DEN HAAG: Vor dem UN-Kriegsverbrechertribunal in Den Haag ist der Prozess gegen den ehemaligen Führer der bosnischen Serben, Karadzic, fortgesetzt worden. Der wegen Völkermords, Kriegsverbrechen und Verbrechen gegen die Menschlichkeit während des Bosnienkrieges angeklagte Karadzic begann mit seiner Verteidigungsrede. Dabei erhob er schwere Vorwürfe gegen die bosnischen Muslimführer. Sie hätten die Serben provoziert und zu deren Ermordung aufgerufen. Karadzic gilt unter anderem als Hauptverantwortlicher für das Massaker von Srebrenica, bei dem 1995 fast 8000 muslimische Männer getötet wurden. Karadzic hatte sich bisher geweigert, zu den Vorwürfen Stelllung zu nehmen und die Zuständigkeit des Gerichts bestritten.

KABUL: Bei einem Selbstmordanschlag sind im Süden Afghanistans vier Zivilisten und ein ausländischer Soldat getötet worden. Ein Sprecher der NATO-geführten Internationalen Schutztruppe ISAF bestätigte den Tod des Soldaten. Der Attentäter habe sein mit Sprengstoff präpariertes Fahrzeug nahe der Stadt Kandahar in einen ISAF-Konvoi gesteuert, teilte das afghanische Innenministerium in Kabul mit. Der Anschlag ereignete sich in der Nähe des Flughafens, auf dem die ISAF ihre zweitgrößte Militärbasis in Afghanistan unterhält.

SANTIAGO DE CHILE: Zwei Tage nach dem schweren Erdbeben in Chile wird langsam das ganze Ausmaß der Katastrophe bekannt. Die Zahl Toten durch das Beben und die nachfolgenden Flutwellen stieg auf über 700. Viele Menschen werden noch vermisst. Wie viele Menschen durch das Beben obdachlos wurden, ist noch unklar. Angesichts zunehmender Plünderungen wurde in den besonders betroffenen Regionen Maule und Bíobío der Ausnahmezustand verhängt. Für die Stadt Conceptión gilt zudem eine nächtliche Ausgangssperre. Mit der Verteilung von Lebensmitteln, Decken und Medikamenten will die Regierung weiteren Ausschreitungen vorbeugen.

BERLIN: Das Orkantief "Xynthia" ist abgeflaut. In Deutschland gab es in der Nacht nur noch kleinere Sturmschäden und keine Verletzten mehr. Auch der Verkehr auf der Straße, der Schiene und in der Luft normalisiert sich allmählich. Mittlerweile haben überall die Aufräumarbeiten begonnen. "Xynthia" hatte am Sonntag über Westeuropa gewütet, mindestens sechs Menschen kamen in Deutschland - meist durch umstürzende Bäume - ums Leben, in Frankreich gab es vor allem bei Überschwemmungen an der Atlantikküste fast 50 Opfer. Es entstanden Millionenschäden.

DÜSSELDORF: Der luxemburgische Ministerpräsident und Eurogruppen-Chef Juncker hat den Finanzmarktakteuren angesichts andauernder Spekulationen gegen das hoch verschuldete Griechenland Sanktionen angedroht. Im "Handelsblatt" drohte Junker mit "Folterwerkzeugen", die auch notfalls angewandt würden. Es müsse das Primat der Politik wieder gestärkt werden, um den Finanzmärkten die Grenzen zu zeigen. Zuvor hatte Bundeskanzlerin Merkel in einem Interview ein Rettungspaket von reicheren Ländern der Eurogruppe für Griechenland ausgeschlossen. Das Land müsse sich selber helfen, so die Kanzlerin.

PEKING: China hat nach Informationen der Deutschen Presseagentur den Schriftsteller Liao Yiwu daran gehindert, nach Köln zu fliegen. Er wollte am Literaturfestival teilnehmen, das am 10. März in Köln beginnt. Polizisten sollen den Autor in der südwestchinesischen Stadt Chengdu kurz vor dem Start wieder aus dem Flugzeug geholt haben. Liao hatte ein deutsches Visum und wollte mit einer Zwischenstation in Peking nach Deutschland fliegen. Er hatte Anfang Februar Bundeskanzlerin Angela Merkel in einem Brief darum gebeten, sich für seine Ausreise einzusetzen.

VANCOUVER: Mit einer spektakulären Abschlussfeier sind die 21. Olympischen Winterspiele zu Ende gegangen. Vor 60.000 Zuschauern im ausverkauften "BC Place Stadium" von Vancouver erlosch um 4 Uhr Mitteleuropäischer Zeit die Olympische Flamme. Wenige Minuten zuvor hatte der Präsident des Internationalen Olympischen Komitees, Rogge, die Spiele offiziell für beendet erklärt. Zugleich rief er die Jugend der Welt auf, sich in vier Jahren zu den Winterspielen im russischen Sotschi zu versammeln.

DAS WETTER IN DEUTSCHLAND: In der Nordhälfte noch einige Sturmböen und stark bewölkt. Insbesondere Richtung Küste zeitweise Regen oder Schneeregen. Südlich von Main und Mosel größere Auflockerungen, teils heiter. Höchsttemperaturen zwei bis elf Grad Celsius.

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