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Nachrichten

Montag, 1. Juni 2009

Trainieren Sie Ihr Hörverstehen mit authentischen Materialien. Nutzen Sie die Nachrichten der Deutschen Welle vom Montag - als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.

BONN: Unter Schirmherrschaft der Vereinten Nationen hat eine neue Runde der Klimaverhandlungen begonnen. Rund 3.000 Delegierte aus aller Welt beraten in den kommenden zwei Wochen in Bonn darüber, wie Bewegung in die festgefahrenen Verhandlungen über ein neues Klimaschutz-Abkommen gebracht werden kann. Der geplante Nachfolgevertrag für das 2012 auslaufende Kyoto-Protokoll soll bei der Weltklimakonferenz im Dezember in Kopenhagen verabschiedet werden. In Bonn liegen Verhandlungstexte mit unterschiedlichen Vorschlägen auf dem Tisch. Hauptstreitpunkte sind neue Ziele zur Reduktion der klimaschädlichen Treibhausgase in Industrienationen und ein möglicher Beitrag der so genannten Schwellenländer. Ungeklärt ist außerdem, wie Klima-Programme in Entwicklungsländern finanziert werden sollen.

WASHINGTON: Die US-Regierung soll nach dem erwarteten Insolvenzverfahren von General Motors rund 60 Prozent der Anteile an dem einst größten Autokonzern der Welt übernehmen. Dies teilte ein Regierungsvertreter in Washington mit. Weitere zwölf Prozent werden danach von Kanada übernommen und 17,5 Prozent von einem Fond der Gewerkschaft United Auto Workers. GM werde an diesem Montag noch vor Börsenbeginn Insolvenz anmelden. Im Rahmen dieses Verfahrens würden allein die USA Finanzhilfen von mehr als 30 Milliarden Dollar leisten. Wie weiter bekannt wurde, sollen für die GM-Sanierung elf Werke geschlossen und drei weitere vorläufig stillgelegt werden.

BERLIN: Das Rettungskonzept für den Autobauer Opel hat die letzten politischen Hürden genommen. Die Haushaltsausschüsse der Parlamente in Nordrhein-Westfalen und Hessen, die Opel-Standorte haben, gaben grünes Licht für das Vorhaben. Auch der Haushaltsausschuss des Bundestages billigte trotz erheblicher Bedenken den Einstieg des Zulieferers Magna und die 1,5 Milliarden Euro schwere Brückenfinanzierung. In der Sondersitzung äußerten sich die Grünen skeptisch zu dem Konzept, die Linksfraktion lehnte die Staatsbürgschaft ab. Die Haushaltsexperten von SPD, Union und FDP stellten sich dagegen hinter den Rettungsplan.

BERLIN: Nach der mutmaßlichen Rettung des Autobauers Opel mit Staatshilfen hat Bundeswirtschaftsminister Karl-Theodor zu Guttenberg davor gewarnt, darin einen Präzedenzfall für den angeschlagenen Kaufhauskonzern Arcandor zu sehen. Der CSU-Politiker sagte, auch hier könne er allen Beteiligten nur raten, allein aufgrund belastbarer Kriterien zu entscheiden. Wer ohne eine erste fachliche Prüfung Unternehmen Hunderte Millionen Euro in Aussicht stelle, führe einen Wahlkampf auf dem Rücken der Steuerzahler.

BAGDAD: Bei einem Bombenanschlag auf einen Gemüsemarkt sind in der irakischen Hauptstadt vier Menschen getötet und mindestens 13 verletzt worden. Der Sprengsatz detonierte im überwiegend von Sunniten bewohnten Stadtbezirk Dora. Nördlich von Bagdad erschossen Polizisten nach irakischen Medienberichten einen Mann, der mit einem mit Sprengstoff beladenen Auto auf eine Straßensperre zugefahren sei. Dabei sei auch ein Zivilist getötet worden, der sich in unmittelbarer Nähe des Kontrollpunkts im Bezirk Chanakin aufgehalten habe.

NÜRNBERG: Angesichts der Wirtschaftskrise hat der Chef der Bundesagentur für Arbeit, Frank-Jürgen Weise, eine Erhöhung des Beitragssatzes zur Arbeitslosenversicherung ins Gespräch gebracht. Eine normale Krise hätte die Bundesagentur sicher auch mit dem Satz von 2,8 Prozent managen können, sagte Weise. Nach den aktuellen Erfahrungen müsse man aber neu darüber nachdenken. Es könne nicht sein, dass statt dessen möglicherweise Ermessensleistungen für Erwerbslose gekürzt würden. Der Satz zur Arbeitslosenversicherung war zum Jahresanfang von 3,3 auf 2,8 Prozent gesenkt worden. Die Bundesregierung erklärte mehrfach, daran nicht rütteln zu wollen.

SINGAPUR: Der US-Ölpreis hat ein neues Sieben-Monats-Hoch erreicht. Der Preis für ein Barrel Rohöl sprang über die Marke von 67 US-Dollar und konnte sich damit im Vergleich zum Tiefstand von Ende 2008 fast verdoppeln. Nach Einschätzung von Händlern und Analysten ist diese Entwicklung vor allem Folge des Optimismus an den Aktienmärkten. Auch die Hoffnung auf eine Stabilisierung der Weltwirtschaft stütze weiterhin den Ölmarkt.

SEOUL: In Südkorea beginnt an diesem Montag ein zweitägiges Gipfeltreffen der Südostasiatischen Staatengemeinschaft (ASEAN). Überschattet wird die Runde auf der Insel Cheju von den Drohungen Nordkoreas. Das kommunistische Regime hatte in den vergangenen Tagen eine Atombombe und mehrere Kurzstreckenraketen getestet und auch den Waffenstillstand mit Südkorea für beendet erklärt. Die Regierung in Seoul hat daher die Sicherheitsvorkehrungen für die ASEAN-Konferenz verschärft. Zentrale Themen werden neben Nordkorea die Wirtschaftskrise, der Klimawandel und die Zusammenarbeit in Handels- und Sicherheitsfragen sein.

ZCHINWALI: In der von Georgien abtrünnigen Kaukasus-Region Südossetien haben die prorussischen Kräfte erwartungsgemäß die Parlamentswahl gewonnen. Die eng mit dem Kreml-treuen Präsidenten Eduard Kokojty verbundene Einheitspartei habe 46,3 Prozent der Stimmen errungen, teilte die Wahlkommission in der Hauptstadt Zchinwali mit. Mit 25,2 Prozent kommen die Kommunisten auf den zweiten Platz. Zur Abstimmung standen insgesamt vier Parteien, die alle Kokojty nahestehen. Zwei Oppositionsparteien, die dem Präsidenten Unterschlagung der russischen Wiederaufbauhilfe in Milliardenhöhe vorwerfen, wurden nicht zugelassen. - Im Sommer 2008 hatten sich Russland und Georgien heftige Gefechte um die abtrünnigen Regionen Südossetien und Abchasien geliefert. Südossetien erklärte sich anschließend für unabhängig.

WICHITA: Ein prominenter amerikanischer Abtreibungsarzt ist im US-Staat Kansas beim Kirchgang erschossen worden. Der mutmaßliche Täter sei festgenommen worden, teilte die Polizei von Wichita mit. Präsident Barack Obama zeigte sich schockiert und entrüstet über die Bluttat. Der 67-jährige Arzt George Tiller und seine Klinik in Kansas waren schon mehrfach Ziel von Anschlägen sowie von Protestaktionen vieler Abtreibungsgegner. 1993 schoss ein Angreifer Tiller in beide Arme, 1985 explodierte ein Sprengsatz in seinem Krankenhaus.

DAS WETTER IN DEUTSCHLAND: Im Nordwesten meist trocken und sonnig. Sonst Wechsel von Sonne und Wolken, im Tagesverlauf aufkommende Schauer. Höchstwerte 19 bis 26 Grad.


Am Morgen meldeten:

Hamburg: 18 Grad, fast wolkenlos;

Berlin: 16 Grad, wolkig;

Dresden: 13 Grad, stark bewölkt;

Köln/Bonn: 17 Grad, leicht bewölkt;

Frankfurt am Main: 18 Grad, leicht bewölkt und

München: 11 Grad, bedeckt.

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