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Nachrichten

Montag, 1. Februar 2010

Trainieren Sie Ihr Hörverstehen mit authentischen Materialien. Nutzen Sie die Nachrichten der Deutschen Welle vom Montag - als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.

POTSDAM: Ohne sichtbare Bewegung bei ihren Standpunkten setzen Bund, Kommunen und Gewerkschaften ihre Tarifverhandlungen für die Angestellten des öffentlichen Dienstes fort. Die Gewerkschaften bleiben bislang bei ihrer Forderung nach einem Gesamtumfang von plus fünf Prozent. Sonst drohen sie für Anfang Februar mit ersten Warnstreiks. Die Arbeitgeber weisen die Forderung mit Hinweis auf die leeren öffentlichen Kassen als zu hoch zurück. Ein eigenes Angebot haben sie bislang nicht vorgelegt.

BERLIN: Die vertraulichen Schweizer Kontodaten mutmaßlicher deutscher Steuerhinterzieher stammen nach einem Bericht der "Financial Times Deutschland" von der britischen Großbank HSBC. Dabei handle es sich vermutlich um Informationen, die ein Informatikspezialist des Geldinstitutes in Genf bereits im vergangenen August den französischen Behörden angeboten habe. Diese hätten damals von 130.000 Datensätzen von Kunden aus aller Welt gesprochen. Jetzt biete dieselbe Person den deutschen Behörden Daten von 1.300 deutschen Kunden für 2,5 Millionen Euro.

BRÜSSEL: Das umstrittene Bankdatenabkommen der Europäischen Union mit den USA ist in Kraft getreten. Es sieht vor, dass amerikanische Terrorfahnder erneut Zugriff auf Millionen europäische Bankverbindungsdaten erhalten, die der Finanzdienstleister SWIFT mit Hauptsitz in Belgien verwaltet. Es wird aber erwartet, dass das Europaparlament das Abkommen am 10. Februar ablehnt. Die Abgeordneten sehen Datenschutzbestimmungen, aber auch die eigenen Mitspracherechte verletzt. Das SWIFT-Abkommen hat nur eine Laufzeit von neun Monaten. Für die Zeit danach wird eine dauerhafte Übereinkunft angestrebt.

BERLIN: Bundespräsident Köhler ist zu einem einwöchigen Staatsbesuch nach Indien und Südkorea gereist. Bei politischen Gesprächen mit Staatspräsidentin Patil und Premierminister Singh will er nach eigenen Angaben unter anderem ausloten, ob Indien als eines der wirtschaftsstärksten Länder Asiens für eine Regulierung der internationalen Finanzmärkte gewonnen werden kann.

PEKING: Die jüngsten Kontakte zwischen Vertretern des Dalai Lama und der Führung Chinas haben offenbar keine Annäherung gebracht. Die staatliche chinesische Agentur Xinhua meldete nach den Gesprächen in Peking, die Souveränität und volle Kontrolle Chinas über Tibet seien nicht verhandelbar. Es gebe nicht den geringsten Spielraum für irgendwelche Zugeständnisse, habe der für die Verhandlungen verantwortliche KP-Funktionär den beiden Gesandten des geistlichen Tibeter-Oberhaupts mitgeteilt. Diese kehrten inzwischen ins indische Exil zurück.

WASHINGTON: US-Präsident Obama will an diesem Montag seinen Etatentwurf für 2011 vorstellen. Geplant ist, einerseits gegen die gigantische Verschuldung vorzugehen. Gleichzeitig wurden im Kampf gegen die Massenarbeitslosigkeit kurzfristig noch zusätzliche Impulse für die Wirtschaft eingearbeitet. Das Haushaltsdefizit werde auf den neuen Höchststand von 1,6 Billionen Dollar steigen, verlautete aus dem Kongress. Das Budget soll ein Volumen von 3,8 Billionen Dollar haben. In der vergangenen Woche hatte Obama bekanntgegeben, dass er jährlich bestimmte Teile des Etats einfrieren wolle. Etwa 120 Programme und Projekte sollen laut Presseberichten gestrichen werden. Auch das NASA-Programm "Constellation" für eine neue bemannte Mondmission dürfte demnach dem Rotstift zum Opfer fallen.

WASHINGTON: Das US-Militär will den Transport von Verletzten des Erdbebens von Haiti in die USA in Kürze wieder aufnehmen. Das US-Präsidialamt teilte mit, man habe Zusicherungen bekommen, dass im Inland und bei den internationalen Partnern zusätzliche medizinische Kapazitäten zur Verfügung stünden. Die Flüge waren ausgesetzt worden, nachdem der US-Bundesstaat Florida, wohin die meisten Opfer überführt wurden, über Platzmangel und hohe Behandlungskosten geklagt hatte.

LOS ANGELES: Die große Gewinnerin der diesjährigen Grammy-Verleihung ist US-Popstar Beyoncé. Sie bekam gleich sechs Preise, unter anderem für ihren Hit "Single Ladies" als Song des Jahres. Zum besten Album wurde in Los Angeles aber "Fearless" der Country-Sängerin Taylor Swift gekürt, die insgesamt vier Grammys erhielt.

DAS WETTER IN DEUTSCHLAND: Wechselnd bewölkt mit Schneeschauern vor allem im Norden und in höheren Lagen. Höchsttemperaturen minus vier bis plus ein Grad Celsius.

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