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Nachrichten

Montag, 1. Dezember 2008

Trainieren Sie Ihr Hörverstehen mit authentischen Materialien. Nutzen Sie die Nachrichten der Deutschen Welle vom Samstag - als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.

BOMBAY: Bei der Fahndung nach den Hintermännern der verheerenden Anschläge vom Mittwoch im indischen Bombay hat die Regierung indirekt nochmals schwere Vorwürfe gegen das benachbarte Pakistan erhoben. Man sage nicht, dass die Führung in Islamabad die Attentäter unterstützt habe, erklärte Vize-Innenminister Shakeel Ahmad. Aber alle getöteten Terroristen und der lebend gefasste Täter stammten aus Pakistan. Zwei der tot Aufgefundenen hatten zudem einen britischen Pass. Inoffiziellen Berichten zufolge sollen die Angreifer von der von Pakistan aus operierenden radikal-islamischen Gruppe Lashkar-e-Toiba geschult worden sein. In Bombay beendeten Experten knapp zwei Tage nach der Erstürmung des historischen Taj Mahal-Hotels die Durchsuchung des Gebäudes nach versteckten Sprengfallen. Nach einer neuen Bilanz der Behörden wurden bei der Anschlagserie etwa 180 Menschen getötet und 240 verletzt.

KABUL: Bei einem Selbstmordanschlag auf einem belebten Markt im südlichen Afghanistan sind acht Zivilisten und zwei Sicherheitskräfte getötet worden. Fast 30 Menschen wurden verletzt, darunter mehrere Kinder. Der Anschlag in Musa Qala in der Provinz Helmand galt nach Angaben der Behörden einem Polizei-Konvoi. - Im Nordwesten Pakistans wurden bei einem Anschlag auf einen Kontrollposten der Armee mindestens neun Menschen getötet und fast 50 verletzt. Auch hier sind die meisten Opfer Zivilisten. Nach Angaben der Polizei brachte der Attentäter sein mit Sprengstoff beladenes Fahrzeug einige Meter vor dem Kontrollpunkt in der Stadt Mingora im Swat-Tal zur Explosion. - Im pakistanischen Peshawar griffen Aufständische ein Frachtterminal an und zerstörten zwölf Lastwagen, die Nachschub für die NATO-Truppe in Afghanistan geladen hatten. Zwei Menschen wurden dabei getötet, mehrere verletzt.

BANGKOK: In der thailändischen Hauptstadt dauert die Kraftprobe zwischen Regierung und Opposition an. Anführer der Protestbewegung riefen dazu auf, den seit drei Monaten belagerten Amtssitz von Ministerpräsident Somchai Wongsawat in Bangkok zu räumen, um die Demonstranten an den Flughäfen zu unterstützen. Tausende Regierungsgegner halten seit der vergangenen Woche den internationalen und den nationalen Airport besetzt. Durch die Blockadeaktion sitzen derzeit mehr als 100.000 Touristen und Geschäftsleute in Thailand fest. Die Opposition erlaubte inzwischen einigen Airlines den Start von insgesamt fast 40 leeren Maschinen, damit diese von anderen Flughäfen Passagiere nach Hause befördern können.

SEOUL: Das kommunistische Nordkorea schränkt den Grenzverkehr zu Südkorea weiter ein. Nach Angaben des Verteidigungsministeriums in Seoul erhalten ab sofort nur noch 880 statt 4.200 Südkoreaner eine Aufenthaltsgenehmigung für den gemeinsamen Industriepark in der nordkoreanischen Grenzstadt Kaesong. Der Grenzübergang soll nur noch sechsmal pro Tag statt wie bisher 19 Mal geöffnet werden. Bereits am Freitag hatte die Führung in Pjöngjang die einzige Zugverbindung und touristische Reisen aus dem Süden in die historische Stadt Kaesong gestoppt. Nordkorea wirft der konservativen Regierung in Seoul eine Politik der Konfrontation vor. Das Verhältnis beider Länder hat sich seit dem Antritt des südkoreanischen Präsidenten Lee Myung Bak Ende Februar deutlich abgekühlt, der eine härtere Haltung gegenüber Pjöngjang vertritt als sein Vorgänger.

WARSCHAU: In der polnischen Stadt Posen beraten Vertreter von rund 190 Staaten zwei Wochen lang über ein Nachfolgeabkommen für das 2012 auslaufende Kyoto-Protokoll für Klimaschutz. Neben dem Kampf gegen die Erderwärmung selbst geht es auch um Forderungen von Schwellen- und Entwicklungsländern nach verstärkter technischer und finanzieller Unterstützung durch die Industriestaaten. Bundesumweltminister Sigmar Gabriel erwartet dagegen von der Konferenz keine konkreten Finanzzusagen. Gabriel sagte der Deutschen Welle, Ziel der Konferenz müsse es vielmehr sein, die Architektur eines künftigen Klimaabkommens zu erarbeiten. Vor allem dürfe die Europäische Union ihre Klimaschutz-Ziele jetzt nicht zurückschrauben. Dies wäre ein verheerendes Signal für die internationalen Verhandlungen, betonte Gabriel.

STUTTGART: Auf ihrem Bundesparteitag will sich die CDU für das Wahljahr 2009 in Stellung bringen. Rund 1.000 Delegierte sind in Stuttgart zusammengekommen, um über den künftigen Kurs der Christdemokraten zu beraten und die gesamte Parteiführung neu zu wählen. Bundeskanzlerin Angela Merkel tritt bereits zum fünften Mal als einzige Kandidatin für den CDU-Vorsitz an. Am Sonntag hatte der Parteivorstand einhellig Merkels Position unterstützt, trotz der Wirtschaftskrise auf rasche Steuersenkungen zu verzichten.

MÜNCHEN: Bei der angeschlagenen Bayerischen Landesbank sollen in den kommenden Jahren mehr als 5.000 Arbeitsplätze wegfallen. Der Stellenabbau solle bis 2013 erfolgen, heißt es in Münchner Branchenkreisen. Betroffen seien verschiedene Bereiche im In- und Ausland. Derzeit beschäftigt die BayernLB noch etwa 19.000 Mitarbeiter. Die zweitgrößte deutsche Landesbank war vor allem durch die US-Immobilienkrise in Schieflage geraten.

BERLIN: Anlässlich des Weltaidstages an diesem Montag hat Bundesgesundheitsministerin Ulla Schmidt vor einem sorglosen Umgang mit der Immunschwächekrankheit gewarnt. Jeder müsse sich immer wieder bewusst machen, dass Aids nicht heilbar sei, erklärte Schmidt. Die beste Vorbeugung sei und bleibe, sich durch ein Kondom zu schützen. Nach Angaben des Aids-Programms der Vereinten Nationen gibt es derzeit weltweit etwa 33 Millionen Infizierte, täglich werden es rund 7.500 Menschen mehr. In Deutschland dürften etwa 60.000 Menschen mit dem Aids-Erreger HIV infiziert sein.

DAS WETTER IN DEUTSCHLAND: Im Norden und Nordwesten freundlich und meist trocken. Sonst viele Wolken, vor allem im Süden und Osten aufkommender Regen oder Schneeregen. Höchstwerte zwei bis zehn Grad.

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