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Katastrophe

Monsun und Sintflut: Fast 100 Tote auf Sri Lanka

Tagelange heftige Regenfälle und dann gefährliche Schlammlawinen: Im südasiatischen Inselstaat Sri Lanka steigt die Zahl der Todesopfer immer weiter an.

SRI-LANKA-WEATHER-FLOOD (Getty Images/AFP/L. Wanniarachchi)

Verzweifelte Suche nach Verschütteten bei Kalutara

Sri Lanka wird im zweiten Jahr hintereinander von einer besonders dramatischen Regenzeit heimgesucht. Durch Überschwemmungen und Lawinen mit rotem Schlamm sind nach jüngsten offiziellen Zahlen mindestens 91 Menschen umgekommen, und weitere 110 werden vermisst. Etwa 20.000 Menschen im Süden und Westen der Insel mussten ihre Häuser verlassen, wie die Katastrophenbehörde DMC mitteilte. 

Überschwemmungen in Sri Lanka (Getty Images/AFP/I. S. Kodikara)

Alles wird zur "Wasserstraße" in der Hauptstadt Colombo

Die größte Zahl der Todesopfer werden aus Ratnapura gemeldet, bekannt als der "Stadt der Juwelen", wo der Fluss Kalu das Zentrum überflutete. Schwere Verwüstungen gab es auch im Distrikt Kalutara, rund 40 Kilometer südlich der Hauptstadt Colombo. Tagelange sintflutartige Regenfälle hatten in beiden Regionen in der Nacht zum Freitag zahlreiche Erdrutsche ausgelöst. Auch die Colombo war von Überschwemmungen betroffen, ebenso wie die bei Touristen beliebten Distrikte Galle und Matara.

Das Militär setzte tausende Soldaten ein, um die Rettungsarbeiten zu unterstützen. Luftwaffe und Marine holten mit Hubschraubern Geflohene von ihren Hausdächern. Die Regierung bat um internationale Hilfe.  

Überschwemmungen in Sri Lanka (Imago/Xinhua)

Die Katastrophe vom Mai 2016: Land unter im Kelaniya Distrikt

Auf Sri Lanka beginnt im Mai üblicherweise der Südwest-Monsun, der Regen im Süden, Westen und Zentrum der Insel bringt. Im vergangenen Jahr kamen bei ähnlichen Unwettern mindestens 127 Menschen um. Erdrutsche verschütteten damals ganze Dörfer. Mindestens 300.000 Menschen mussten vorübergehend aus ihren Behausungen fliehen.

SC/pg (APE, afpe, dpa)