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Welt

Monstersturm lässt New York zittern

Es soll der stärkste Hurrikan im Nordosten der USA seit einem Vierteljahrhundert werden: "Irene" lehrt vor allem die Megametropole New York das Fürchten. Die Behörden rechnen mit Überflutungen.

Satellitenbild von 'Irene' (Foto: AP)

Hurrikan 'Irene' - vom Satelliten aus gesehen

Problematisch ist weniger die Geschwindigkeit der Windspitzen, sondern die Größe des Hurrikans: "Irene" bedeckt fast die gesamte Ostküste der Vereinigten Staaten und wird somit länger als andere Stürme wüten. Und "Irene" wird Gebiete erreichen, die mit tropischen Wirbelstürmen nicht vertraut sind: Neben New York die Neuenglandstaaten um Boston. Selbst Kanada dürfte den Hurrikan deutlich zu spüren bekommen.

An der gesamten Atlantikküste werden massive Folgen für Millionen von Menschen erwartet. Das Ausmaß der Schäden werde wohl erst nach und nach deutlich werden, erklärte US-Heimatschutzministerin Janet Napolitano.

"Fußgängerzone" NYC

Absperrung vor New Yorker Subway-Station (Foto: AP)

Abgesperrt: Eine New Yorker Subway-Station

In New York ruht mittlerweile der öffentliche Verkehr komplett. Die drei Flughäfen, von denen sonst jeden Tag Tausende Flüge in alle Welt abgehen, wurden geschlossen. Seit Samstagmittag Ortszeit sind zudem die U-Bahn-Stationen dicht. Auch Busse fahren nicht mehr. Bürgermeister Michael Bloomberg hatte schon am Freitag eine Evakuierung tieferliegender Gebiete angeordnet. Davon sind mehrere hunderttausend Menschen betroffen.

Ab Samstagabend Ortszeit gilt ein Ausgehverbot in New York. Bloomberg forderte die Menschen nochmals mit Nachdruck auf, sich in Sicherheit zu bringen: Alle seien gewarnt worden. Er werde keinen Polizisten rausschicken, um Leute zu retten, die unvorsichtig seien, betonte Bloomberg.

Erste Todesopfer

Gestrandetes Segelboot in Virginia (Foto: AP)

Virginia - Der Hurrikan entfaltet gewaltige Kräfte

Von "Irene" besonders bedroht ist Long Island, die fast 200 Kilometer lange Insel, die östlich von New York in den Atlantik ragt. Die Behörden ermunterten die Bewohner, Long Island zu verlassen. "Wir bereiten uns auf das Schlimmste vor", sagte ein Vertreter des Countys (Landkreis). Einen Vorgeschmack, was an diesem Sonntag (28.08.2011) über New York und Umgebung hereinbrechen dürfte, bot "Irene" bereits am Samstag in North Carolina und Virginia: Peitschende See, überflutete Straßenzüge und Hunderttausende ohne Strom. Mehrere Menschen kamen ums Leben.

US-Präsident Barack Obama zeigte sich bei einem Besuch in der Washingtoner Zentrale der Katastrophenschutzbehörde FEMA zufrieden über den bisherigen Hurrikan-Einsatz. "Ihr macht einen prima Job", lobte Obama, der seinen Sommerurlaub um einen Tag verkürzt hatte. Das meiste stehe Einsatzkräften und Helfern allerdings noch bevor. "Das werden lange 72 Stunden", meinte der Präsident.

Autor: Christian Walz (dpa, dapd)
Redaktion: Siegfried Scheithauer

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