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Champions League

Monaco setzt gegen Juve alles auf Angriff

Der AS Monaco hat die Hoffnung auf das Champions-League-Finale noch nicht aufgegeben. Die jüngste Vergangenheit macht dem Team um Jungstar Kylian Mbappé vor dem Halbfinal-Rückspiel bei Juventus Turin Hoffnung.

Monaco will es noch einmal wissen: Im Kampf um den Einzug ins Endspiel der Champions League soll Juventus Turin die eindrucksvollen Comeback-Qualitäten der Monegassen zu spüren bekommen. Trotz der schlechten Ausgangsposition nach der 0:2-Pleite im Hinspiel, setzt der französische Tabellenführer vor dem Halbfinal-Rückspiel am Dienstag (20.45 Uhr MESZ, ab 20.30 Uhr im DW-Liveticker) auf seine verbliebene Mini-Chance. "Wir sind zuversichtlich und werden alles versuchen", sagte Monacos Trainer Leonardo Jardim. "Es kann noch alles passieren."

Dass Monacos Profis um den erst 18-jährigen Jungstar Kylian Mbappé in entscheidenden Spielen über sich hinauswachsen können, bekam Mitte März der englische Topklub Manchester City zu spüren. Trotz eines 3:5 im Achtelfinal-Hinspiel gelang Monaco durch ein 3:1 im Rückspiel noch das Weiterkommen - damals allerdings vor eigenem Publikum. "Vieles ist möglich, auch wenn wir im Hinspiel weniger dominant als üblich waren", meinte Mittelfeldspieler Bernardo Silva. Geht das Projekt Finalteilnahme schief, dürfte es der letzte große gemeinsame Auftritt dieses Ensembles gewesen sein. Monacos Leistungsträger sind bei noch finanzstärkeren und glanzvolleren europäischen Spitzenvereinen im Gespräch - allen voran der gerade erst volljährig gewordene Torjäger Mbappé. Der französische Jung-Nationalspieler, der bei acht Einsätzen in dieser Champions-League-Saison schon fünfmal traf, ist unter anderem bei Real Madrid, dem FC Barcelona und Manchester United im Gespräch.

Khedira als "Staubsauger" gefragt

Fußball Sami Khedira (picture-alliance/dpa/I. Bono)

Wieder dabei: Juves deutscher Sechser Sami Khedira

Die Turiner, die wieder auf den im Hinspiel noch gesperrten Sami Khedira zurückgreifen können, machen sich auf einiges gefasst: "Wir sind hochkonzentriert: Das ist das richtige Wort, um diesen Moment zu beschreiben", sagte Juve-Verteidiger Alex Sandro. "Wir können alles gewinnen, also wollen wir unsere Arbeit machen." Khedira, dem beim Finale in Cardiff ein Wiedersehen mit Nationalmannschaftskollege Toni Kroos von Real Madrid winkt, prognostizierte ein "großes Spiel" gegen Monaco. Dass die Bianconeri am Wochenende die sechste nationale Meisterschaft in Serie noch nicht perfekt gemacht haben, dürfte Trainer Massimiliano Allegri da sogar ganz gut ins Konzept passen. Denn Partystimmung so kurz vor einem wichtigen Auftritt wäre wohl kaum förderlich gewesen für die Fokussierung auf Monaco.

Für Juve spricht die Statistik: Seit April 2013 sind die Turiner im Europapokal zu Hause ungeschlagen und in dieser Champions-League-Saison seit 621 Minuten ohne Gegentor. Zudem hat in der Königsklasse noch nie ein Halbfinalist einen Zwei-Tore-Rückstand aus dem Hinspiel noch gedreht. Abräumer Khedira dürfte dennoch viel Arbeit bekommen. Er soll die Angriffe des französischen Topteams im defensiven Mittelfeld frühzeitig unterbinden. An seiner Seite wird Miralem Pjanic spielen. Und das Duo steht für eine erfolgreiche Zusammenarbeit: Nach Berechnungen der italienischen Sportzeitung "Gazzetta dello Sport" hat Juve in dieser Saison nur vier von 35 Spielen verloren, bei denen sowohl Khedira als auch Pjanic auf dem Platz standen.

asz/ck (dpa, sid)

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