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Europa/Zentralasien

Moldau: Öffentlich-rechtlicher Rundfunk

Nach dem Machtwechsel im vergangenen Sommer soll jetzt in der Republik Moldau erstmals ein öffentlich-rechtlicher Sender nach europäischem Vorbild entstehen. Die DW Akademie unterstützt das Vorhaben.

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Aufbruchsstimmung herrscht zurzeit in den Redaktionsräumen von Teleradio-Moldova (TRM), dem öffentlich-rechtlichen Sender der Republik Moldau. Nach der Abwahl der lange regierenden Kommunisten im Sommer 2009 und der Regierungsübernahme durch eine Koalition liberaler, pro-europäischer Parteien ist der Wechsel nun auch bei TRM angekommen: Seit dem Februar 2010 ist Professor Constantin Marin neuer Intendant (Präsident) des Radio- und TV-Senders mit seinen rund 900 Mitarbeitern.

Seine Hauptaufgabe sieht der bisherige Dekan der Journalistischen Fakultät an der Universität von Chisinau darin, TRM zu einer echten öffentlich-rechtlichen Rundfunkanstalt nach europäischem Vorbild machen. Dabei wird Professor Marin und sein neues Führungsteam von der DW Akademie und anderen europäischen Partnern unterstützt.

Auf dem Papier ist Teleradio-Moldova bereits seit 2003 "öffentlich-rechtlich". Doch de facto war TRM ein stramm auf Regierungskurs getrimmter Propaganda-Sender der regierenden Kommunisten.

#geosmall#Das hat sich bereits geändert; TRM berichtet heute deutlich ausgewogener als noch vor einem Jahr. Doch vieles bleibt zu tun: Die Aus- und Weiterbildung der Mitarbeiter wurde über Jahre vernachlässigt; viele Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter haben ihr ganzes Berufsleben in der Tradition des sowjetischen Verlautbarungs- und Erziehungsjournalismus verbracht. Und die Technik des Senders ist ebenso veraltet wie das Berufsbild mancher Redakteure.

Inzwischen aber kommen TRM Freunde aus dem Ausland zu Hilfe: Die Soros-Stiftung hat Mittel für die Anschaffung digitaler Technik zugesagt; auch die European Broadcasting Union (EBU) will sein Mitglied auf technischer Ebene unterstützen.

Für die DW Akademie steht derweil die Unterstützung von Professor Marin und seiner Führungsmannschaft bei dem anstehenden Reform- und Umgestaltungsprozess im Vordergrund. Geplant sind Trainings- und Beratungsmaßnahmen sowohl für Journalisten und Techniker als auch für die Führungskräfte des Senders, die schon im April beginnen sollen. Dabei kann die DW auf Erfahrungen in vielen Teilen der Welt zurückgreifen - u.a. im moldauischen Nachbarland Rumänien, wo die DW Akademie seit Jahren den Umgestaltungsprozess beim öffentlich-rechtlichen "Radio Rumänien" beratend begleitet.

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