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Kultur

Modestar Michalsky: Ich bin Europa-Fetischist

Gesellschaftlicher Höhepunkt der Berliner Fashionweek ist die StyleNite von Top-Designer Michael Michalsky. Seine aufwändigen Modeschauen und Aftershowparties sind legendär. DW-WORLD.DE gab er backstage ein Interview.

Michael Michalsky bei der StyleNite im Berliner Tempodrom (Foto: Picture Alliance)

Michael Michalsky bei der StyleNite am Freitag (08.07.2011) im Berliner Tempodrom

Herr Michalsky, welche Message verbinden Sie mit ihrer neuen Kollektion?

Meine neue Kollektion für den Sommer 2012 kann man mit einer ganzen Reihe von Begriffen beschreiben: Positivität, Diversität, think positive, Multikulti rocks. Damit will ich mich an der Debatte um Toleranz und Anderssein in Deutschland beteiligen. Und den Usern von DW-WORLD auf der ganzen Welt will ich sagen: Deutschland ist noch viel cooler, als die meisten Menschen denken.

Was kann das Ausland von der Fashionweek in Berlin lernen?

Bei der Fashionweek in Berlin wird Mode so dargestellt, wie sie im 21. Jahrhundert wirklich ist. Mode ist nicht, wenn irgendwelche Trullala-Tussis in irgendwelchen tollen Kleidern herumlaufen. Sondern die Mode ist für Frauen, die arbeiten, die vielleicht ein Kind in die Kita bringen, die abends auch noch toll aussehen wollen, also trotz Arbeit und Familie sexy sein wollen. Man könnte zusammengefasst sagen: Berlin is real und real ist cool.

Models praesentieren am Freitag (08.07.11) im Tempodrom in Berlin Mode des Designers Michael Michalsky bei der Michalsky Style Nite auf der Berlin Fashion Week. Die Berlin Fashion Week zeigt die Kollektionen nationaler und internationaler Designer und Marken fuer Fruehling und Sommer 2012. Foto: Sebastian Willnow/dapd

Im Sommer 2012 tragen Mann und Frau viel Grau, gemischt mit Neongelb und einem kräftigen Blau. Den Stil kann man mit futuristischer Folklore beschreiben.

Wie sehen Sie die Zukunft der Modestadt Berlin?

Ich glaube, dass Berlin in den nächsten fünf Jahren zum Grand Slam der vier wichtigsten Modestädte der Welt gehören wird. Ich habe ja von Anfang an Berlin geglaubt und das auch immer öffentlich gesagt. Am Anfang haben die Leute noch darüber gelacht. Jetzt glauben Sie es mir langsam. Dieses Mal gab es fast 50 Shows auf der Fashionweek, das ist immens. Ich glaube, den meisten Leuten fehlt die Kapazität zu denken, wohin es gehen wird.

Welchen Einfluss hat Osteuropa auf die Berliner Modeszene?

Berlin ist ja definitiv das Herz von Europa, das darf man nicht unterschätzen. Und ich bin absoluter Europa-Fetischist. Ich finde Europa und die Europäische Union sind das coolste, was es gibt, auch wenn es ein bisschen Geld kostet. Ich glaube, dieses ganze Geld ist komplett unwichtig, wenn man bedenkt, was die EU alles geleistet hat und wie lange es schon Frieden in Europa gibt. Das vergessen die Leute immer, wenn sie darüber reden, dass sie mal eine Milliarde hier oder eine Milliarde da ausgeben müssen.

Ihre Kollektion besticht durch ein wunderschönes Grau, wo kommt das her?

Ich hab das schönste und wärmste Grau in Europa!

Models präsentieren im Tempodrom in Berlin Mode des Designers Michael Michalsky bei der Michalsky Style Nite auf der Berlin Fashion Week (Foto: dapd)

Für die Firma Lascana hat Michalsky glamouröse und sexy Bademode entworfen

Sie haben in diesem Jahr das erste Mal eine Badekollektion für Frauen und Männer präsentiert. Das Publikum war begeistert. Kann ich mir schon für meinen August-Urlaub so ein schickes Badehöschen kaufen?

Nein, das geht nicht. Die Sachen gibt es erst ab März zu kaufen.

Herr Michalsky, vielen Dank für das Gespräch!

Interview: Kay-Alexander Scholz

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