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Nachrichten

Mittwoch, den 14. Juni 2006

Hier finden Sie die 10-Uhr Nachrichten der Deutschen Welle vom Mittwoch.

BAGDAD: In der irakischen Hauptstadt hat die bisher größte Sicherheitsoperation seit dem Einmarsch der USA begonnen. Etwa 40.000 irakische und ausländische Soldaten sollen nach jüngsten offiziellen Angaben in Bagdad stationiert werden, um der Gewalt Einhalt zu gebieten und Schlupflöcher von Aufständischen ausfindig zu machen. Am Morgen stauten sich lange Schlangen von Pendlern vor den zusätzlichen Kontrollpunkten. Laut einer Erklärung von Ministerpräsident Nuri el Maliki wird das Tragen von Waffen verboten und die Ausgangssperre verschärft. Während der Freitagsgebete herrscht Fahrverbot.

BAGDAD: US-Präsident George Bush hat bei einem Blitzbesuch im Irak die Führung des Landes aufgefordert, selbst die Verantwortung für die Zukunft des Landes zu übernehmen. Er sicherte dem neuen Regierungschef Nuri el Maliki bei dem rund fünfstündigen Besuch in Bagdad zugleich die weitere Unterstützung seiner Regierung zu. Den jüngsten Tod des 'El Kaida'-Anführers im Irak, des Jordaniers Abu Mussab el Sarkawi, bezeichnete Bush als schweren Schlag gegen den Terrorismus. Er bekräftigte, dass Sarkawis mutmaßlicher Nachfolger, Scheich Abu Hamsa el Muhadschir, auch auf die Liste der meistgesuchten Täter gesetzt und zur Rechenschaft gezogen werde.

GAZA-STADT: Nach den jüngsten gewaltsamen Zusammenstößen im Streit zwischen der Fatah und der Hamas wollen die beiden politischen Lager in den Palästinensergebieten ihren Streit in Verhandlungen auf höchster Ebene beilegen. Das bestätigte Präsident und Fatah-Chef Mahmud Abbas nach einem Treffen mit dem zur Hamas gehörenden Regierungschef Ismail Hanija und Vertretern anderer Gruppen in Gaza. Er deutete an, dass er dabei auf die von der Hamas abgelehnte Volksabstimmung über eine Zwei-Staaten-Lösung mit Israel verzichten könnte. Den Auftakt der Verhandlungen soll an diesem Mittwoch ein Vier-Augen-Gespräch zwischen Abbas und Hanija bilden.

KABUL: Wegen der zunehmenden Gewalt im Süden Afghanistans haben die US-geführten Koalitionstruppen eine Großoffensive gegen moslemische Taliban-Kämpfer in der Region angekündigt. Der Einsatz soll sich gegen Stützpunkte der Extremisten in insgesamt vier Provinzen richten und den gesamten Sommer hindurch andauern. Beteiligt seien etwa 11.000 amerikanische, britische, kanadische und afghanische Soldaten.

JAKARTA: Die indonesischen Behörden haben den islamischen Prediger Abu Bakar Bashir aus dem Gefängnis entlassen. Der radikale Geistliche ist ein mutmaßlicher Anführer der Terrorgruppe 'Jemaah Islamiyah'. Er verbüßte als einer der Drahtzieher des blutigen Anschlages auf der indonesischen Ferieninsel Bali im Jahre 2002 eine 26-monatige Haftstrafe. Damals waren 202 Menschen getötet worden, viele von ihnen Touristen. Der 68-jährige Bashir wurde vor dem Gefängnis von seinen Anhängern jubelnd empfangen.

BERLIN: Das Bundeskabinett wird an diesem Mittwoch den Gesetzentwurf zum Elterngeld verabschieden. Väter und Mütter, die nach der Geburt eines Kindes zeitweise aus dem Beruf aussteigen, sollen bis zu 14 Monate lang ein vom früheren Einkommen abhängiges Elterngeld erhalten. Der Elternteil, der für die Kinderbetreuung zu Hause bleibt, soll demnach vom Bund 67 Prozent des letzten Nettoeinkommens bekommen. Die Höchstsumme beträgt monatlich 1.800 Euro. Für Nichtberufstätige oder Geringverdiener ist ein Mindestbetrag von 300 Euro geplant. Das Elterngeld soll ab 1. Januar 2007 das bisherige Erziehungsgeld ablösen.

BERLIN: Tabakwerbung soll nun auch in Deutschland verboten werden. Nach jahrelanger Verzögerung auf dem Klageweg will die Bundesregierung eine entsprechende Richtlinie der Europäischen Union nun umsetzen, kündigte Bundesverbraucherminister Horst Seehofer an. Er reagierte damit auf eine Empfehlung von EU-Generalanwalt Philippe Léger. Dieser hatte dem Europäischen Gerichtshof vorgeschlagen, die deutsche Klage abzuweisen. --Deutschland hatte 2003 gegen die EU-Richtlinie geklagt und geltend gemacht, die Regelung sei ein unverhältnismäßiger Eingriff in die Werbefreiheit.

LEVERKUSEN: Im Ringen um die Schering-Übernahme will der Pharmakonzern Bayer nach eigenen Angaben ein Pflichtangebot einreichen. Der Leverkusener Konzern muss bis zum Ablauf des Übernahme-Angebots bis zu diesem Mittwoch 24 Uhr über mindestens 75 Prozent der Schering-Anteile verfügen. Da der Konkurrent Merck seine Anteile an dem Berliner Schering-Konzern in den letzten Tagen auf nahezu 25 Prozent aufgestockt hat, droht das bisherige 16,3-Milliarden-Euro-Angebot für Schering zu platzen. Das bedeutet, dass Bayer sein Angebot für die Schering-Aktionäre erheblich aufstocken muss. Die geplante Übernahme würde demnach erheblich teurer. Gleichzeitig hat Bayer in den USA eine Schadenersatzklage gegen den Darmstädter Rivalen Merck eingereicht.

TAIPEH: Taiwan und China haben die Aufnahme direkter Charterflugverbindungen an wichtigen Feiertagen vereinbart und damit ein weiteres Zeichen einer vorsichtigen Annäherung gesetzt. Betroffen seien vier hohe Feiertage, darunter das chinesische Neujahrsfest, erklärte der Vorsitzende des Rats für Beziehungen zum Festland, Joseph Wu, in Taipeh. Auch über die Aufnahme regelmäßiger Charter-F r a c h t flüge sei eine vorläufige Einigung erzielt worden.

ZUR FUßBALLWELTMEISTERSCHAFT: Titelverteidiger Brasilien ist mit einem knappen Sieg in die WM gestartet. Die Brasilianer gewannen in der Gruppe F 1:0 gegen Kroatien. In der Gruppe G gingen Frankreich und die Schweiz mit einem Unentschieden von 0:0 auseinander. Im zweiten Spiel der Gruppe G setzte sich Südkorea gegen Togo mit 2:1 durch. Die deutsche Fußball-Nationalelf trifft an diesem Mittwoch in Dortmund auf Polen.

DAS WETTER IN DEUTSCHLAND: Im Nordwesten örtliche gewittrige Schauer, sonst sonnig. Tageswerte zwischen 17 Grad und 33 Grad.

Am Vormittag meldeten bei überwiegend wolkenlosem Himmel:

Hamburg: 24 Grad;
Berlin: 23 Grad;
Dresden: 22 Grad;
Köln/Bonn: 21 Grad;
Frankfurt am Main: 22 Grad und
München: 18 Grad.