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Nachrichten

Mittwoch, 9. Juni 2010

Trainieren Sie Ihr Hörverstehen mit authentischen Materialien. Nutzen Sie die Nachrichten der Deutschen Welle von Mittwoch - als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.

BERLIN: Bundeskanzlerin Merkel und Frankreichs Präsident Sarkozy drängen auf ein rasches EU-weites Verbot hochriskanter Spekulationsgeschäfte. Bereits im März hätten sie die EU-Kommission gemeinsam mit den Regierungschefs von Luxemburg und Griechenland "zur raschen und energischen Umsetzung" des Programms zur Regulierung der Derivatemärkte aufgefordert, schrieben Merkel und Sarkozy an Kommissionspräsident Barroso. Die Kommission müsse diese Arbeit "beschleunigen und intensivieren". Die deutsche Finanzaufsicht BaFin hatte im Mai überraschend im Alleingang ungedeckte Leerverkäufe und den Abschluss ungedeckter Kreditausfallversicherungen verboten und damit bei den EU-Partnern für Irritationen gesorgt.

BERLIN: Auch in der Union wird immer mehr Kritik am Sparpaket der Bundesregierung laut. Bundestagspräsident Lammert sagte, er hätte sich gewünscht, dass auch Spitzenverdiener einen Beitrag leisteten. Ähnlich äußerte sich der Präsident des CDU-Wirtschaftsrats, Lauk. In diesem Punkt müsse nachgesteuert werden, sagte er im 1. Deutschen Fernsehen. Grünen-Chefin Roth warf der Regierung vor, den sozialen Frieden in Deutschland zu gefährden. Der Bundestag befasst sich heute mit dem geplanten Sparpaket der schwarz-gelben Koalition. SPD und Grüne wollen in einer Aktuellen Stunde vor allem über die Kürzungen für Arbeitslose und Eltern debattieren.

WIESBADEN: Der hessische FDP-Chef Hahn hat der Union indirekt angedroht, den gemeinsamen Kandidaten Wulff bei der Wahl zum Bundespräsidenten durchfallen zu lassen. Hahn sagte dem "Rheinischen Merkur", die Mehrheit für Wulff sei nicht sicher, solange unter den Wahlmännern der FDP das Unbehagen über die Union groß sei. Der Schlüssel liege jetzt in der Hand der Kanzlerin. Bei weiteren Steuererhöhungsvorschlägen aus der Union sei Wulffs Mehrheit im ersten Wahlgang stark gefährdet, so Hahn. Wulff tritt gegen den Kandidaten von SPD und Grünen, Joachim Gauck, und die Linke Luc Jochimsen an. Der neue Bundespräsident wird am 30. Juni gewählt.

OFFENBACH: In Deutschland ist der Tarifkonflikt bei den Klinikärzten offenbar beigelegt. Die Ärztegewerkschaft Marburger Bund und die Vereinigung der kommunalen Arbeitgeberverbände haben sich nach eigenen Angaben auf einen Kompromiss geeinigt. Einzelheiten zu dem Verhandlungsergebnis wollen beide Seiten in Kürze auf einer Pressekonferenz bekanntgeben. Bei den Tarifverhandlungen für die rund 55.000 Ärzte an den kommunalen Kliniken in Deutschland ging es um Verbesserungen der Arbeitsbedingungen und mehr Gehalt. Der Marburger Bund hatte für die Mediziner an den bundesweit 700 kommunalen Kliniken fünf Prozent mehr Geld sowie deutlich besser bezahlte Bereitschaftsdienste gefordert. Die kommunalen Arbeitgeber boten vor der Einigung 2,9 Prozent mehr Geld bei einer Laufzeit von 33 Monaten.

BERLIN: Mit einem Aktionstag demonstrieren an diesem Mittwoch Schüler und Studenten in Deutschland für bessere Bildungsbedingungen. Bundesweit finden Kundgebungen in etwa 70 Städten statt. Die Proteste richten sich vor allem gegen Studiengebühren und gegen die Umstellung des Studiensystems auf Bachelor- und Master-Abschlüsse. Im vergangenen Sommer hatte ein landesweites "Aktionsbündnis Bildungsstreik" wochenlang den Vorlesungsbetrieb blockiert. Bundeskanzlerin Angela Merkel hat für Donnerstag die Ministerpräsidenten der Länder zu einem Bildungsgipfel eingeladen.

NEW YORK/QUITO: Der Sicherheitsrat der Vereinten Nationen will an diesem Mittwoch weitere Sanktionen gegen den Iran beschließen. Das bestätigte der turnusmäßige Vorsitzende des Gremiums, Mexikos UN-Botschafter Heller. Bei einem Besuch in Ecuador nannte US-Außenministerin Clinton die geplanten neuen Sanktionen beispiellos. Es handele sich um die bislang umfassendsten Strafmaßnahmen der internationalen Gemeinschaft im Atomkonflikt mit dem Iran. Diese richten sich gegen mehr als 40 Einrichtungen, die am Atom- und Raketenprogramm der Islamischen Republik beteiligt sein sollen. Es wäre die vierte Runde von UN-Sanktionen gegen Teheran.

DAS WETTER IN DEUTSCHLAND: In der Südosthälfte zeitweise sonnig. Sonst bewölkt mit örtlichen Schauern oder Gewittern. Die Temperaturen liegen zwischen 21 und 31 Grad, an der Küste auch darunter. Am Morgen hatten gemeldet: Hamburg: 18 Grad, stark bewölkt; Berlin: 21 Grad, stark bewölkt; Dresden: 21 Grad, wolkig; Köln/Bonn: 18 Grad, nach Regen; Frankfurt am Main: 22 Grad, wolkig und München: 21 Grad, wolkenlos.

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