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Nachrichten

Mittwoch, 9. Januar 2008

Trainieren Sie Ihr Hörverstehen mit authentischen Materialien. Nutzen Sie die Nachrichten der Deutschen Welle vom Mittwoch - als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.

WASHINGTON: Das Rennen in den beiden großen Parteien der USA um die Kandidatur bei der Präsidentschaftswahl im November bleibt spannend. Bei den Vorwahlen in New Hampshire siegte bei den Demokraten die Senatorin von New York, Hillary Clinton. Die ehemalige First Lady erhielt rund 39 Prozent der Stimmen der Anhänger ihrer Partei. Ihr schärfster Konkurrent, Senator Barack Obama kam auf rund 36 Prozent. Obama hatte vor einer Woche die Vorwahl in Iowa gewonnen und galt in New Hampshire als Favorit. Bei den Republikanern siegte Senator John McCain mit 37 Prozent der Stimmen.

TEL AVIV: Zum Auftakt einer achttägigen Reise durch den Nahen Osten ist US-Präsident George W. Bush in Israel eingetroffen. Rund sechs Wochen nach der Nahost-Friedenskonferenz in Annapolis will Bush bei seinem Besuch die Friedensgespräche zwischen Israel und den Palästinensern vorantreiben. Vorgesehen sind zunächst Gespräche mit dem israelischen Präsidenten Schimon Peres und Regierungschef Ehud Olmert. Am Donnerstag will Bush in Ramallah mit der Palästinenserführung konferieren.

GAZA-STADT: Militante Palästinenser haben vom Gaza-Streifen aus erneut israelisches Gebiet mit Raketen und Granaten beschossen. Die Extremistenorganisation Islamischer Dschihad nannte den Angriff eine Reaktion auf den Israel-Besuch von US-Präsident George W. Bush. Bei einem Gegenschlag der israelischen Streitkräfte wurde mindestens ein Palästinenser getötet.

WASHINGTON: Der türkische Präsident Abdullah Gül hat Verhandlungen mit den Rebellen der Kurdischen Arbeiterpartei - PKK - im Nordirak ausgeschlossen. Eine Lösung der Krise um die kurdischen Rebellen sei schwierig, da es sich bei ihnen um - so wörtlich - Terrroristen handele, die von einem Gebiet außerhalb der Türkei agierten, sagte Gül in Washington nach einem Treffen mit US-Präsident George W. Bush. - Die türkischen Streitkräfte hatten in den vergangenen Wochen mehrere Angriffe auf PKK-Stellungen im Norden des Irak unternommen.

NAIROBI: Der Vorsitzende der Afrikanischen Union, Ghanas Präsident John Kufuor, hat seine Vermittlungsgespräche zur Beilegung der innenpolitischen Krise in Kenia aufgenommen. Er traf in Nairobi zunächst mit dem umstrittenen Präsidenten Mwai Kibaki zusammen. Kufuor will auch mit Oppositionsführer Raila Odinga sprechen, der Kibaki Wahlbetrug vorwirft. Zuvor hatte Kibaki seine Bereitschaft bekräftigt, auch Politiker der Opposition in seine neue Regierung aufzunehmen. - Seit den Wahlen Ende Dezember sind nach offiziellen Angaben fast 500 Menschen durch politische Gewalt ums Leben gekommen.

BRAUNSCHWEIG: Im Prozess gegen Volkswagen wegen Korruption und so genannter Lustreisen auf Firmenkosten hat VW-Aufsichtsratschef Ferdinand Piech eine Mitwisserschaft bestritten. Piech erklärte als Zeuge vor dem Landgericht Braunschweig, er habe während seiner Zeit als Vorstandschef zu keinem Zeitpunkt Kenntnis gehabt, dass Spesen falsch abgerechnet worden seien. In Braunschweig muss sich neben dem ehemaligen Betriebsratschef Klaus Volkert auch der frühere Personalmanager Klaus-Joachim Gebauer verantworten. Gebauer ist wegen Untreue angeklagt, Volkert wegen Anstiftung dazu. Eine nachgewiesene Mitwisserschaft des Managements über Lustreisen und Dienste von Prostituierten, die Betriebsräte auf VW-Kosten in Anspruch nahmen, könnte das Strafmaß für Volkert und Gebauer verringern.

NEU DELHI: Der Volkswagen-Konzern will von 2009 an pro Jahr 110.000 Fahrzeuge in Indien produzieren. VW wolle auf dem Subkontinent nicht nur Fahrzeuge verkaufen, sondern Teil der indischen Automobilindustrie werden, sagte der Produktionsvorstand der Volkswagen-Gruppe, Jochem Heinzmann, in Neu Delhi. Er wies darauf hin, der Konzern investiere mehr als 400 Millionen Euro in sein neues Werk nahe dem westindischen Pune, das Ende nächsten Jahres den Betrieb aufnehmen soll. 2.500 Arbeitsplätze entstehen dort. Indien ist nach China der weltweit am stärksten wachsende Automarkt.

BERLIN: Der angeschlagene Postdienstleister PIN Group hat für sieben weitere Niederlassungen in Deutschland Insolvenzanträge eingereicht. Bis zum Jahresende hatte das Unternehmen bereits für zehn Niederlassungen einen entsprechenden Antrag gestellt. Betroffen sind insgesamt 3.100 der 9.000 PIN-Mitarbeiter. Nach den Worten des neuen Firmenchefs Horst Piepenburg ist derzeit kein Personalabbau geplant. Kurz vor Weihnachten war der Postdienstleister in Schwierigkeiten geraten, nachdem der Großaktionär Axel Springer Konzern der Gesellschaft den Geldhahn zugedreht hatte. Offiziell begründete der Verlag sein Vorgehen mit der Einführung des Mindestlohns für Postdienstleister.

BERLIN: Nach dem Industrie- und Handelskammertag hat auch der Zentralverband des Deutschen Handwerks gefordert, auf die Einführung des Gesundheitsfonds in der gesetzlichen Krankenversicherung zu verzichten. Die Politik dürfe nicht weiter Flickschusterei betreiben, sagte Verbandspräsident Otto Kentzler. Die Sozialministerinnen in Bayern und Baden-Württemberg schlugen eine Verschiebung des für Anfang 2009 geplanten Fonds vor. Unterdessen wies die Bundesregierung Warnungen gesetzlicher Kassen vor einer Erhöhung der Beitragssätze im kommenden Jahr zurück. Vertreter mehrerer Krankenkassen hatten erklärt, wegen der Einführung des Gesundheitsfonds könnten die Beitragssätze auf bis zu 15,5 Prozent des Bruttolohns steigen.

BERLIN: In Deutschland wird inzwischen fast ein Zehntel der verbrauchten Energie aus erneuerbaren Quellen gewonnen. Der Anteil der aus Wind, Sonne, Biomasse und anderen regenerativen Quellen gewonnenen Energie sei im vergangenen Jahr von acht auf 9,1 Prozent gestiegen, teilte der Bundesverband Erneuerbare Energie mit. Der Ökostrom-Anteil stieg danach von 11,9 Prozent auf 14,3 Prozent.

DAS WETTER IN DEUTSCHLAND: Im Norden und Westen zeitweise Regen. Sonst stärker bewölkt. Südlich der Donau freundlicher mit sonnigen Abschnitten. Tageshöchstwerte zwischen null Grad in Oberbayern und bis zu elf Grad am Oberrhein.

Am Morgen meldeten:

Hamburg: sechs Grad, stark bewölkt;
Berlin: ein Grad, wolkig;
Dresden: zwei Grad, wolkig;
Köln/Bonn: fünf Grad, leicht bewölkt;
Frankfurt am Main: ein Grad, bedeckt und
München: drei Grad, stark bewölkt.

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