1. Inhalt
  2. Navigation
  3. Weitere Inhalte
  4. Metanavigation
  5. Suche
  6. Choose from 30 Languages

Nachrichten

Mittwoch, 9. Dezember 2009

Trainieren Sie Ihr Hörverstehen mit authentischen Materialien. Nutzen Sie die Nachrichten der Deutschen Welle vom Mittwoch - als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.

KOPENHAGEN: Bei der UN-Klimakonferenz treten immer mehr die Streitpunkte und gegensätzlichen Positionen der Industriestaaten und Schwellenländer in den Vordergrund. China forderte nochmals weitergehende Zugeständnisse der reichen Nationen bei der Verringerung von Treibhausgasen. Dagegen müssten große Schwellenländer wie China ihre Emissionen zunächst weiter steigern, um ihren Lebensstandard zu erhöhen, erklärte der chinesische Delegationsleiter Su Wei. Die in der Gruppe G77 zusammengeschlossenen Entwicklungsländer kritisierten die Rolle der dänischen Gastgeber als einseitig zugunsten der Industriestaaten. Nach dem dänischen Entwurf werden sowohl den Industriestaaten als auch den Entwicklungsländern Verpflichtungen auferlegt, weniger CO2 und andere klimaschädliche Treibhausgase zu produzieren.

NEW YORK: Der UN-Sicherheitsrat und die USA haben die Serie von Terroranschlägen in der irakischen Hauptstadt Bagdad scharf verurteilt. Die Täter und Unterstützer müssten vor Gericht gebracht werden, forderte das Gremium in New York. UN-Generalsekretär Ban Ki Moon sprach von einer abscheulichen Bluttat. Die USA sehen in den Anschlägen den Versuch, die geplante Wahl zum Abgeordnetenhaus schon im Vorfeld zu torpedieren. Der lange umstrittene Wahltermin wurde zuletzt auf den 7. März festgelegt. - Bei der verheerenden Anschlagsserie in Bagdad waren am Dienstag mindestens 127 Menschen getötet und mehr als 400 verletzt worden.

MÜNCHEN: Der US-Sondergesandte für Afghanistan und Pakistan, Richard Holbrooke, hat für die Entsendung weiterer deutscher Soldaten und ziviler Helfer nach Afghanistan geworben. Der "Süddeutschen Zeitung" sagte Holbrooke, es sei kein Problem, wenn Deutschland für eine derartige Entscheidung noch sechs Wochen Zeit brauche. - Die Bundesregierung will erst nach der Afghanistan-Konferenz Ende Januar über eine mögliche Aufstockung des deutschen Truppenkontingents entscheiden.

STUTTGART: Die Bundesregierung setzt zur Schaffung neuer Arbeitsplätze auf den Ausbau der Informations- und Kommunikationstechnologie. Als Jobmotor könne die Branche drohende Arbeitsplatzverluste in anderen Industriezweigen mehr als wettmachen, sagte Wirtschaftsminister Rainer Brüderle auf dem vierten nationalen IT-Gipfel in Stuttgart. Bundeskanzlerin Angela Merkel bekräftigte das Ziel der Regierung, die Breitbandnetze massiv auszubauen. Davon werde die Zukunft des ländlichen Raumes abhängen.

WASHINGTON: US-Präsident Barack Obama will mit einem Konjunkturpaket neue Arbeitsplätze schaffen. Ein Kernbereich mit dem er das schaffen will sind Steuer- und Kredit-Hilfen für kleinere und mittlere Betriebe, um diesen die Einstellung neuer Mitarbeiter zu erleichtern. Daneben soll ein Ausbau der Infrastruktur und die Förderung sauberer Energien den US-Arbeitsmarkt wieder ankurbeln. Im November hatte die Arbeitslosenquote in den Vereinigten Staaten bei zehn Prozent gelegen. Ein Teil des Geldes für das Maßnahmenpaket für den Arbeitsmarkt soll aus dem Bankenrettungsfonds TARP finanziert werden, in dem noch rund 200 Milliarden Dollar zur Verfügung stehen. Wie viel Geld er für die Schaffung neuer Jobs ausgeben will, sagte Obama allerdings nicht.

SAN JOSÉ: Der gewählte Präsident von Honduras, Porfirio Lobo, hat sich für eine Amnestie zugunsten seines gestürzten Vorgängers Manuel Zelaya ausgesprochen. Dieser hält sich weiter in der brasilianischen Botschaft auf, weil nach dem Umsturz im Juni ein Haftbefehl gegen ihn ausgestellt worden war. Auch die Beteiligten an dem Umsturz sollten Straffreiheit genießen, sagte Lobo bei einem Besuch in Costa Rica. Dort traf er mit Präsident Oscar Arias und Panamas Staatschef Ricardo Martinelli zusammen. Diese erklärten, der Wahlsieg Lobos von Ende November werde anerkannt. Der gewählte Präsident kann am 27. Januar sein Amt antreten.

PEKING: Ein Jahr nach seiner Festnahme will die chinesische Polizei den inhaftierten Bürgerrechtler Liu Xiaobo vor Gericht bringen. Nach Angaben seines Anwalts wurde der Fall an die Staatsanwaltschaft übergeben. Liu werde beschuldigt, zum Sturz der Regierung aufgewiegelt zu haben. Nach Ansicht von Menschenrechtlern wird dieser Vorwurf immer wieder benutzt, um kritische Stimmen mundtot zu machen. - Der 53-jährige Schriftsteller und Bürgerrechtler Liu war im Dezember 2008 festgenommen worden. Er hatte mit rund 300 weiteren Dissidenten im Internet zu mehr Meinungsfreiheit und zu politischen Reformen in China aufgerufen.

WOLFSBURG: Volkswagen steigt bei dem japanischen Autobauer Suzuki ein. Der größte europäische Autokonzern übernehme 19,9 Prozent an Suzuki und zahle dafür rund 1,7 Milliarden Euro, teilte ein VW-Sprecher mit. Im Gegenzug werde sich der japanische Konzern an VW beteiligen. - VW hatte erst kürzlich 49,9 Prozent des deutschen Sportwagenbauers Porsche übernommen. Die komplette Übernahme soll im Jahr 2011 abgeschlossen werden. Porsche wird damit die zehnte VW-Marke. VW-Chef Ferdinand Piëch hatte angekündigt, sein Konzern werde sich möglicherweise um zwei weitere Marken bemühen.

LONDON: Das Weltraumteleskop "Hubble" hat nach seiner Generalüberholung die bisher ältesten bekannten Galaxien entdeckt. Eine im Mai neu installierte Kamera sendete Aufnahmen von mehreren tausend nie zuvor gesehenen Sternensystemen zur Erde. Wie mit der Auswertung beauftragte britische Wissenschaftler mitteilten, sind diese Galaxien etwa 13 Milliarden Lichtjahre entfernt. Sie entstanden vermutlich 600 Millionen Jahre nach dem Urknall. - Astronauten der US-Weltraumbehörde NASA hatten im Mai eine moderne Infrarot-Kamera am "Hubble"-Teleskop installiert.

DAS WETTER IN DEUTSCHLAND: Wolkig oder neblig-trüb, gebietsweise Regen. Tagestemperaturen vier bis zehn Grad Celsius.

Audio und Video zum Thema