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Nachrichten

Mittwoch, 9. April 2008

Trainieren Sie Ihr Hörverstehen mit authentischen Materialien. Nutzen Sie die Nachrichten der Deutschen Welle vom Mittwoch - als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.

PEKING: Der Präsident des Internationalen Olympischen Komitees, Jacques Rogge, hat ein vorzeitiges Ende des olympischen Fackellaufes ausgeschlossen. Anderslautende Berichte, wonach das IOC wegen der zum Teil gewalttätigen Proteste gegen die chinesische Tibet-Politik den Abbruch des Fackellaufes erwäge, beruhten auf einem Missverständnis, sagte Rogge. An diesem Mittwoch wird der Lauf in San Francisco im US-Bundesstaat Kalifornien fortgesetzt. Mehrere Menschenrechtsgruppen haben zu Demonstrationen aufgerufen. Die Polizei traf massive Sicherheitsvorkehrungen, um Ausschreitungen wie zuletzt in Paris zu verhindern.

LHASA: Tibetische Mönche haben erneut einen von der chinesischen Regierung organisierten Besuch einer Gruppe ausländischer Journalisten für eine Protestaktion genutzt. Am Kloster Labrang in der Provinz Gansu umringten bis zu 50 Mönche die ausländischen Journalisten und forderten die Einhaltung der Menschenrechte in Tibet. Die chinesischen Sicherheitskräfte hätten lediglich versucht, die Journalisten zum Weitergehen zu bewegen, berichteten Augenzeugen.

BAGDAD: Am fünften Jahrestag des US-Einmarsches in Bagdad herrscht in der irakischen Hauptstadt angespannte Ruhe. Die Militärbehörden haben ein Fahrverbot für alle Autos in Bagdad erlassen. Fußgänger dürfen sich allerdings auf den Straßen normal bewegen. Die irakische Regierung hatte diesen Mittwoch zum landesweiten Feiertag erklärt. Am 9. April 2003 waren US-Truppen in Bagdad einmarschiert und hatten den damaligen Machthaber Saddam Hussein gestürzt.

WASHINGTON: Entgegen der Empfehlung des US-Oberkommandierenden David Petraeus haben sich die demokratischen Präsidentschaftsanwärter Hillary Clinton und Barack Obama für einen Truppenrückzug aus dem Irak ausgesprochen. Es sei unverantwortlich an einer Politik festzuhalten, die nicht die versprochenen Ergebnisse gebracht habe, sagte Clinton bei der Anhörung des Generals vor dem US-Senat in Washington. Obama forderte mehr Druck auf die irakische Regierung. Dazu könne ein Abzugsplan beitragen. Petraeus hatte zuvor um mehr Zeit für den Abzug gebeten. Nach Abschluss des laufenden Teilabzugs von 30.000 Soldaten im Juli müsse eine Denkpause eingelegt werden. Der republikanische Präsidentschaftskandidat John McCain sprach sich hingegen für einen weiteren US-Einsatz im Irak aus. Der Erfolg sei in Reichweite, sagte McCain.

DÜSSELDORF: In der Affäre um die Ausbildung von Sicherheitskräften in Libyen hat ein deutscher Polizist gestanden, während seines Urlaubs entsprechende Schulungen in dem nordafrikanischen Land abgehalten zu haben. Das bestätigte der Düsseldorfer Oberstaatsanwalt Johannes Mocken. Nach seinen Angaben beteuerte der Polizist allerdings, bei den Schulungen nur öffentlich zugängliches Material verwendet und keine Dienstgeheimnisse verraten zu haben. An diesem Mittwoch befasst sich auch das Parlamentarische Kontrollgremium in Berlin mit der Affäre.

PARIS: Der Versuch der französischen Regierung ist vorerst gescheitert, die ehemalige kolumbianische Präsidentschaftskandidatin Ingrid Betancourt aus sechsjähriger Geiselhaft der Rebellengruppe FARC frei zu bekommen. Die linksgerichteten FARC kritisierten die Rettungsmission als Erpressung und Medienkampagne und lehnten einen Besuch französischer Ärzte bei Betancourt ab. Die 46-Jährige, die auch die französische Staatsbürgerschaft besitzt, soll lebensgefährlich erkrankt sein. - Das französische Präsidialamt in Paris betonte, die Bemühungen um die Freilassung Betancourts würden fortgesetzt. Außenminister Bernard Kouchner werde in Kürze nach Kolumbien reisen.

SEOUL: In Südkorea sind an diesem Mittwoch fast 38 Millionen Bürger aufgerufen, ein neues Parlament zu wählen. Nach jüngsten Umfragen ist zu erwarten, dass die konservative 'Große National-Partei' des seit Ende Februar amtierenden Präsidenten Lee Myung Bak die Liberalen als stärkste Kraft im Parlament ablösen wird. - Lee und seine Partei treten für eine härtere Haltung gegenüber dem kommunistischen Nordkorea ein, als die Liberalen, die die südkoreanische Politik in den vergangenen zehn Jahren dominiert hatten.

TOKIO: Das japanische Parlament hat Masaaki Shirakawa zum Notenbankchef gewählt und damit das wochenlange Gerangel um die Besetzung des Postens beendet. Sowohl das von der Opposition dominierte Oberhaus als auch das Unterhaus stimmten für Shirakawa. Er kann damit bereits am Freitag an der Tagung der G7-Finanzminister in Washington teilnehmen. Da die Opposition zuvor zwei Kandidaten abgelehnt hatte, war die zweitgrößte Volkswirtschaft der Welt erstmals seit 80 Jahren zeitweise ohne Notenbankchef gewesen.

BONN: Die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht hat die Bremerhavener 'Weserbank' wegen Überschuldung geschlossen. Zudem stellte die Bundesanstalt einen Antrag auf Eröffnung des Insolvenzverfahrens. Die 'Weserbank' sei nicht mehr in der Lage gewesen, dauerhaft Erträge zur Deckung ihrer operativen Kosten zu erwirtschaften, teilte die Behörde in Bonn mit.

WIESBADEN: Die Gefahr eines Streiks an den kommunalen Krankenhäusern in Deutschland ist gebannt. Die Ärztegewerkschaft 'Marburger Bund' und die Vereinigung der kommunalen Arbeitgeberverbände verständigten sich darauf, die Gehälter der 55.000 Ärzte an kommunalen Kliniken um insgesamt knapp acht Prozent bis 2009 zu erhöhen. Der 'Marburger Bund' konnte sich zudem mit seiner Forderung nach einer Anpassung der Medizinergehälter in Ostdeutschland an das West-Niveau durchsetzen.

ZUM SPORT: Die englischen Clubs Chelsea London und FC Liverpool stehen im Halbfinale der Fußball-Champions-League. - Chelsea besiegte Fenerbahce Istanbul im Viertelfinal-Rückspiel 2:0. Ein Tor erzielte der deutsche Nationalspieler Michael Ballack. - Liverpool gewann gegen Arsenal London mit 4:2.

DAS WETTER IN DEUTSCHLAND: Viele Wolken und zeitweise Regen, an der Nordsee und im Südosten Auflockerungen. Höchstwerte sechs bis 14 Grad, im Chiemgau bis 18 Grad.

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