1. Inhalt
  2. Navigation
  3. Weitere Inhalte
  4. Metanavigation
  5. Suche
  6. Choose from 30 Languages

Nachrichten

Mittwoch, 8. September 2010

Trainieren Sie Ihr Hörverstehen mit authentischen Materialien. Nutzen Sie die Nachrichten der Deutschen Welle von Mittwoch - als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.

LUXEMBURG: Der Europäische Gerichtshof hat das staatliche Monopol für Lotterien und Glücksspiele in Deutschland gekippt. Die Luxemburger Richter stellten fest, ein EU-Land dürfe zwar grundsätzlich die Niederlassungsfreiheit privater Firmen beschränken, wenn dadurch zum Beispiel die Spielsucht bekämpft werden solle. Der Staat unterlaufe diese Zielsetzung aber selbst, indem er etwa Werbung für Glücksspiele mache. Das Monopol ist daher nach Überzeugung des EuGH nicht gerechtfertigt und darf nicht weiter ausgeübt werden. Bislang dürfen hierzulande nur staatliche Anbieter Lotterien oder andere Glücksspiele wie Sportwetten veranstalten. Zahlreiche private Unternehmen hatten dagegen geklagt.

BERLIN: Die Bundesregierung will sich für mehr Lehrer mit Migrationshintergrund an deutschen Schulen stark machen. Eine entsprechende Empfehlung enthält laut einem Bericht der Zeitung "Die Welt" das geplante Integrationsprogramm der Regierung, das an diesem Mittwoch im Kabinett beschlossen werden soll. Darin heiße es, Lehrer mit ausländischen Wurzeln könnten dazu beitragen, Kindern aus Migrantenfamilien mehr Chancen zu eröffnen. Wie das Blatt weiter schreibt, wird in dem Bericht Bildung als Schlüssel zur Integration dargestellt. Gefordert werde außerdem, mit der Sprachförderung der Kinder früh zu beginnen. Außenminister Westerwelle kündigte an, die Bundesregierung wolle noch im Herbst zu einem weiteren Integrationsgipfel einladen.

MÜNCHEN: Die Arbeitnehmer in Deutschland gehen immer später in den Ruhestand. Nach einer Studie im Auftrag des Familienministeriums stieg das durchschnittliche Renteneintrittsalter zwischen 2002 und 2008 von 62 auf 63 Jahre, wie die "Süddeutsche Zeitung" berichtet. Der Anteil der Menschen, die nach ihrem 60. Geburtstag noch einer Arbeit nachgehen, erhöhte sich demnach auf 33 Prozent. Mit Blick auf die geplante Rente mit 67 müssen der Untersuchung zufolge aber noch mehr Beschäftigungsmöglichkeiten für ältere Menschen geschaffen werden.

BERLIN: Bundespräsident Wulff reist an diesem Mittwoch zu einem zweitägigen Staatsbesuch in die Schweiz. In Bern wird er von seiner Kollegin Leuthard empfangen. Deutschland ist wichtigster Handelspartner der Schweiz. Die traditionell sehr freundschaftlichen Beziehungen beider Länder waren in jüngster Zeit durch das Auftauchen von CDs mit Daten deutscher Steuerflüchtlinge bei Schweizer Banken getrübt worden.

WASHINGTON: Eine von fundamentalistischen Christen in den USA geplante Koran-Verbrennung hat international Besorgnis und Empörung ausgelöst. Das Vorhaben sei provokant, intolerant und spalte die Gesellschaft, erklärte das Außenministerium in Washington. Die Nato äußerte die Sorge, die für den Jahrestag der Terror-Anschläge vom 11. September geplante Aktion bringe die ausländischen Truppen in Afghanistan in zusätzliche Gefahr. Der Iran warnte vor einer, so wörtlich, "unkontrollierten" Reaktion der muslimischen Welt. Auch in der katholischen Kirche formiert sich Protest. Die Kampagne der anti-islamischen Glaubensgemeinschaft "Dove World Outreach Center" widerspreche dem gebotenen Respekt gegenüber anderen Religionen, heißt es in der Vatikan-Zeitung "L'Osservatore Romano".

WASHINGTON: Reisende mit dem Ziel USA müssen ab diesem Mittwoch eine neue Einreisegebühr in Höhe von 14 Dollar zahlen. Der Betrag wird für alle Europäer fällig, deren Länder am Programm für visafreies Reisen teilnehmen. Das trifft auch auf deutsche Staatsbürger zu. Die US-Regierung will mit dem Geld eine Werbekampagne für Touristen finanzieren. Die Europäische Union kritisiert die Gebühr und befürchtet negative Auswirkungen auf den transatlantischen Tourismus.

ZUM SPORT: Die deutsche Fußball-Nationalmannschaft hat den Traumstart in die EM-Qualifikation perfekt gemacht: Vier Tage nach dem 1:0 in Belgien feierte das DFB-Team am Dienstagabend in Köln einen 6:1-Sieg gegen Aserbaidschan. Deutschland geht damit als Tabellenführer der Gruppe A in das Spitzenspiel am 8. Oktober gegen die Türkei.

DAS WETTER IN DEUTSCHLAND: Besonders nordöstlich der Elbe und im Südosten Bayerns zeitweise heiter und weitgehend trocken, sonst mehr Wolken und örtlich schauerartiger Regen. Die Höchstwerte erreichen 15 bis 21 Grad.

Die Redaktion empfiehlt

Audio und Video zum Thema