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Nachrichten

Mittwoch, 8. März 2006

Hier finden Sie die 10-Uhr Nachrichten der Deutschen Welle von Mittwoch

NEW YORK: UN-Generalsekretär Kofi Annan will das Management der Vereinten Nationen reformieren und einzelne Bereiche der UN-Verwaltung auslagern. Die Hauptaufgabengebiete sollen nach dem Willen Annans in New York bleiben, weniger wichtige Verwaltungsbereiche jedoch ausgelagert werden. So könnten die Lohnbuchhaltung oder der Sprachendienst in einem Niedriglohnland angesiedelt werden, sagte Annan bei der Vorlage seines Berichtes in der UN-Vollversammlung. Allein die Auslagerung des Dokumentationsdienstes brächte Ersparnisse von umgerechnet 29,5 Millionen Euro. Beim UN-Gipfel im September letzten Jahres hatten die Mitgliedsstaaten Annan gebeten, die Verwaltung der UN zu reformieren und ihr Finanzgebahren transparenter zu machen.

DEN HAAG: In den Niederlanden hat der Erfolg der linken Opposition bei der Kommunalwahl die Mitte-Rechts-Koalition von Ministerpräsident Jan Peter Balkenende erschüttert. Der Fraktionschef der mitregierenden rechtsliberalen Partei VVD, Jozias van Aartsen, erklärte nach den Stimmenverlusten seinen Rücktritt. Klarer Sieger ist die sozialdemokratische Arbeitspartei. Sie konnte die Zahl ihrer Gemeinderatsmitglieder um rund 50 Prozent steigern. Die Parteien des linken Lagers wollen bei der Parlamentswahl im kommenden Jahr einen Machtwechsel herbeiführen.

BERLIN: Gut zwei Monate nach seinem Amtsantritt kommt Polens konservativer Präsident Lech Kaczynski an diesem Mittwoch zu seinem ersten offiziellen Besuch nach Deutschland. Bei seinem Treffen mit Bundeskanzlerin Angela Merkel dürfte es auch um die umstrittenen Pläne für ein Zentrum gegen Vertreibungen in Berlin gehen. Zudem hat Polen erhebliche Vorbehalte gegen das deutsch-russische Projekt einer Ostsee-Gaspipeline.

BERLIN: Die Oppositionsparteien haben sich bei ihrem ersten Treffen noch nicht auf den Auftrag des angestrebten Untersuchungsausschusses zu den BND-Aktivitäten im Irak geeinigt. Vertreter der FDP, Grünen und Linkspartei vereinbarten für diesen Mittwochabend ein weiteres Gespräch. Die Verhandlungen sollen im Laufe der Woche abgeschlossen werden, damit der Ausschuss noch im März vom Bundestag eingesetzt werden kann.

BERLIN: Verteidigungsminister Franz Josef Jung (CDU) will nach einem Bericht der "Neuen Osnabrücker Zeitung" langfristig 25.000 neue Stellen für Wehrpflichtige schaffen. Noch in diesem Jahr solle die Zahl der Rekruten von 31.000 auf 35.000 erhöht werden, sagte der CDU-Politiker dem Blatt. Derzeit leiste nur etwa jeder Zweite Wehr- oder Zivildienst. - Der Umfang der Streitkräfte dürfe aber nicht nach Kassenlage festgelegt werden, sondern müsse sich an den Erfordernissen der Sicherheit Deutschlands und der Wehrgerechtigkeit orientieren, sagte Jung.

BAGDAD: Bei einem Bombenanschlag auf einen Konvoi des irakischen Innenministeriums in Bagdad ist mindestens ein Mensch getötet worden. Der Minister Bajan Dschabor sei nicht in einem der Fahrzeuge gewesen, sagte ein Mitarbeiter der Behörde. In Bagdad ist zudem ein Kleinbus mit den Leichen von 18 ermordeten Menschen gefunden worden. Nach Angaben der Polizei wurden die Männer erwürgt oder erhängt. Der Hintergrund des Massenmords ist unklar. Bei einem Sprengstoffanschlag in der westirakischen Stadt Falludscha starben nach Polizeiangaben vier Zivilisten.

NEU DELHI: Nach der Anschlagsserie in der hinduistischen Pilgerstadt Benares haben indische Anti-Terror-Einheiten einen Verdächtigen erschossen. Bei dem Mann seien 2,5 Kilogramm Sprengstoff gefunden worden, teilte ein Polizeisprecher mit. Laut der Nachrichtenagentur PTI gehörte der Verdächtige vermutlich zu einer radikalen Islamistengruppe, die für die Unabhängigkeit der Region Kaschmir kämpft. Bei den drei Anschlägen am Dienstag starben mindestens 20 Menschen, 68 weitere wurden verletzt. Benares ist die heiligste Stätte des Hinduismus und zieht jährlich tausende Pilger sowie zahlreiche ausländische Touristen an.

WASHINGTON: In den USA bleibt das umstrittene Anti-Terror-Gesetz 'Patriot Act' in Kraft. Bei der Abstimmung im US-Repräsentantenhaus wurde die erforderliche Zwei-Drittel-Mehrheit knapp erreicht. In der vergangenen Woche hatte der US-Senat den Maßnahmen, die unter dem Eindruck der Anschläge vom 11. September 2001 erlassen worden waren, bereits zugestimmt. Die Entscheidung in Repräsentantenhaus und Kongress gilt als Erfolg für Präsident George W. Bush, der sich in den Monate langen Auseinandersetzungen massiv für eine Verlängerung des 'Patriot Act' eingesetzt hatte. Das Gesetz erlaubt auch heimliche Überwachungsmaßnahmen. Kritiker befürchten zu weitgehende Eingriffe in die bürgerlichen Freiheiten.

PARIS: Der europäische Luft- und Raumfahrtkonzern EADS hat vor allem dank des Tochterunternehmens Airbus erneut ein Rekordergebnis erwirtschaftet und die eigenen Prognosen noch übertroffen. Der Umsatz sei um acht Prozent auf rund 34 Milliarden Euro gestiegen, teilte der EADS-Vorstand in Paris mit. Unter dem Strich bleibe ein Gewinn von 1,7 Milliarden Euro, was einer Steigerung gegenüber dem Vorjahr von 39 Prozent entspreche.

ZUM FUßBALL: In einem Nachholspiel der Bundesliga trennten sich Kaiserslautern und Stuttgart 1:1 unentschieden. Im Achtelfinal-Rückspiel der Champions League verlor Werder Bremen bei Juventus Turin 1:2. Damit ist Bremen ausgeschieden. - Im Viertelfinale der Champions League steht neben Turin der FC Barcelona, der gegen Chelsea London 1:1 unentschieden spielte. Weiter kam auch der FC Villarreal, der sich ebenfalls 1:1 untentschieden von den Glasgow Rangers trennte.

DAS WETTER IN DEUTSCHLAND: Von Westen her auf breiter Front Regen. Nach Osten hin zunächst noch teils sonnig und trocken. Höchstwerte an der Ostsee um null Grad, am Rhein bis zu neun Grad.