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Nachrichten

Mittwoch, 8. August 2007

Trainieren Sie Ihr Hörverstehen mit authentischen Materialien. Hier finden Sie die 13-Uhr Nachrichten der Deutschen Welle vom Mittwoch - als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei!

Symbolbild Langsam gesprochene Nachrichten

Langsam gesprochene Nachrichten

BERLIN: Die Lokführer-Gewerkschaft GDL hat ihre für Donnerstag geplanten Streiks im Güterverkehr abgesagt. Nachdem das Arbeitsgericht Nürnberg den Ausstand per einstweiliger Verfügung verboten habe, sei die GDL rechtlich nicht mehr auf der sicheren Seite, erklärte Gewerkschaftschef Manfred Schell. Allerdings werde Berufung eingelegt. Die Richter hatten auf Antrag der Deutschen Bahn bundesweite Streiks im Personen- und Güterverkehr bis zum 30. September untersagt. Unterdessen stellte sich Umweltminister Sigmar Gabriel als erstes Mitglied der Bundesregierung hinter die Forderung der Lokführer nach 31 Prozent mehr Gehalt. Es sei nicht korrekt, wenn ein Lokführer, der viel Verantwortung trage, 1.500 Euro netto bekomme, sagte der SPD-Politiker dem Magazin "Stern". Zusätzlich zu der Gehaltserhöhung will die GDL auch einen eigenen Tarifvertrag für Lokführer, Zugbegleiter und Servicepersonal erkämpfen.

BERLIN: Das Bundeskabinett hat die umstrittene zentrale Erfassung aller Steuerdaten gebilligt. Der Aufbau einer zentralen Datenbank ist e i n Bestandteil bei der geplanten Einführung eines elektronischen Lohnsteuer-Verfahrens ab 2011. Damit soll die Papier-Lohnsteuerkarte abgeschafft werden. Vertreter des Finanzministeriums nannten die zentrale Erfassung datenschutzrechtlich unbedenklich und verwiesen auf erhebliche Vereinfachungen für Bürger wie Behörden. Der Bundesbeauftragte für den Datenschutz, Peter Schaar, warnte dagegen vor dem Aufbau einer - Zitat - "gigantischen Datensammlung", wo der Zugriff von Unberechtigten nicht ausgeschlossen werden könne. Schaar kritisierte zudem, dass die Daten nicht nur Finanzämtern, sondern auch Arbeitgebern zur Verfügung stehen sollen.

SEOUL: Sieben Jahre nach ihrem ersten Gipfeltreffen nehmen Nord- und Südkorea einen neuen Anlauf, den Friedensprozess auf der geteilten koreanischen Halbinsel voranzubringen. Nach offiziellen Angaben wird der südkoreanische Präsident Roh Moo Hyun Ende des Monats nach Pjöngjang reisen, um dort mit Nordkoreas Machthaber Kim Jong Il zusammenzukommen. Von dem Treffen erwarte man, dass die bilateralen Beziehungen auf ein neues Niveau gestellt würden, erklärte das Präsidialamt in Seoul. - Der Gipfel im Jahr 2000 zwischen Kim Jong Il und dem damaligen südkoreanischen Präsidenten Kim Dae Jung hatte zu einer deutlichen Entspannung geführt. - Offiziell befinden sich Nord- und Südkorea noch immer im Kriegszustand. Nach dem Koreakrieg 1953 war lediglich ein Waffenstillstand vereinbart worden.

DILI: Knapp sechs Wochen nach der Parlamentswahl in Osttimor ist der frühere Präsident Xanana Gusmao als neuer Regierungschef vereidigt worden. Er werde sich um Frieden und Einigkeit bemühen, erklärte Gusmao bei der Zeremonie in der Hauptstadt Dili. Seine Vereidigung fand unter scharfen Sicherheitsvorkehrungen statt, nachdem es am Vortag zu Krawallen von Oppositionsanhängern gekommen war. Die ehemalige Regierungspartei Fretilin betrachtet die Berufung Gusmaos zum Ministerpräsidenten als illegal, weil dessen Partei bei der Parlamentswahl Ende Juni nicht stärkste Kraft geworden war.

MOSKAU: Russland und Weißrussland haben ihren Streit um ausstehende Zahlungen für Gaslieferungen endgültig beigelegt. Der russische Staatsmonopolist Gazprom teilte mit, alle Schulden seien beglichen und die angedrohte Drosselung der Gaslieferungen vom Tisch. Die Drohung der Russen hatte auch in Westeuropa wieder Ängste vor Lieferengpässen geschürt. - Gazprom hatte Anfang des Jahres den Gaspreis für Weißrussland mehr als verdoppelt. Dadurch war die ehemalige Sowjetrepublik in erheblichen Zahlungsrückstand geraten.

MADRID: Die Organisation für Sicherheit und Zusammenarbeit in Europa hat sich besorgt über die jüngsten Spannungen zwischen Russland und Georgien gezeigt. Er werde einen ausführlichen Bericht über den ungeklärten militärischen Zwischenfall im Kaukasus anfordern, sagte der spanische Außenminister Miguel Angel Moratinos als amtierender OSZE-Vorsitzender. Die Regierung in Tiflis beschuldigt die russische Luftwaffe, eine Rakete auf georgisches Territorium abgefeuert zu haben. Russland bestreitet dies. Der Vorwurf sei eine weitere Provokation, hieß es aus dem Kreml.

PARIS: Die französische Polizei hat drei Ende Februar gestohlene Bilder von Pablo Picasso sichergestellt. Drei Tatverdächtige wurden in Paris festgenommen. Die zwei Gemälde und eine Zeichnung im Gesamtwert von mehr als 50 Millionen Euro waren aus der Wohnung einer Enkelin Picassos entwendet worden. Laut Polizei brachte der Hinweis eines Kunsthändlers die Ermittler auf die Spur der mutmaßlichen Diebe.

DAS WETTER IN DEUTSCHLAND: Viele Wolken mit Schauern und Gewittern, teils kräftiger Regen. An der Ostsee Auflockerungen. Höchstwerte 17 bis 28 Grad.

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