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Nachrichten

Mittwoch, 7. Juli 2010

Trainieren Sie Ihr Hörverstehen mit authentischen Materialien. Nutzen Sie die Nachrichten der Deutschen Welle von Mittwoch - als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.

BERLIN: Das Kabinett hat den Haushaltsentwurf für das kommende Jahr verabschiedet. Er sieht vor, dass die Neuverschuldung des Bundes auf 57,5 Milliarden Euro sinkt. Im laufenden Jahr muss Finanzminister Schäuble noch rund 65 Milliarden Euro an neuen Krediten aufnehmen, deutlich weniger als ursprünglich befürchtet. Die Gesamtausgaben des Bundes für 2011 werden in dem Entwurf mit 307 Milliarden Euro veranschlagt - das ist ein Minus von knapp vier Prozent gegenüber 2010. Gespart werden soll nach den Beschlüssen der Koalition unter anderem bei arbeitsmarktpolitischen Leistungen. Auch in den kommenden Jahren will Minister Schäuble einen strikten Sparkurs verfolgen. Hintergrund ist die neue Schuldenbremse im Grundgesetz. Danach dürfen von 2016 an nur noch 0,35 Prozent des Bruttoinlandsprodukts für neue Kredite aufgewendet werden. Das sind weniger als zehn Milliarden Euro pro Jahr.

BERLIN: Bundesgesundheitsminister Rösler sieht den Kompromiss der schwarz-gelben Koalition zur Finanzierung der gesetzlichen Krankenversicherung als Einstieg in eine langfristige Reform. Der künftig von den Mitgliedern zu leistende Zusatzbeitrag werde so ausgebaut, dass er der Einstieg in ein neues System sei, sagte der FDP-Politiker im Deutschlandfunk. Dadurch entstehe mehr Wettbewerb unter den Krankenkassen, der auch den Patienten zugute komme, betonte Rösler. Die Gewerkschaft Verdi kritisierte die Pläne dagegen als unsolidarisch. Nach den Plänen der Regierung sollen die Beiträge zur gesetzlichen Krankenversicherung 2011 von derzeit 14,9 Prozent auf 15,5 Prozent des Bruttolohns steigen. Der Arbeitgeberanteil soll bei 7,3 Prozent eingefroren werden, sodass künftige Beitragserhöhungen allein von den Arbeitnehmern zu tragen wären. Darüber hinaus dürfen die Kassen von ihren Mitgliedern Zusatzbeiträge in unbegrenzter Höhe verlangen.

BERLIN: Experten des Bundesverteidigungsministeriums haben laut einem Pressebericht eine Liste erarbeitet, aus der hervorgeht, wie die Bundeswehr bei Waffen und Gerät langfristig mehr als neun Milliarden Euro einsparen kann. Den Empfehlungen zufolge sollten unter anderem 15 Transall-Flugzeuge sofort stillgelegt und die Zahl der neuen Militär-Maschinen vom Typ A 400 M reduziert werden, schreibt die "Bild"-Zeitung. Zudem würden Einschnitte bei der Marine vorgeschlagen. - Verteidigungsminister zu Guttenberg hatte vor einigen Wochen angekündigt, bei der Bundeswehr jährlich mehr als eine Milliarde Euro einsparen zu wollen. Dabei sollte es zunächst Kürzungen beim Personal geben.

ROM: Papst Benedikt XVI. will nach Angaben des Vatikan in Kürze einen Erlass zum Umgang mit Missbrauchsfällen in der katholischen Kirche veröffentlichen. Darin sollen vor allem bisherige Normen zusammengefasst werden. Nach Medienberichten wird zudem eine Verschärfung der kirchenrechtlichen Verhaltensregeln erwartet. So sollen Bischöfe verpflichtet werden, verdächtige Geistliche den Behörden zu melden. Außerdem sollen pädophile Priester leichter in den Laienstand zurückversetzt werden können.

NEW YORK: Die britische Königin Elizabeth II. hat erstmals seit mehr als 50 Jahren die Vereinten Nationen besucht. In einer Rede vor der Vollversammlung in New York rief sie die UN auf, sich im Kampf gegen globale Gefahren, für Wohlstand und Menschenwürde an die Spitze zu stellen. Sie biete dazu die Hilfe des Commonwealth an. Als dringendste Probleme nannte Elizabeth II. den Terrorismus und den Klimawandel.

KABUL: Großbritannien will seine Truppen aus einem der umkämpften Bezirke im Süden Afghanistans zurückziehen. Wie aus dem Verteidigungsministerium in London verlautete, ist geplant, dass etwa von November an US-Truppen die britischen Soldaten im Sangin-Tal ablösen. Die Region liegt in der Provinz Helmand. Dort sind bisher etwa 1000 der insgesamt 10.000 britischen Soldaten in Afghanistan stationiert. Seit 2001 wurden mehr als 300 Briten bei ihrem Einsatz am Hindukusch getötet.

ZUM FUSSBALL: Bei der FIFA-Weltmeisterschaft in Südafrika haben die Niederlande als erstes Team das Endspiel erreicht. Das Oranje-Team bezwang im Halbfinale nach einem harten Kampf die Außenseiter aus Uruguay mit 3:2.

DAS WETTER IN DEUTSCHLAND: Die Höchstwerte erreichen 22 bis 29 Grad.

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