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Nachrichten

Mittwoch, 7. April 2010

Trainieren Sie Ihr Hörverstehen mit authentischen Materialien. Nutzen Sie die Nachrichten der Deutschen Welle von Mittwoch - als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.

BERLIN: Die Bundesärztekammer hat die Pläne von Bundesgesundheitsminister Rösler zur Bekämpfung des Ärztemangels in ländlichen Gebieten kritisiert. Eine Aufstockung der Medizin-Studienplätze sei der falsche Weg, sagte der Vizepräsident der Kammer, Montgomery, im Deutschlandfunk. Vielmehr müssten die Arbeitsbedingungen für Absolventen verbessert werden. Bislang würden sich 40 Prozent aller Studienanfänger im Laufe ihrer Ausbildung entscheiden, in einem anderen als dem Arzt-Beruf zu arbeiten. Zudem stelle sich die Frage, wer die von Rösler geforderten zusätzlichen Studienplätze bezahlen solle. Rösler hatte bei der Vorstellung seiner Pläne vor einer Verschärfung des Ärztemangels auf dem Land gewarnt. Der FDP-Politiker betonte, jeder zweite der 150.000 niedergelassenen Ärzte sei über 55 Jahre alt und werde bald in den Ruhestand gehen.

BERLIN: In der Diskussion über Mängel bei der Vorbereitung des Bundeswehr-Einsatzes in Afghanistan hat der Wehrbeauftragte Robbe der militärischen Führung Unkenntnis vorgeworfen. Er habe den Eindruck, dass die Realitäten in der Region um Kundus zu wenig wahrgenommen würden, sagte Robbe der "Saarbrücker Zeitung". Der SPD-Politiker bekräftigte seine bereits zuvor geäußerte Kritik, die Bundeswehr bilde ihre Soldaten erst in Afghanistan für den Einsatz aus. Auch Robbes designierter Nachfolger Königstein bezeichnete das Training der Soldaten in einem Zeitungsinterview als unzureichend. Die Truppe sei auf die neue Qualität der Angriffe durch eine große Zahl von Taliban nicht vorbereitet. Außenminister Westerwelle schloss Nachbesserungen bei der Ausrüstung der Bundeswehr nicht aus.

WASHINGTON: US-Präsident Obama hat die Regeln für den Einsatz von Atomwaffen verschärft. In der neuen Atomstrategie verzichten die USA erstmals ausdrücklich auf den Einsatz von Atomwaffen gegen Länder, die selbst nicht atomar bewaffnet sind und sich an internationale Atomvereinbarungen halten. Die neuen Leitlinien verbieten der US-Armee den Einsatz von Atomwaffen selbst dann, wenn die USA mit biologischen oder chemischen Waffen angegriffen würden. Gegner, die solche Waffen gegen die USA einsetzten, müssten allerdings mit einer "vernichtenden konventionellen" Erwiderung des US-Militärs rechnen, sagte Verteidigungsminister Gates.

BISCHKEK: In der autoritär regierten ehemaligen Sowjetrepublik Kirgistan haben sich oppositionelle Demonstranten und die Polizei erneut Straßenschlachten geliefert. Nach der Festnahme zahlreicher Oppositionspolitiker verfolgten mehrere hundert junge Männer eine Gruppe von Polizisten, die schließlich in einem Gebäude Zuflucht suchte. Am Dienstag hatten Sicherheitskräfte unter anderen Oppositionsführer Atambajew festgesetzt.

BANGKOK: In der thailändischen Hauptstadt sind Oppositionelle vorübergehend auf das Parlamentsgelände vorgedrungen. Die sogenannten Rothemden wollten damit ihren Druck auf die Regierung erhöhen, Neuwahlen auszuschreiben. Hunderte Demonstranten durchbrachen die Linien der Polizei und drangen für etwa 20 Minuten in den Bereich des Parlamentsgebäudes vor.

SEOUL: Ein US-Bürger ist wegen angeblichen illegalen Grenzübertritts nach Nordkorea von einem Gericht in dem kommunistischen Staat zu acht Jahren Zwangsarbeit verurteilt worden. Dies meldet die südkoreanische Nachrichtenagentur Yonhap. Der Amerikaner, dessen Name mit Aijalon Mahili Gomes angegeben wurde, habe die Grenze zu Nordkorea von China aus am 25. Januar überschritten. Der tiefreligiöse frühere Englischlehrer soll sich in allen Anklagepunkten schuldig bekannt haben.

CAPE CANAVERAL: Zwei Tage nach ihrem Start hat die US-Raumfähre "Discovery" an der Internationalen Raumstation ISS angedockt. Wie die US-Weltraumbehörde NASA mitteilte, fand das Manöver unter erschwerten Bedingungen statt. Kurz nach dem Start war eine wichtige Antenne des Shuttles ausgefallen, die normalerweise beim Andocken benötigt wird. Die "Discovery" brachte sieben Astronauten und wichtige Versorgungsgüter zur ISS, deren Besatzung sich damit vorübergehend auf 13 Personen erhöht.

DAS WETTER IN DEUTSCHLAND: Fast überall viel Sonnenschein. In der Westhälfte später einige Quellwolken. Höchstwerte zwischen 13 Grad am Oderhaff und 21 Grad im Ruhrgebiet und im Breisgau.

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