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Nachrichten

Mittwoch, 6. September 2006

Hier finden Sie die 10-Uhr Nachrichten der Deutschen Welle vom Mittwoch.

BERLIN: Bundeskanzlerin Angela Merkel hat im Atomstreit mit dem Iran die internationale Staatengemeinschaft zu Entschlossenheit und Geschlossenheit aufgefordert. In der Haushaltsdebatte des Bundestages erklärte Merkel, der Iran verstoße mit seinem Atomprogramm gegen die Regeln der Internationalen Atomenergiebehörde. Darauf mit Geschlossenheit zu reagieren, sei die wichtigste Grundlage für eine diplomatische Lösung. Eine militärische Option gebe es nicht, betonte die Kanzlerin. - Der Iran hat ein Ultimatum des UN-Sicherheitsrates, die Anreicherung von Uran einzustellen, nicht befolgt.

BERLIN/BEIRUT: Der geplante Libanon-Einsatz der deutschen Marine verzögert sich weiter. Die Regierung in Beirut hat eine förmliche Anfrage an die UN nach einem deutschen Einsatz vor der libanesischen Küste zwar formuliert, aber noch nicht nach New York und Berlin weitergeleitet. Vorher müsse Israel seine See- und Luftblockade gegen den Libanon aufheben, hieß es zur Begründung. Ein israelischer Regierungssprecher erklärte, die Blockade werde erst dann beendet, wenn die libanesischen Streitkräfte gemeinsam mit den UN Waffenschmuggel für die Hisbollah verhindern könnten. Die Absicherung der libanesischen Küste wird nun zunächst Frankreich übernehmen.

BERLIN: Bundesverbraucherminister Horst Seehofer hat seine Forderung nach bundesweit einheitlichen Standards bei der Fleischkontrolle verteidigt und die Justizbehörden aufgefordert, Verstöße härter zu ahnden. Mit Blick auf den jüngsten Fleischskandal sagte der CSU-Politiker dem 'Münchner Merkur', der Gastwirt, vor dessen Küche ein Fliegengitter fehle, dürfe nicht härter belangt werden, als kriminelle Geschäftemacher, die die Gesundheit der Menschen aufs Spiel setzten. Zugleich bekräftigte Seehofer seine Forderung nach einer koordinierenden Rolle des Bundes bei der Lebensmittelkontrolle.

BAGDAD: Im Norden der irakischen Hauptstadt sind innerhalb weniger Minuten wieder Bombenanschläge verübt worden. Dabei wurden bis zu neun Menschen getötet und fast 40 verletzt. Die Anschläge galten Armeepatrouillen. Die Autobombe und der am Straßenrand versteckte Sprengsatz explodierten an einer belebten Kreuzung im Norden Bagdads.

GAZA-STADT: Die israelische Luftwaffe hat im Gazastreifen an der Grenze zu Ägypten wieder Angriffe auf mutmaßliche palästinensische Extremisten geflogen. Dabei wurden mindestens fünf Extremisten getötet. Nach Augenzeugenberichten wurden bei einem der Angriffe auf ein Fahrzeug im Flüchtlingslager Rafah auch etwa 20 Passanten verletzt. Seit der Entführung eines israelischen Soldaten Ende Juni haben die israelischen Streitkräfte ihre Angriffe auf militante Palästinenser verstärkt.

KOPENHAGEN: Nach der Zerschlagung einer mutmaßlichen Terrorgruppe in Dänemark sind zwei der sieben Verdächtigen in Untersuchungshaft genommen worden. Die Beweise gegen fünf der Festgenommenen seien für Haftbefehle zu schwach, entschied eine Richterin in der Stadt Odense. Zwei der insgesamt neun Festgenommenen waren schon vorher wieder freigelassen worden. Nach Angaben aus Ermittlungskeisen soll die Gruppe Bombenanschläge vorbereitet haben.

LONDON: Der in seiner Labour-Partei unter immer stärkeren Druck stehende britische Premierminister Tony Blair will nach Zeitungsberichten im Juli 2007 zurücktreten. Diesen Termin nannten die Blätter 'The Sun' und 'The Times'. Andere Zeitungen berichteten, zahlreiche Labour-Abgeordnete verlangten von Blair, einen Termin für seinen Rückzug zu nennen. Blair hatte nach seiner Wiederwahl 2005 erklärt, er wolle nicht die gesamte Legislaturperiode amtieren.

MEXIKO-STADT: Mexikos künftiger Präsident Felipe Caldéron hat nach der höchstrichterlichen Bestätigung seines Wahlsieges die Nation zur Einheit aufgerufen. Nicht die politischen Gegner seien die Feinde, sondern Armut, Ungerechtigkeit und Unsicherheit, sagte er vor hunderten Anhängern seiner Partei. Zuvor hatte das Oberste Wahlgericht den Betrugs-Einspruch des unterlegenen Kandidaten Andrés Manuel López Obrador gegen das Ergebnis der Wahl vom 2. Juli zurückgewiesen. Dieser kündigte an, Caldérons Amtseinführung am 1. Dezember verhindern zu wollen.

PEKING: China hat vor dem Europa-Besuch von Regierungschef Wen Jiabao erneut dazu aufgerufen, das seit 1989 bestehende EU-Waffenembargo gegen das Land aufzuheben. Eine Sprecherin des Außenministeriums sagte, eine Aufhebung sei förderlich für die Beziehungen Chinas zur Europäischen Union. Wen wird am Samstag zu einem Besuch nach Finnland, Großbritannien, Deutschland und Tadschikistan aufbrechen. In einem Interview mit der britischen Zeitung 'The Times' bekräftigte er sein Vertrauen in ein weiteres Wachstum der chinesischen Wirtschaft. Eine Aufwertung der Landeswährung Renminbi lehnte er ab.

TOKIO: In Japan ist nach 40 Jahren wieder ein männlicher Thronfolger geboren worden. Prinzessin Kiko, die Frau des jüngeren Sohnes des Kaiserpaares Akihito und Michiko, brachte per Kaiserschnitt einen Jungen zur Welt. Er steht jetzt an dritter Stelle der Thronfolge. Damit dürfte die Diskussion zunächst beendet sein, ob das seit 1947 bestehende Gesetz, das die weibliche Thronfolge verbietet, geändert wird. Eine entsprechende Reform war von der Regierung nach Bekanntwerden der Schwangerschaft von Prinzessin Kiko zunächst auf Eis gelegt worden.

GÜTERSLOH: Europas größter Medienkonzern Bertelsmann verkauft seinen Musikverlag BMG Music Publishing an das französische Unternehmen Vivendi. Der Kaufpreis betrage 1,63 Milliarden Euro, teilte Bertelsmann in Gütersloh mit. Der Erlös werde zum Abbau von Schulden eingesetzt.

DAS WETTER IN DEUTSCHLAND - Die Vorhersage für Mittwoch:

Nur an der Ostsee wolkenreich und etwas Regen. Sonst überwiegend sonnig. Höchstwerte zwischen 21 Grad an der Ostsee und bis zu 30 Grad im Süden.

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