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Nachrichten

Mittwoch, 6. Oktober 2010

Trainieren Sie Ihr Hörverstehen mit authentischen Materialien. Nutzen Sie die Nachrichten der Deutschen Welle von Mittwoch - als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.

BERLIN: Die deutsche Wirtschaft hat Bundeskanzlerin Merkel aufgefordert, den Besuch des chinesischen Ministerpräsidenten Wen zu nutzen, um gegen Handelshemmnisse in China Stellung zu beziehen. Benachteiligungen ausländischer Unternehmen müssten beendet werden, verlangte der Chef des Deutschen Industrie- und Handelskammertages, Driftmann im "Tagesspiegel". Bundeswirtschaftsminister Brüderle forderte China auf, Wirtschaftsspionage gegen Deutschland zu unterlassen. Angriffe auf die Computersysteme deutscher Unternehmen müssten unterbleiben, sagte der Minister dem "Hamburger Abendblatt". Am Dienstag hatte Merkel nach einem Treffen mit Wen nahe Berlin erklärt, Deutschland wolle China bei dem Versuch unterstützen, noch vor 2016 den Status als Marktwirtschaft von der EU zu erhalten. Allerdings solle China im Gegenzug bestimmte Bedingungen erfüllen. In Brüssel findet an diesem Mittwoch ein EU-China-Gipfel statt.

NEW YORK: Der Globale Fonds zur Bekämpfung von Aids, Tuberkulose und Malaria muss in den nächsten drei Jahren mit weniger Geld als erhofft auskommen. Am Ende der zweitägigen Geberkonferenz in New York gab es Zusagen in Höhe von 11,7 Milliarden Dollar. Der angemeldete Finanzbedarf liegt bei 13 Milliarden Dollar. Die zugesagte Summe genüge aber, um Millionen Menschen die Chance auf Leben zu geben, sagte UN-Generalsekretär Ban. Der Fonds habe seit 2002 mehr als 5,7 Millionen Menschen vor dem Tode bewahrt.

SANAA: Im Jemen ist ein Anschlag auf einen Konvoi der britischen Botschaft verübt worden. Drei Passanten und ein Mitarbeiter der Botschaft in Sanaa wurden verletzt, teilte ein jemenitischer Sicherheitsbeamter mit. Die Sicherheitsvorkehrungen in der Umgebung der Auslandsvertretungen waren in den vergangenen Tagen verstärkt worden, nachdem Informationen über einen geplanten Anschlag des Terrornetzwerks El-Kaida eingegangen waren. Auf den britischen Botschafter im Jemen war bereits im April ein Attentatsversuch verübt worden.

STUTTGART: Der baden-württembergische Ministerpräsident Mappus möchte den erbitterten Streit um den milliardenschweren Umbau des Stuttgarter Hauptbahnhofs entschärfen. In einer Regierungserklärung will der CDU-Politiker ein Paket von Maßnahmen vorstellen, um mit den Gegnern ins Gespräch zu kommen. Schon am Dienstag hatte der Ministerpräsident einen Stopp der Abrissarbeiten angekündigt. Bundesverkehrsminister Ramsauer erklärte in einem Zeitungsinterview, es seien schwere Kommunikationsfehler gemacht worden. Der "Riesengewinn" für die Stadt Stuttgart sei zu wenig dargestellt worden. Die Bahn will den Kopfbahnhof der Landeshauptstadt in einen unterirdischen Durchgangsbahnhof umbauen. Die Gegner warnen vor hohen Kosten, negativen ökologischen Folgen und Sicherheitsgefahren durch das Milliardenprojekt.

BERLIN: EU-Kommissar Oettinger sieht gute Chancen für eine Verlängerung der Steinkohlesubventionen in Deutschland bis 2018. Allerdings müssten die Bundesregierung und die Bundesländer mit Kohlevorkommen glaubwürdig erklären, dass sie danach definitiv auf Beihilfen verzichten, sagte Oettinger der "Bild"-Zeitung. Anschließend könnten nur noch soziale oder technische Hilfen wie Umschulung oder Rückbaumaßnahmen staatlich subventioniert werden. Die bisherigen Pläne der EU-Kommission gehen davon aus, dass die letzten deutschen Steinkohlezechen schon im Jahr 2014 geschlossen werden.

FRANKFURT AM MAIN: Die 62. Frankfurter Buchmesse hat die Tore für die Fachbesucher geöffnet. Auf der weltweit größten Veranstaltung ihrer Art stellen rund 7500 Aussteller aus 111 Ländern ihr Angebot vor - gut 200 Anbieter mehr als im vergangenen Jahr. Am kommenden Wochenende hat auch das breite Publikum Zutritt. Ein Schwerpunkt der Messe ist die technische Entwicklung von E-Books. Bei der offiziellen Eröffnung am Dienstag hatte Außenminister Westerwelle erklärt, er sei überzeugt, dass elektronische Bücher gedruckte Werke nicht ersetzen könnten, sondern ergänzten. Gastland ist in diesem Jahr Argentinien.

DAS WETTER IN DEUTSCHLAND: Trotz einiger Wolken überwiegend freundlich und herbstlich mild. Nur an der Nordsee vereinzelt Regen. Höchsttemperaturen zwischen 15 und 23 Grad Celsius.

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