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Nachrichten

Mittwoch, 6. Mai 2009

Trainieren Sie Ihr Hörverstehen mit authentischen Materialien. Nutzen Sie die Nachrichten der Deutschen Welle vom Mittwoch- als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.

BERLIN: Somalische Piraten haben im Golf von Aden erneut ein deutsches Schiff gekapert. Das Frachtschiff mit elf Mann Besatzung an Bord sei am Dienstag 120 Seemeilen nördlich der somalischen Stadt Boosaaso angegriffen worden, teilte ein Sprecher der NATO-Mission "Atalanta" mit. Deutsche Seeleute waren den Angaben zufolge nicht an Bord. Das Schiff sei im Auftrag einer deutschen Reederei unterwegs, hieß es.

BERLIN: Das Bundeskabinett hat eine Garantieregelung für die Renten auf den Weg gebracht, um diese von der Entwicklung der Bruttolöhne abzukoppeln. Die Klausel soll sicherstellen, dass die Renten für die rund 20 Millionen Ruheständler in Deutschland auch bei rückläufigen Löhnen nicht sinken. Das Vorhaben geht auf eine Vereinbarung von Bundesarbeitsminister Olaf Scholz und Bundeskanzlerin Angela Merkel zurück und ist nach Einschätzung von Experten der im Herbst bevorstehenden Bundestagswahl geschuldet. Um die entstehenden Mehrausgaben zu kompensieren sieht der Entwurf vor, die Rentenerhöhungen von 2011 an zu halbieren. - Die Koalitionsfraktionen wollen einen entsprechenden Gesetzentwurf in den Bundestag einbringen.

PRAG: Gut zweieinhalb Monate nach der Zustimmung des tschechischen Unterhauses ist der Senat zu einer Debatte über den EU-Reformvertrag zusammengekommen. Obwohl einige Senatoren der regierenden Konservativen Widerstand angekündigt haben, wird mit einer Ratifizierung gerechnet. Das Abgeordnetenhaus hatte Mitte Februar den Reformvertrag von Lissabon mit knapper Mehrheit gebilligt. Mit ihm will die erweiterte Europäische Union, zu der nunmehr 27 Länder gehören, handlungsfähiger werden. Ob dies so kommt, ist fraglich. Denn der Vertrag kann nur in Kraft treten, wenn alle EU-Mitglieder ihn ratifizieren. Neben Deutschland, Polen und Irland gehört Tschechien zu den Ländern, in denen das noch nicht geschehen ist.

KABUL: Bei US-geführten Luftangriffen gegen radikal-islamische Taliban sind im Westen von Afghanistan zahlreiche Zivilisten getötet worden. Örtliche Behörden sprechen bislang von 30 Toten. In anderen, unbestätigten Berichten ist von mehr als 100 Getöteten die Rede, darunter viele Frauen und Kinder. Nach Angaben des örtlichen Polizeichefs, Abdul Ghafar Watandar, wurden sie von den Taliban in ihren Häusern festgehalten und als Schutzschilde missbraucht. Das US-Militär und die Regierung in Kabul erklärten, der Vorfall in der Region Farah werde untersucht.

ISLAMABAD: Im Nordwesten Pakistans haben sich die Kämpfe zwischen Regierungssoldaten und den radikal-islamischen Taliban nach Armeeangaben verschärft. Ein Sprecher teilte mit, das Militär beschieße Stellungen der Aufständischen mit Artillerie. In der umkämpften Stadt Mingora sind nach Angaben örtlicher Behörden 40.000 Menschen auf der Flucht. Auf Druck der USA hatte die Armee vor mehr als einer Woche eine Offensive gegen die Taliban im Grenzgebiet zu Afghanistan gestartet. Der pakistanische Präsident Asif Ali Zardari und sein afghanischer Kollege Hamid Karsai kommen an diesem Mittwoch in Washington mit US-Präsident Barack Obama zu einem Dreier-Gipfel zusammen.

BAGDAD: Bei einem Bombenanschlag auf einem Markt in Bagdad sind mindestens zehn Menschen getötet und 35 verletzt worden. Nach Behördenangaben detonierte die Bombe in dem von Sunniten und Schiiten bewohnten Stadtteil Dora. Nach einer längeren Ruhephase war es in den vergangenen Wochen wiederholt zu Anschlägen in der irakischen Hauptstadt gekommen. In Kürze steht der Rückzug der US-Truppen aus allen irakischen Städten an. Trotz der neuerlichen Gewalt will die Regierung an dem Zeitplan festhalten.

TIFLIS: Ein mehrtägiges Nato-Manöver in Georgien belastet die ohnehin angespannten Beziehungen zwischen dem Militärbündnis und Russland. Die Regierung in Moskau kritisierte das an diesem Mittwoch beginnende Manöver als "offene Provokation" und warnte vor einer Destabilisierung der Kaukasus-Republik. Aus Protest gegen die Militärübungen im Nachbarland sagte der russische Außenminister Sergej Lawrow seine Teilnahme an einer für Mitte Mai in Brüssel geplanten Sitzung des Nato-Russland-Rates ab. Das Manöver mit mehr als 1.000 Soldaten findet im Zuge der sogenannten "Nato-Partnerschaft für den Frieden" statt, der Georgien angehört.

TURIN: Der italienische Automobilbauer Fiat hat einen Bericht der "Frankfurter Allgemeinen Zeitung" dementiert, wonach das Unternehmen nach der Übernahme von Opel zehn Fabriken in Europa schließen wolle. Es handele sich dabei weder um Informationen aus dem Haus Fiat noch sei das Bestandteil der Zukunftsplanungen, heißt es in einer Stellungnahme aus Turin. Die FAZ hatte berichtet, die von Fiat geplanten Einsparmaßnahmen würden 18.000 Beschäftigte in Europa treffen, vor allem bei der englischen Opel-Schwestergesellschaft Vauxhall und an den italienischen Standorten Pomigliano und Termini Imerese. Deutschland wäre in der Endmontage nicht von Schließungsplänen betroffen.

MÜNCHEN: Nach dem Siemens-Bestechungsskandal kommt die deutsche Wirtschaft durch einen neuen Korruptionsverdacht beim Maschinen- und Nutzfahrzeughersteller MAN in Verruf. Der Münchner Konzern steht unter Verdacht, den Verkauf von Lastwagen und Bussen über Jahre hinweg mit Schmiergeld angekurbelt zu haben. Die Staatsanwaltschaft durchsuchte deshalb Büros und 39 Niederlassungen von MAN sowie die Privatwohnungen von drei Beschuldigten. Der Konzern kündigte an, er wolle mit den Behörden kooperieren. Auch die internen Firmen-Regeln erlaubten solche Mittel zur Auftragsgewinnung nicht.

DAS WETTER IN DEUTSCHLAND: Stark bewölkt und zeitweise Regen. Im Südwesten sowie an den Küsten lockert es zunehmend auf. Höchstwerte zwischen zwölf Grad auf Rügen und 22 Grad im Breisgau.

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