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Nachrichten

Mittwoch, 6. Juni 2007

Hier finden Sie die 13-Uhr Nachrichten der Deutschen Welle vom Mittwoch

HEILIGENDAMM: Unter schärfsten Sicherheitsvorkehrungen beginnt am Abend im Ostseebad Heiligendamm das Gipfeltreffen der G8-Staaten. Als amtierende Vorsitzende der Staatengruppe wird Bundeskanzlerin Angela Merkel die Staats- und Regierungschefs der führenden Industrienationen und Russlands empfangen. Beim Klimaschutz, dem zentralen Thema des Gipfels, scheint eine Einigung in weiter Ferne. Das Abschlussdokument werde keine gemeinsamen Zielwerte zum Ausstoß von Treibhausgasen enthalten, hieß es aus der Delegation von US-Präsident George W. Bush.

HEILIGENDAMM: Bis zu 10.000 Gegner des G8-Gipfels haben sich an weiteren Blockadeaktionen beteiligt. Mehreren hundert gelang es unter Umgehung der Polizeisperren, bis an den Sicherheitszaun um Heiligendamm vorzudringen. Die Polizei setzte Wasserwerfer und Tränengas gegen steinewerfende Demonstranten ein. Tausende Menschen blockieren eine Hauptzufahrtsstraße, tausende weitere sind auf den Zufahrtsstraßen um Heiligendamm unterwegs zu Straßenblockaden. Demonstranten unterbrachen außerdem die Trasse des Dampfzugs 'Molli', der Journalisten vom Pressezentrum in Kühlungsborn nach Heiligendamm bringen sollte.

ROSTOCK: Globalisierungskritiker haben in Rostock ihren so genannten Alternativgipfel fortgesetzt. Sie wollen die Politik der G8-Staaten kritisch hinterfragen, vor allem zu den Themen Klimaschutz, Bildung und Migration, sowie Krieg und Militarisierung. Zu den Veranstaltern zählen unter anderen das Netzwerk Attac, der Bund für Umwelt und Naturschutz sowie die Gewerkschaften IG Metall und Verdi.

MOSKAU: Russland will nach den Worten seines Außenministers Sergej Lawrow nicht aus dem Abrüstungsvertrag mit dem Westen aussteigen. Drei russische Nachrichtenagenturen zitieren den Minister mit der Aussage, das Thema stehe bei der Sitzung der Unterzeichnerstaaten des Vertrags über die Konventionellen Streitkräfte in Europa (KSE) nicht zur Diskussion. Diese findet kommende Woche in Wien statt. Präsident Wladimir Putin hatte damit gedroht aus dem Vertrag auszusteigen, wenn der US-Raketenabwehrschild wie geplant in Polen und Tschechien stationiert werde. US-Präsident George W. Bush rief Putin gestern noch einmal auf, bei dem Projekt mitzuarbeiten und es nicht als Bedrohung anzusehen.

JERUSALEM: Israel ist laut Regierungschef Ehud Olmert an Frieden mit Syrien interessiert. Nach einer Sitzung des Sicherheitskabinetts sagte Olmert, diese Botschaft sei auch der Regierung in Damaskus übermittelt worden. Seine Minister soll er angewiesen haben, missverständliche Äußerungen über mögliche Kriegsabsichten zu unterlassen. Der Geheimdienst des Landes hatte von einer syrischen Truppenverstärkung berichtet. Diese wurde aber als Reaktion auf eine israelische Truppenübung in der Negev-Wüste gesehen, wo die Eroberung eines syrischen Dorfes trainiert wurde. Anlässlich des Beginns des Sechs-Tage-Kriegs heute vor 40 Jahren mahnte UN-Generalsekretär Ban Ki-moon eine Friedenslösung an, die Israelis und Palästinenser zufrieden stelle.

BERLIN: Das Bundeskabinett entscheidet heute über die Beteiligung Deutschlands an einer EU-Polizeimission in Afghanistan. Der Einsatz soll noch in diesem Monat beginnen und mindestens drei Jahre dauern. Geplant ist die Ausbildung und Beratung afghanischer Polizeikräfte durch rund 200 Experten aus EU-Staaten. Deutschland will sich mit bis zu 60 Polizeibeamten aus Bund und Ländern beteiligen. Geleitet werden soll der Einsatz von Friedrich Eichele, der vormals Chef der Elite-Einheit GSG 9 war.

FRANKFURT AM MAIN: Der Tarifkonflikt in der Druckindustrie ist beigelegt. Die Gewerkschaft Verdi und die Arbeitgeber einigten sich in der fünften Runde auf Einkommensverbesserungen für die 180.000 Beschäftigten von 3,0 Prozent zum 1. Juli. Zum 1. Juli 2008 gibt es eine weitere Anhebung von 2,1 Prozent. - In den vergangenen Tagen hatte es Warnstreiks in Zeitungsdruckereien gegeben.

WASHINGTON: Der frühere Stabschef von US-Vize-Präsident Dick Cheney, Lewis Libby, ist im Zusammenhang mit dem Fall einer enttarnten CIA-Agentin zu zweieinhalb Jahren Gefängnis verurteilt worden. Libby war vorgeworfen worden, Ermittler belogen zu haben, die herauszufinden versuchten, wer die Agentin Valerie Plame enttarnte. Plames Mann, der frühere Botschafter Joseph Wilson, hat der Regierung vorgeworfen, die Agententätigkeit seiner Frau aus Rache für seine Kritik am Irak-Krieg enthüllt zu haben. - Libbys Anwälte planen, Berufung gegen das Urteil einzulegen.

TEHERAN: Die iranische Küstenwacht hat wieder ausländische Angler festgenommen. Drei Finnen, die für eine Mobilfunkfirma in Dubai arbeiten, wurden nahe der umstrittenen Insel Abu Musa im Persischen Golf aufgegriffen. Die Festnahme erfolgte nach Angaben der finnischen Botschaft bereits am Samstag. Zu Jahresbeginn waren erst ein Deutscher und ein Franzose nach mehr als einjähriger Haft freigelassen worden. Auch sie waren beim Angeln nahe Abu Musa aufgegriffen und wegen illegalen Eindringens in iranische Hoheitsgewässer zu 18 Monaten Haft verurteilt worden.

MUSCAT: Der heftigste Zyklon seit fast 60 Jahren ist über die Arabische Halbinsel gezogen. Der Wirbelsturm 'Gonu' traf mit Windgeschwindigkeiten von bis zu 170 Stundenkilometern auf die Küste des Sultanats Oman. Tausende Bewohner dort brachten sich in Sicherheit. Der Flughafen der Hauptstadt Muscat wurde geschlossen. Nicht betroffen war bislang der Schiffsverkehr durch die Straße von Hormuz, über die etwa ein Viertel des weltweiten Rohöltransports läuft. Der Zyklon bewegt sich nordwestlich auf den Iran zu. Dort brachten sich inzwischen auch die Küstenbewohner in Sicherheit.

DAS WETTER IN DEUTSCHLAND: Zunächst meist heiter. Im Tagesverlauf südlich des Mains und im Osten Schauer und Gewitter. Höchstwerte 18 bis 28 Grad.

Zuletzt meldeten:

HAMBURG: 19 Grad, stark bewölkt;
BERLIN: 23 Grad, stark bewölkt;
DRESDEN: 21 Grad, stark bewölkt;
KÖLN / BONN: 23 Grad, wolkig;
FRANKFURT AM MAIN: 23 Grad, wolkenlos und
MÜNCHEN: 20 Grad, wolkig.

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