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Nachrichten

Mittwoch, 6. Februar 2008

Trainieren Sie Ihr Hörverstehen mit authentischen Materialien. Nutzen Sie die Nachrichten der Deutschen Welle vom Mittwoch - als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.

WASHINGTON: Das Rennen um die Präsidentschaftskandidatur in den USA bleibt weiter spannend. Bei den Vorwahlen in 24 Bundesstaaten konnten bei den Demokraten sowohl die frühere First Lady Hillary Clinton als auch der schwarze Senator Barack Obama ihre Chancen weiter wahren. Obama gewann zwar in mehr Bundesstaaten als Clinton. Diese setzte sich jedoch in den beiden wichtigsten Staaten Kalifornien und New York durch. Damit dürfte eine endgültige Entscheidung erst bei weiteren Vorwahlen in den kommenden Wochen zu erwarten sein. Im Lager der Republikaner dagegen wurde die Führung des 71-jährigen Senators und Vietnamkriegsveteranen John McCain immer deutlicher. Auch er gewann unter anderen in Kalifornien und New York sowie in Illinois und Arizona. Gleichwohl erklärten seine Rivalen, der Geschäftsmann Mitt Romney und der religiös orientierte Mike Huckabee, im Rennen um die Kandidatur nicht aufgeben zu wollen. Offiziell werden die Kandidaten bei den so genannten Nominierungsparteitagen im Spätsommer gekürt.

N'DJAMENA: Angesichts tagelanger schwerer Kämpfe hat Frankreich den Rebellen im Tschad mit einem militärischen Eingreifen gedroht. Frankreich sei verpflichtet, die rechtmäßig gewählte Regierung seiner ehemaligen Kolonie 'zu schützen', sagte Außenminister Bernard Kouchner in einem Rundfunkinterview. Verteidigungsminister Hervé Morin traf derweil zu einem Besuch in N'Djamena ein, wo ein Treffen mit dem tschadischen Präsidenten Idriss Deby Itno geplant ist. Rebellen waren im Lauf der vergangenen Woche bis zur Hauptstadt vorgerückt und hatten diese angegriffen. Derzeit herrscht ein Waffenstillstand. Dennoch rief das Berliner Auswärtige Amt alle Deutschen auf, das nordafrikanische Land zu verlassen.

TOKIO: Schlechte Konjunkturdaten aus den USA haben die Kurse an den asiatischen Börsen weiter abstürzen lassen. Nach den negativen Vorgaben der New Yorker Börse verlor der japanische Nikkei-Index mehr als vier Prozent. Noch weiter bergab ging es an der Börse in Hongkong, wo der Hang-Seng-Index um gut fünf Prozent nachgab. Auch die europäischen Aktienmärkte verzeichneten zu Handelsbeginn bröckelnde Kurse. In Frankfurt, London und Paris gaben die Indizes um die ein Prozent nach.

WASHINGTON: Die US-Regierung hat erstmals offiziell bestätigt, bei Terrorverdächtigen die umstrittene Verhörmethode des "Waterboarding" eingesetzt zu haben. Die Methode, bei der die Gefangenen das Gefühl haben zu ertrinken, sei vor fünf Jahren bei drei mutmaßlichen El-Kaida-Führern angewandt worden, sagte CIA-Direktor Michael Hayden vor dem Geheimdienstausschuss des Senats. Hayden appellierte an den Kongress, die der CIA erlaubten Verhörtechniken nicht einzuschränken. Den Abgeordneten liegt ein Gesetzesentwurf vor, der das Verbot des simulierten Ertränkens vorsieht. Menschenrechtler kritisieren, dass es sich beim Waterboarding um Folter handele.

KABUL: Die Vereinten Nationen haben auf eine deutliche Zunahme des Opiumanbaus im umkämpften Süden Afghanistans aufmerksam gemacht. Die wachsende Zahl opiumfreier Provinzen im Nordosten stehe in scharfem Kontrast zu immer höheren Anbaumengen im Süden und Westen, hieß es bei der Vorstellung einer UN-Studie zum Drogenanbau in Afghanistan. Einen Zusammenhang sehen die UN mit dem dortigen Wiedererstarken der radikal-islamischen Taliban, die sich unter anderem durch Drogenhandel finanzieren. Laut dem UN-Bericht bleibt das Land am Hindukusch auch in diesem Jahr weltgrößter Heroin-Rohstofflieferant und auch einer der größten Cannabis-Produzenten.

BERLIN: Die Geschäftsführung von UNICEF Deutschland will sich an diesem Mittwoch öffentlich zum Vorwurf äußern, Steuergelder verschwendet zu haben. Geschäftsführer Dietrich Garlichs räumte in einem Interview der Tageszeitung 'Die Welt' erstmals ein, dass es zu -so wörtlich- Schlampereien gekommen sei. Es habe aber keine Rechtsverstöße gegeben. Kanzlerin Angela Merkel hatte zuvor eine rasche Klärung der Vorwürfe verlangt. Der Ruf der Hilfsorganisation müsse untadelig bleiben. Die deutsche Sektion des Kinderhilfswerks soll hohe Honorare an externe Berater gezahlt haben. Im Streit mit der Geschäftsführung über das Thema war am Wochenende die bisherige Vorsitzende, Heide Simonis, zurückgetreten.

LUDWIGSHAFEN: Der türkische Staatsminister Mustafa Sait Yazicioglu wird an diesem Mittwoch am Ort der Brandkatastrophe im rheinland-pfälzischen Ludwigshafen erwartet. Er ist für die im Ausland lebenden Türken zuständig. Bei dem Brand in dem Mehrfamilienhaus waren am Sonntag neun Menschen türkischer Herkunft ums Leben gekommen. Mehr als 60 wurden verletzt. Die deutschen Ermittler wollen im Tagesverlauf mit ihrer Arbeit beginnen. Dabei wird auch Hinweisen zweier Mädchen nachgegangen, die einen Fremden im Treppenhaus beim Zündeln gesehen haben wollen. Bereits im Sommer 2006 waren zwei Brandsätze in das Gebäude geworfen worden.

WIEN: Der deutsche Energiekonzern RWE beteiligt sich an dem internationalen Gaspipeline-Projekt Nabucco. Die entsprechenden Verträge unterzeichneten die nunmehr sechs Partner in Wien. Zu dem Konsortium unter Federführung des österreichischen OMV-Konzerns gehören neben dem deutschen Unternehmen noch Konzerne aus der Türkei, Rumänien, Bulgarien und Ungarn. Die 3.300 Kilometer lange Nabucco-Pipeline soll vom nächsten Jahr an gebaut werden. Von 2013 an soll sie Erdgas vom Kaspischen Meer, dem Nahen und Mittleren Osten nach Europa befördern. Ziel des Projekts ist es, die Importabhängigkeit Europas von russischem Gas zu verringern.

ROM: Knapp zwei Jahre nach dem Amtsantritt von Ministerpräsident Romano Prodi steht Italien wieder vor Neuwahlen. Beobachter in Rom rechnen damit, dass Präsident Giorgio Napolitano an diesem Mittwoch beide Kammern des Parlaments auflösen und für Mitte April Neuwahlen verkünden wird. Am Montag hatte Senatspräsident Franco Marini seine Bemühungen zur Bildung einer Übergangsregierung und einer Reform des Wahlrechts für gescheitert erklärt. Vor allem der frühere Regierungschef Silvio Berlusconi verlangt Neuwahlen, da er sich von ihnen eine Rückkehr an die Macht verspricht.

WASHINGTON: Eine schwere Sturmfront mit Tornados, Regen und Hagel ist über mehrere Bundestaaten im Süden der USA hinweggefegt. Nach Angaben der Behörden kamen mindestens 21 Menschen ums Leben, rund 60 wurden verletzt. Zahlreiche Häuser wurden zerstört und Stromleitungen zu Boden gerissen. Im Bundesstaat Tennessee wurde der Alarmzustand verhängt. Der Wind war teilweise so heftig, dass Lastwagen auf einer Autobahn umstürzten.

DAS WETTER IN DEUTSCHLAND: Stark bewölkt und immer wieder Regen, kräftige Schauer, vereinzelt auch Gewitter. Tageswerte zwischen sechs und 13 Grad.

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