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Nachrichten

Mittwoch, 6. Dezember 2006

Hier finden Sie die 10-Uhr Nachrichten der Deutschen Welle vom Mittwoch.

WASHINGTON: Der frühere CIA-Chef Robert Gates ist von einem Senatsausschuss einstimmig als neuer Verteidigungsminister der USA bestätigt worden. Es wird erwartet, dass auch der gesamte Senat der Ernennung von Gates durch Präsident George W. Bush zustimmt. In seiner Anhörung vor den 21 Ausschussmitgliedern erklärte sich Gates zu einer Änderung der Strategie im Irak bereit. Die USA könnten den Krieg dort nicht gewinnen. Kritik äußerte er an der Weigerung einiger Nato-Staaten, sich an besonders gefährlichen Einsätzen im Süden Afghanistans zu beteiligen. Die US-Regierung müsse sich vorrangig darum kümmern, eine Haltungsänderung bei diesen Staaten herbeizuführen.

WASHINGTON: Die so genannte Baker-Kommission legt an diesem Mittwoch ihre Vorschläge für die künftige amerikanische Irak-Politik vor. Die Experten unter Leitung des früheren Außenministers James Baker empfehlen laut einem Bericht des Senders CNN eine grundlegende Neuausrichtung der Politik. Die Kampfeinsätze sollten reduziert und stattdessen die irakischen Sicherheitskräfte stärker unterstützt werden. Einen konkreten Abzugszeitplan aus dem Irak schlage die Kommission aber nicht vor.

KABUL: Im Süden Afghanistans hat ein Selbstmord-Attentäter acht Menschen mit in den Tod gerissen, darunter drei Ausländer. Der Anschlag in Kandahar richtete sich gegen die Niederlassung einer privaten US-Sicherheitsfirma. Die Sicherheitslage in Afghanistan ist derzeit so instabil wie seit langem nicht mehr. In diesem Jahr gab es bereits mehr als 100 Selbstmord-Anschläge.

PARIS: Ein Treffen von Vertretern der fünf UN-Vetomächte und Deutschlands zum Atomstreit mit dem Iran ist ohne Einigung auf Sanktionen beendet worden. Laut Frankreichs Außenminister Philippe Douste-Blazy sind sich zwar alle über die Notwendigkeit von Sanktionen einig, aber nicht über deren konkretes Ausmaß. Russland hatte sich vor Beginn des Treffens in Paris lediglich bereiterklärt, ein Verbot des Handels mit Atomtechnologie und -Material zu unterstützen.

SUVA: Auf den Fidschi-Inseln hat Armeechef Vareque Bainimarama einen Tag nach seinem Putsch einen Übergangs-Regierungschef vereidigt und das Parlament aufgelöst. Der politisch unerfahrene Arzt Jona Senilagakali soll das Amt bis zu Neuwahlen ausüben. Über das Land wurde der Ausnahmezustand verhängt; rund um die Hauptstadt Suva wurden Kontrollposten errichtet. Der gestürzte Regierungschef Laisenia Qarase flog in sein Heimatdorf; Politiker und Mitglieder der Polizeiführung wurden festgenommen. Nach Angaben des deutschen Honorarkonsuls David Aidney ist die Lage auf den bei Touristen beliebten Inseln ruhig. Deutschen Urlaubern empfahl er, den Reiseanweisungen des Auswärtigen Amtes zu folgen.

HANOI: Nach dem Durchzug des Tropensturms 'Durian' über den Süden Vietnams ist das große Ausmaß der Schäden sichtbar geworden. Etwa 120.000 Häuser wurden zerstört, mehr als 50 Menschen kamen ums Leben, fast 30 weitere werden vermisst. Besonders betroffen ist die Küstenprovinz Ba Ria-Vung Tau, 50 Kilometer östlich von Ho-Chi-Minh-Stadt.

STUTTGART: Nach der Warnung vor einem Amoklauf gelten an den Schulen im Südwesten Deutschlands verschärfte Sicherheitsmaßnahmen. Schulleiter wurden angewiesen, Auffälligkeiten umgehend den Sicherheitsbehörden zu melden. Die Polizei fährt verstärkt vor Schulen Streife. Nach Angaben der baden-württembergischen Landesregierung hatte ein unbekannter Schüler bei einem Internet- Spiel einen Amoklauf an diesem Mittwoch angekündigt. Näheres ist nicht bekannt. - Bayern startete eine Initiative zum Verbot gewaltverherrlichender Computerspiele, die von mehreren anderen Bundesländern unterstützt wird.

BERLIN: In der Debatte um die Bezugsdauer des Arbeitslosengeldes I hat der Deutsche Gewerkschaftsbund einen Gegenentwurf zum CDU-Konzept beschlossen. Nach Ansicht der DGB-Spitzengremien sollte für die Bezugsdauer vor allem das Lebensalter der Erwerbslosen maßgeblich sein und nicht -wie von der CDU geplant- die Dauer der Beitragszahlung. DGB-Vorstandsmitglied Annelie Buntenbach sagte der 'Berliner Zeitung', das Unions-Modell sei eine 'Mogelpackung'. Benachteiligt würden dadurch vor allem Frauen und ältere Ostdeutsche.

BERLIN: Deutsche Wohlfahrts- und Sozialverbände haben die Bundesregierung aufgefordert, Konsequenzen aus dem neuen Armutsbericht zu ziehen. Der Paritätische Wohlfahrtsverband sprach sich für eine Aufstockung des Arbeitslosengeldes II aus, der Sozialverband VdK für eine Rentenerhöhung. Die Arbeiterwohlfahrt verlangte mehr Investitionen in die Bildung. Das Statistische Bundesamt hatte am Dienstag eine neue Studie veröffentlicht, derzufolge in Deutschland 13 Prozent der Bürger arm oder zumindest von Armut bedroht sind.

LONDON: Britische Ermittler haben im neuen Stadion des englischen Fußballclubs FC Arsenal in London Spuren des radioaktiven Stoffes Polonium 210 gefunden. Es seien winzige Mengen des Stoffes entdeckt worden, teilte die Gesundheitsbehörde mit. Für die Öffentlichkeit bestehe keine Gefahr. Polonium in hoher Konzentration war auch im Körper des ehemaligen russischen Geheimagenten Alexander Litwinenko gefunden worden, der am 23. November in London starb. In dem Fall ermitteln britische Kriminalbeamte derzeit auch in Russland.

ZUM FUSSBALL: Werder Bremen hat die erhoffte Sensation nicht geschafft und den Einzug ins Achtelfinale der Champions League verpasst. Im letzten Gruppenspiel bei Titelverteidiger FC Barcelona verloren die Bremer am Dienstagabend mit 0:2. Dem deutschen Meister Bayern München reichte hingegen ein 1:1 gegen Inter Mailand für den Gruppensieg.

DAS WETTER IN DEUTSCHLAND: Meist bewölkt und zeitweise Regen. Örtlich Auflockerungen. Mit Höchsttemperaturen von neun bis 14 Grad bleibt es für die Jahreszeit zu mild.

Audio und Video zum Thema

  • Datum 06.12.2006
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  • Datum 06.12.2006
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