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Nachrichten

Mittwoch, 6. August 2008

Trainieren Sie Ihr Hörverstehen mit authentischen Materialien. Nutzen Sie die Nachrichten der Deutschen Welle von Mittwoch - als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.

PEKING: Zwei Tage vor Beginn der Olympischen Spiele ist es in der chinesischen Hauptstadt zu ersten Protestaktionen gegen die Politik der Volksrepublik gekommen. In der Nähe des Olympiastadions hängten vier Demonstranten aus den USA und Großbritannien große Plakate mit der Forderung nach Freiheit für Tibet auf. Die Polizei beendete die Aktion und führte die drei Männer und eine Frau ab. Auf dem Platz des Himmlischen Friedens im Zentrum Pekings riefen drei christliche Abtreibungsgegner aus den USA Parolen gegen die chinesische Bevölkerungspolitik, die auf ein Kind je Ehepaar abzielt. Auch hier griff die Polizei ein. Die Demonstranten wurden aber nicht festgenommen.

ISLAMABAD: Wenige Stunden vor seinem geplanten Abflug zur Eröffnungsfeier der Olympischen Spiele hat der pakistanische Präsident Pervez Musharraf seine Reise abgesagt. Das teilte das Außenministerium mit, ohne Gründe zu nennen. In der Nacht zuvor hatten sich hochrangige Vertreter der Regierungskoalition aus Volkspartei und Muslim-Liga zu einem mehrstündigen Gespräch getroffen. Dem Vernehmen nach ging es um ein Verfahren zur Amtsenthebung des umstrittenen Präsidenten.

SEOUL: US-Präsident George W. Bush hat Nordkorea ermahnt, die Zusagen zum Abbau seines Atomwaffenprogramms einzuhalten und einem entsprechenden Kontrollverfahren zuzustimmen. Erst wenn die Führung in Pjöngjang mit der Überprüfung ihrer Abrüstungsschritte einverstanden sei, könnten die USA das kommunistische Land von ihrer Terrorliste streichen, sagte Bush nach einem Treffen mit dem südkoreanischen Präsidenten Lee Myung Bak in Seoul. Nordkorea hatte im Juli zugesagt, seine Atomanlagen bis Oktober stillzulegen. Die Gespräche über ein konkretes Kontrollverfahren wurden vertagt.

WASHINGTON: Die irakische Regierung beteiligt sich nach Angaben des US-Kongresses nur äußerst unzureichend am Wiederaufbau des Landes. In einem Bericht verweisen die Abgeordneten darauf, dass die Führung in Bagdad wegen des stark gestiegenen Ölpreises in diesem Jahr einen Haushaltsüberschuss von mehr als 52 Milliarden Dollar erwirtschaften wird. Die Ausgaben zur Erneuerung der Infrastruktur seien vergleichsweise minimal und hätten im vorigen Jahr nur bei knapp 900 Millionen Dollar gelegen.

WASHINGTON: Die USA planen, einige Insassen des Gefangenenlagers Guantanamo auf Kuba ungeachtet des Ausgangs ihrer Militärprozesse in Haft zu behalten. Selbst bei einem Freispruch durch die Militärjustiz könnten einzelne Terrorverdächtige bis auf weiteres als feindliche Kämpfer in US-Obhut festgehalten werden, sagte Pentagon-Sprecher Geoff Morrell. Weiter erklärte er, es gebe einen beträchtlichen Anteil von Gefangenen auf Guantanamo, die wahrscheinlich nie freikämen, weil sie - so wörtlich - eine Gefahr für die Welt darstellten.

WASHINGTON: Hochrangige Diplomaten der fünf UN-Vetomächte und Deutschlands beraten an diesem Mittwoch in einer Telefonkonferenz über das weitere Vorgehen im Atomkonflikt mit dem Iran. Dabei werde es um das Schreiben der Regierung in Teheran zu Vorschlägen der Sechser-Gruppe gehen, teilte ein Sprecher des US-Außenministeriums mit. In dem Brief an den EU-Außenbeauftragten Javier Solana war der Iran die geforderte klare Antwort auf das so genannte Anreizpaket der sechs Staaten erneut schuldig geblieben. - Die USA, Russland, China, Großbritannien, Frankreich und Deutschland haben dem Iran wirtschaftliche und technologische Zusammenarbeit angeboten, wenn das Land auf die Anreicherung von Uran verzichtet.

LA PAZ: Ein Treffen der Präsidenten Boliviens, Argentiniens und Venezuelas ist wegen schwerer Unruhen in der für die Konferenz vorgesehenen bolivianischen Stadt Tarija abgesagt worden. Demonstranten hatten unter anderem versucht, den Flughafen zu stürmen, um eine Landung des linksgerichteten venezulanischen Staatschefs Hugo Chavez und der argentinischen Präsidentin Cristina Fernandez de Kirchner zu verhindern. Bei den Protesten kamen zwei Menschen ums Leben. - Tarija gilt als Hochburg der konservativen Opposition gegen den bolivianischen Präsidenten Evo Morales.

PRETORIA: In der Korruptionsaffäre um den Vorsitzenden der südafrikanischen Regierungspartei ANC, Jacob Zuma, wird die Justiz am 12. September über eine mögliche Anklage entscheiden. Dies kündigte ein Richter in Pietermaritzburg nach einer zweitägigen Anhörung an. Zuma hatte gefordert, das Verfahren aus verfassungsrechtlichen Gründen einzustellen. Die Staatsanswaltschaft wirft dem 66-Jährigen vor, Schmiergelder von einem französischen Rüstungskonzern erhalten zu haben. - Zuma gilt als aussichtsreichster Kandidat für die Präsidentschaftswahl 2009.

HIROSHIMA: Die japanische Stadt Hiroshima hat des amerikanischen Atombombenabwurfs vor 63 Jahren gedacht. 45.000 Menschen versammelten sich zu einer Schweigeminute zu dem Zeitpunkt, als ein US-Bomber 1945 die erste im Zweiten Weltkrieg eingesetzte Atombombe über der westjapanischen Stadt abwarf. Etwa 140.000 Menschen wurden getötet. Auch heute noch sterben jährlich tausende an den Spätfolgen der atomaren Strahlung. Hiroshimas Bürgermeister Tadatoshi Akiba betonte, die Menschheit habe keine Zukunft, wenn die Atomwaffen nicht abgeschafft würden.

BERLIN: Die deutsche Wirtschaft geht davon aus, dass es bei der Zahl der Ausbildungsplätze in diesem Jahr einen neuen Rekord geben wird. Die Zahl von 626.000 neuen Lehrverträgen aus dem Jahr 2007 werde wohl übertroffen werden, sagte der Hauptgeschäftsführer des Deutschen Industrie- und Handelskammertages, Martin Wansleben, der Zeitung 'Südwest-Presse' aus Ulm.

WASHINGTON: Im US-Bundesstaat Texas ist der wegen Vergewaltigung und Ermordung zweier Mädchen zum Tode verurteilte Mexikaner Jose Medellin hingerichtet worden. Das Todesurteil von 1993 gegen den damals 18-Jährigen war umstritten. Der Internationale Gerichtshof in Den Haag hatte sich zweimal gegen das Urteil ausgesprochen, da die texanischen Justizbehörden im Prozess die Wiener Konvention über konsularische Beziehungen missachtet hatten. Danach muss jeder Staat ausländischen Häftlingen Rechtsbeistand durch das Konsulat ihres Heimatlandes ermöglichen.

ISLAMABAD: Fünf Tage nach dem Bergsteiger-Drama am K2 in Pakistan ist der letzte der verunglückten Alpinisten, ein Italiener, mit einem Hubschrauber in Sicherheit gebracht worden. Der 37-Jährige, der starke Erfrierungen hat, war zuvor mit Hilfe pakistanischer Bergführer in das Basislager auf 5.200 Meter Höhe abgestiegen. Durch eine Eislawine waren am Freitag auf dem zweithöchsten Berg der Welt elf Alpinisten aus mehreren Ländern ums Leben gekommen.

DAS WETTER IN DEUTSCHLAND: Im Norden gebietsweise dichtere Wolken und örtlich noch etwas Regen. In der Südhälfte überwiegend heiter und trocken. Tagestemperaturen 26 bis 32 Grad Celsius.

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