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Nachrichten

Mittwoch, 5. September 2007

Trainieren Sie Ihr Hörverstehen mit authentischen Materialien. Nutzen Sie die 13-Uhr Nachrichten der Deutschen Welle vom Mittwoch - als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.

KARLSRUHE: In Deutschland haben Sicherheitskräfte drei Terrorverdächtige festgenommen und damit schwere Bombenanschläge von islamistischen Terroristen in Deutschland vereitelt. Nach Angaben von Generalbundesanwältin Monika Harms gehören die drei im Sauerland festgenommenen Verdächtigen einer deutschen Zelle des internationalen Terrornetzwerks Dschihad-Union an mit Kontakt zu El Kaida. Es handele sich um zwei Deutsche und einen Türken, die Terroranschläge gegen US-Einrichtungen in Deutschland vorbereitet hätten. Bei ihnen sei umfangreiches Sprengmaterial sichergestellt worden. Dieses hätte ausgereicht, um Bomben mit einer höheren Sprengkraft als bei den Anschlägen in Madrid und London zu bauen. Laut Medienberichten hatten die Verdächtigen den Frankfurter Flughafen und den US-Stützpunkt Ramstein im Visier. Dazu wollte sich die Generalbundesanwältin nicht äußern.

BERLIN: Die Bundesregierung hat ihr überarbeitetes Konzept zur deutschen Beteiligung am Wiederaufbau Afghanistans beschlossen. Danach wird die Finanzhilfe im kommenden Jahr um 25 auf 125 Millionen Euro aufgestockt, um das Land sowohl militärisch als auch organisatorisch langfristig zu unterstützen. Mittelfristig soll die Bundeswehr in Afghanistan im Einsatz bleiben, bis die örtlichen Sicherheitskräfte die Lage allein kontrollieren können. Das deutsche Engagement bei der Ausbildung der afghanischen Armee und Polizei soll verstärkt werden. Darüber hinaus sollen die Mandate für die Beteiligung an der Schutztruppe ISAF und die Tornado-Aufklärer der Bundeswehr zusammengefasst werden. Verteidigungsminister Franz-Josef Jung sprach von einer Obergrenze von insgesamt 3.500 Soldaten.

KABUL: Bei Kämpfen mit Aufständischen in Afghanistan sind nach Angaben des US-Militärs fast 30 Rebellen getötet worden. Die schwersten Kämpfe gab es in der südafghanischen Provinz Kandahar. Gefechte lieferten sich das Militär und die Taliban auch in der Nachbarprovinz Urusgan. Über mögliche Verluste auf Seiten der US-geführten Streitkräfte liegen keine Angaben vor

WASHINGTON: Die Bemühungen zur Stabilisierung des Irak kommen nach Ansicht des US-Rechnungshofes nicht entscheidend voran. Von 18 vom US-Kongress formulierten Zielen seien elf bisher nicht erreicht worden, heißt es in einem Bericht des überparteilichen Kontrollorgans. Die Gewalt im Irak bewege sich nach wie vor auf einem hohen Niveau. Die Regierung von Ministerpräsident Nuri al-Maliki sei 'nicht funktionsfähig', wird in dem Rechnungshof-Gutachten kritisiert. Zudem sei unklar, was die irakische Regierung mit zehn Milliarden Dollar an Wirtschaftshilfen aus den USA gemacht habe. Der Kommandeur der US-Armee im Irak, General David Petraeus, stellte unterdessen eine Truppenreduzierung ab März 2008 in Aussicht. Es gebe Grenzen dafür, was die US-Armee leisten könne, sagte Petraeus.

BAGDAD: Bei der Explosion einer Autobombe sind in der irakischen Hauptstadt laut Polizei mindestens neun Menschen getötet worden. Der Sprengsatz detonierte im schiitisch dominierten Stadtteil Sadr City. Viele Pendler hätten sich dort versammelt und auf Busse gewartet, hieß es.

KHARTUM: UN-Generalsekretär Ban Ki Moon hat zum Auftakt seines Besuchs in der sudanesischen Krisenregion Darfur die Notwendigkeit einer politischen Lösung des Konflikts unterstrichen. Er werde sich für Fortschritte bei den Friedensgesprächen zwischen der sudanesischen Regierung und Rebellen einsetzen. Zudem wolle er darauf hinwirken, dass eine Friedenstruppe von 26.000 Mann, bestehend aus Vereinten Nationen und Afrikanischer Union, in Darfur stationiert werden könne. Die Truppe soll nach Bans Vorstellungen sowohl für Sicherheit sorgen als auch den Wiederaufbau der Region voranbringen.--Nach internationalen Schätzungen sind in Darfur etwa 200.000 Menschen ums Leben gekommen, mehr als zwei Millionen wurden vertrieben.

STRAßBURG: Zur Vermeidung von Terroranschlägen sollten nach Auffassung von EU-Justizkommissar Franco Frattini auch die Staaten in der Europäischen Union Daten von Flugpassagieren sammeln und austauschen. Die bislang nur für Transatlantik-Flüge geltende Praxis solle auf die EU ausgeweitet werden, forderte Frattini vor dem Europaparlament. Die Bürger der EU würden den gleichen Schutz wie amerikanische Bürger verdienen, so Frattini wörtlich. In Europa ist diese Praxis datenschutzrechtlich jedoch umstritten.

WASHINGTON: Der weltgrößte Spielzeughersteller Mattel hat erneut Hunderttausende seiner Artikel wegen möglicher Gesundheitsgefahren zurückgerufen. Betroffen von der Rückrufaktion des US-Unternehmens sind Spielzeuge aus China. Es geht um etwa 800.000 Artikel der Marken Barbie und Fisher Price, die mit bleihaltiger Farbe belastet sein können.

BERLIN: Angesichts der Milliardenüberschüsse bei der Bundesagentur für Arbeit wird der Beitragssatz zur Arbeitslosenversicherung weiter gesenkt. Das Kabinett beschloss eine Reduzierung um 0,3 Punkte auf 3,9 Prozent zum 1. Januar 2008. Die Bundesanstalt hatte im vergangenen Jahr mit einem Rekordgewinn von 11,2 Milliarden Euro abgeschlossen und rechnet für dieses Jahr ebenfalls mit einem Überschuss. Über eine weitere Senkung des Beitrags wird derzeit noch gestritten.

MANAGUA: Einen Tag nachdem Hurrikan 'Felix' in Nicaragua schwere Verwüstungen angerichtet hat, halten heftige
Regenfälle dort die Menschen weiter in Atem. In dem mittelamerikanischen Land drohen Überschwemmungen und Erdrutsche. Nach einer ersten Bilanz der Behörden kamen durch den Wirbelsturm mindestens drei Menschen ums Leben. Es wird jedoch eine höhere Opferzahl befürchtet, weil viele Orte weiter von der Außenwelt abgeschnitten sind. Über Land verlor 'Felix' inzwischen deutlich an Kraft.

WASHINGTON: Der amerikanische Abenteurer und Millionär Steve Fossett ist mit einem Kleinflugzeug in der Wildnis von Nevada verschollen. Fossett war am Montag mit seiner einmotorigen Maschine von einem Privatflugplatz auf einer Ranch gestartet, kehrte aber nicht wie geplant zurück. Flugzeuge und Hubschrauber suchen seitdem ein Gebiet von fast 20.000 Quadratkilometern ab. Fossett überquerte 1995 als erster Solo-Ballonfahrer den Pazifischen Ozean. 2002 umrundete er als erster die Erde in einem Ballon.

DAS WETTER IN DEUTSCHLAND: Wechselnd bewölkt, teils sonnig. Im Südosten einzelne Schauer möglich. Höchstwerte zehn bis 18 Grad Celsius.

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