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Nachrichten

Mittwoch, 5. Mai 2010

Trainieren Sie Ihr Hörverstehen mit authentischen Materialien. Nutzen Sie die Nachrichten der Deutschen Welle von Mittwoch - als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.

BERLIN: Bundeskanzlerin Merkel sieht Europa bei der Lösung der Griechenland-Krise am Scheideweg. In einer Regierungserklärung zur Nothilfe der Euro-Länder für Griechenland verlangte Merkel eine "schonungslose Analyse" der Krise. Es gehe um die Zukunft Europas und damit um die Zukunft von Deutschland in Europa, sagte die Kanzlerin im Bundestag. Sie verteidigte die Kreditzusagen in Milliardenhöhe zudem als "alternativlos", um den Euro zu retten. SPD-Fraktionschef Steinmeier ließ in seiner Erwiderung die Zustimmung seiner Partei zu den Notkrediten für Griechenland offen. Die Erklärung der Kanzlerin sei keine Werbung für eine breite Zustimmung hier im Parlament gewesen, so Steinmeier.

ATHEN: Landesweite Streiks gegen das Sparpaket der Regierung haben das öffentliche Leben in Griechenland weitgehend lahmgelegt. Behörden, Schulen und Universitäten blieben geschlossen, Busse und Bahnen in den Depots, Fähren in den Häfen. Bereits um Mitternacht Ortszeit traten die Fluglotsen in den Ausstand, der griechische Luftraum wird bis Mitternacht MESZ geschlossen bleiben. Die Staatbediensteten hatten am Dienstag einen 48-stündigen Streik begonnen. In Krankenhäusern werden nur Notfälle behandelt, die Nachrichten in Fernsehen und Radio entfallen, weil sich auch Journalisten am Streik beteiligen. Für den Nachmittag ist eine Großkundgebung in der Athener Innenstadt geplant.

BRÜSSEL. Die Wirtschaft in der Europäischen Union erholt sich nach Einschätzung der Europäischen Kommission nur langsam von der schwersten Rezession ihrer Geschichte. In ihrem Frühjahrsgutachten korrigierte sie ihre Wachstumsprognose für dieses Jahr von 0,7 auf 0,9 Prozent nach oben. 2011 soll das Bruttoinlandsprodukt danach um 1,5 Prozent steigen. Für Deutschland kommt die Kommission in diesem Jahr auf 1,2 Prozent und bleibt damit knapp unter der Prognose der Bundesregierung von 1,5 Prozent. Schlechter sieht es dagegen bei den Schulden aus. Die staatlichen Defizite in der Eurozone werden nach den Berechnungen im Durchschnitt um 0,3 auf 6,6 Prozent des Bruttoinlandsproduktes steigen. Erlaubt sind nach dem Stabilitätspakt lediglich drei Prozent.

NEW YORK: Der nach dem vereitelten Autobombenanschlag auf dem Times Square in New York festgenommene US-Bürger pakistanischer Herkunft ist offiziell angeklagt worden. Nach Angaben der Staatsanwaltschaft werden ihm Terrorismus und der versuchte Einsatz einer Massenvernichtungswaffe vorgeworfen. Der 30-Jährige hatte zuvor den Anschlagsversuch vom Samstag gestanden, wie US-Justizminister Holder mitteilte. Der Beschuldigte gab ferner an, den Umgang mit Sprengsätzen in der pakistanischen Provinz Waziristan gelernt zu haben. Er war erst kürzlich von einem fünfmonatigen Pakistan-Aufenthalt zurückgekehrt. In Pakistan wurden zwei weitere Verdächtige festgenommen, die mit dem mutmaßlichen Täter telefoniert hatten.

BANGKOK: In Thailand haben die Regierungsgegner ein baldiges Ende ihrer seit zwei Monaten andauernden Proteste in der Hauptstadt Bangkok angekündigt. Der Anführer der sogenannten Rothemden, Veera, sagte am Rande der Zeremonie anlässlich des 60. Thronjubiläums von König Bhumibols, man habe die Ziele, wahre Demokratie und die Rückkehr des Volkes an die Macht, beinahe erreicht. Jetzt müsse Ministerpräsident Abhisit nur noch ein Datum für die Auflösung des Parlaments bekanntgeben und die Wahlkommission einen Wahltermin festsetzen.

AMSTERDAM: Bei einer Gedenkfeier für die Toten des Zweiten Weltkriegs mit der niederländischen Königin Beatrix ist es zu einer Massenpanik gekommen. Ein Mann hatte während der Schweigeminuten in Amsterdam plötzlich laut geschrien. Daraufhin liefen viele Teilnehmer in Panik weg und rissen andere zu Boden. Mehr als 50 Menschen wurden verletzt. Der mutmaßliche Täter, ein 39-jähriger wegen Gewalttaten und Drogendelikten vorbestrafter Mann, wurde festgenommen.

LONDON: Die Vulkanasche aus Island beeinträchtigt weiterhin den Flugverkehr in Teilen Europas. Ab 08.00 Uhr MESZ gilt für Teile Schottlands und Nordirlands erneut ein Flugverbot, wie die britische Luftfahrtsbehörde mitteilte. Eine Ausweitung des Flugverbots auf den Nordwesten Großbritanniens sei nicht ausgeschlossen. Der Flughafen in der irischen Hauptstadt Dublin wird ab 12.00 Uhr geschlossen.

DAS WETTER IN DEUTSCHLAND: Sonnig, im Süden häufig dicht bewölkt und gebietsweise Regen. Höchstwerte zwischen acht Grad auf Hiddensee und 20 Grad am Chiemsee.

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