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Nachrichten

Mittwoch, 5. März 2008

Trainieren Sie Ihr Hörverstehen mit authentischen Materialien. Nutzen Sie die Nachrichten der Deutschen Welle vom Mittwoch - als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.

WASHINGTON: Hillary Clinton hat sich im Rennen um die US-Präsidentschaftskandidatur der Demokraten zurückgemeldet. Die New Yorker Senatorin gewann nach zuletzt elf Niederlagen die Vorwahlen in den wichtigen Bundesstaaten Texas und Ohio sowie in Rhode Island. Ihr innerparteilicher Rivale Barack Obama siegte lediglich in Vermont. Clinton kündigte an, ihre Kampagne fortzusetzen und die Nominierung bei den Demokraten zu gewinnen. Auch Obama gab sich zuversichtlich. Er habe immer noch einen Vorsprung bei den Delegiertenstimmen, sagte er. - Die Republikanische Partei geht mit Senator John McCain als Kandidat in die Präsidentenwahl am 4. November. Der 71-Jährige gewann die Vorwahl seiner Partei in allen vier Bundesstaaten und hat damit die notwendige Delegiertenzahl für seine Nominierung ereicht. Mitbewerber Mike Huckabee gab seine Kandidatur endgültig auf. - Die nächsten Vorwahlen finden am Samstag in Wyoming und am kommenden Dienstag in Mississippi statt.

BERLIN: Einen Tag vor neuen Verhandlungen im Tarifkonflikt des öffentlichen Dienstes haben Warnstreiks den Flugverkehr in Deutschland zum Teil lahmgelegt. Am größten deutschen Flughafen in Frankfurt fielen allein in den Morgenstunden rund 100 Flüge aus. Auch an den meisten anderen wichtigen Flughäfen – etwa in München und Düsseldorf - sorgten Warnstreiks für zahlreiche Flugausfälle. In Berlin beeinträchtigt ein unbefristeter Streik der Beschäftigten bei den Verkehrsbetrieben den Bus- und U-Bahn-Verkehr stark. Auch die Mitarbeiter anderer Nahverkehrsbetriebe haben die Arbeit niedergelegt, so in Düsseldorf und Köln. Aus Rheinland-Pfalz werden großflächige Warnstreiks im Nahverkehr gemeldet.

WIESBADEN: Die hessische Linkspartei hat der SPD-Vorsitzenden Andrea Ypsilanti alle ihre Stimmen bei der Wahl zur Ministerpräsidentin zugesichert. Dabei gebe es keine Einschränkung, sagte der Landesvorsitzende Ulrich Wilken. Trotz massiver Kritik auch aus den eigenen Reihen hatte Ypsilanti angekündigt, sie wolle sich mit den Stimmen der Linken im Wiesbadener Landtag zur Chefin einer rot-grünen Minderheitsregierung wählen lassen. Sie räumte ein, mit diesem Vorgehen ihre vor der Landtagswahl gegebene Zusage zu brechen. Ypsilanti begründete ihre Entscheidung mit der Weigerung der FDP, über eine Ampelkoalition mit SPD und Grünen zu verhandeln. Vertreter der CDU, der FDP und des rechten Flügels der Sozialdemokraten kritisierten den Schritt. Die Wahl in Hessen Ende Januar hatte weder für SPD und Grüne noch für CDU und FDP eine Mehrheit gebracht.

ABUJA/MANNHEIM: In Nigeria ist ein entführter Deutscher nach 12 Stunden wieder auf freien Fuß gesetzt worden. Der Mann sei wohlauf, sagte ein Vertreter des betroffenen Baukonzerns Bilfinger Berger in Mannheim. In Nigeria hieß es, die Freilassung sei der Arbeit der örtlichen Sicherheitskräfte zu verdanken. Ein Lösegeld sei nicht gezahlt worden. Der Mann hatte in der unruhigen Region im Niger-Delta ein Straßenbauprojekt inspiziert. Dabei wurde er von Unbekannten verschleppt. In den vergangenen Jahren waren in der Region bereits mehrfach Mitarbeiter ausländischer Unternehmen entführt worden.

PEKING: China sieht in der Bekämpfung der Inflation das wichtigste wirtschaftspolitische Ziel in diesem Jahr. Um den Preisauftrieb abzubremsen und die Wirtschaft vor einer Überhitzung zu schützen solle das Wirtschaftswachstum auf acht Prozent gedrosselt werden, sagte Ministerpräsident Wen Jiabao zum Auftakt der Jahrestagung des Volkskongresses in Peking. Eine ähnliche Vorgabe war im vergangenen Jahr mit 11,4 Prozent klar überschritten worden. Das Wirtschaftswachstum lag in China zuletzt im zweistelligen Bereich. Im Januar hatte die Inflation mit 7,1 Prozent den höchsten Stand seit elf Jahren erreicht.

WASHINGTON: Angesichts der jüngsten politischen Spannungen in Südamerika haben die USA dem kolumbianischen Präsidenten Alvaro Uribe ihre Unterstützung versichert. Die Vereinigten Staaten stünden hinter Uribes Regierung im Kampf gegen den Terror, erklärte US-Präsident George W. Bush in Washington. Bei einem Einsatz gegen Rebellen war die kolumbianische Armee am vergangenen Wochenende bis auf das Territorium Ecuadors vorgedrungen. Aus Protest gegen die Militäraktion brachen Ecuador und Venezuela ihre diplomatischen Beziehungen zu Kolumbien ab und verstärkten ihre Grenztruppen.

MOSKAU: Im Gasstreit zwischen dem russischen Energiekonzern Gazprom und der Ukraine hat das Unternehmen die Führung in Kiew zu einer raschen Einigung aufgerufen. Der Konzern habe die ukrainische Seite aufgefordert, die Verhandlungen sofort wieder aufzunehmen, sagte ein Gazprom-Sprecher. Im Streit um aufgelaufene Schulden hatte Gazprom am Dienstag die für den ukrainischen Markt bestimmte Liefermenge halbiert. Die Ukraine hatte daraufhin damit gedroht, die Durchleitungen nach Westeuropa zu unterbrechen, sollte die eigene Versorgung gefährdet sein. Die Regierung in Kiew behauptet, einen Teil der Schulden gezahlt zu haben und wirft zwei russisch-ukrainischen Zwischenhändlern vor, die Überweisungen zu blockieren.

BONN: Das Bundeskartellamt hat Missbrauchsverfahren gegen etwa 35 Gasversorger wegen des Verdachts überhöhter Preise eingeleitet. Betroffen seien Unternehmen aus allen Regionen Deutschlands, eigenständige Stadtwerke sowie Versorger, die Beteiligungsunternehmen der vier großen Verbundunternehmen seien, teilte das Kartellamt in Bonn mit. Eine Untersuchung der Gaspreise habe gezeigt, dass es Abweichungen von 45 Prozent zwischen den Unternehmen gebe.

DAS WETTER IN DEUTSCHLAND: Südlich der Donau und in Teilen Sachsens noch einzelne Schneeschauer. Sonst meist trocken und zeitweise heiter. Tagestemperaturen ein bis acht Grad.

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