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Nachrichten

Mittwoch, 5. Juli 2006

Hier finden Sie die 10-Uhr Nachrichten der Deutschen Welle vom Mittwoch.

DORTMUND: Deutschland hat das Endspiel der Fußball-Weltmeisterschaft verpasst. Das Team von Bundestrainer Jürgen Klinsmann unterlag in Dortmund der Auswahl Italiens mit 0:2 nach Verlängerung. Die Tore schossen Fabio Grosso und Alessandro del Piero. Deutschland spielt damit am Samstag um Platz drei, während Italien am Sonntag nach dem vierten Titel greift. Die Gegner beider Mannschaften werden an diesem Mittwoch in der Partie zwischen Portugal und Frankreich ermittelt. Klinsmann sprach von einer bitteren Niederlage. Dennoch könne seine Mannschaft stolz auf ihre Leistung sein. Ob er als Bundestrainer weitermache, werde er in den nächsten Tagen entscheiden. - Millionen Schlachtenbummler zogen enttäuscht von den Fanmeilen. Es gab jedoch nur vereinzelt Rangeleien. In Italien kam es vielerorts zu spontanen Autokorsos.

WASHINGTON: Die USA, Japan und weitere Staaten haben die jüngsten nordkoreanischen Raketentests scharf kritisiert. Die USA würden die notwendigen Maßnahmen ergreifen, um sich selbst und ihre Verbündeten zu schützen, sagte ein Sprecher des Weißen Hauses. Die japanische Regierung drohte Nordkorea mit wirtschaftlichen Sanktionen und versetzte die Armee in erhöhte Alarmbereitschaft. Auf Antrag Japans wurde für diesen Mittwoch zudem eine Dringlichkeitssitzung des Weltsicherheitsrats einberufen. Nordkorea hatte zuvor trotz internationaler Warnungen mindestens sechs Raketen Richtung Japan abgefeuert. Darunter war nach US-Angaben auch eine Langstreckenrakete des Typs Taepodong-2.

KABUL: Eine Serie von Bombenanschlägen hat die afghanische Hauptstadt Kabul erschüttert. Dabei starb mindestens ein Mensch, rund 40 afghanische Soldaten erlitten Verletzungen. Wie die Behörden und die NATO-geführte Schutztruppe weiter mitteilten, wurden mindestens vier Explosionen registriert. Anschläge gab es unter anderen auf zwei Busse, in denen Mitarbeiter des Verteidigungs- und des Handelsministeriums saßen. Die Taliban-Rebellen bekannten sich inzwischen zu den Attentaten.

JERUSALEM: Nach dem palästinensischen Raketenangriff auf die Stadt Aschkelon will Israel seine Militäreinsätze im nördlichen Gazastreifen verstärken. Dies habe Verteidigungsminister Amir Perez angeordnet, berichtete der israelische Rundfunk. Zuvor hatte bereits Ministerpräsident Ehud Olmert der Hamas mit weit reichenden Folgen gedroht. Der militärische Arm der radikal-islamischen Organisation bekannte sich zu der Attacke auf Aschkelon. Dabei wurde niemand verletzt.

LIBREVILLE: Bundesverteidigungsminister Franz Joseph Jung hat der Regierung von Gabun für die Unterstützung der EUFOR-Mission in der Demokratischen Republik Kongo gedankt. Jung sagte nach einem Gespräch mit Gabuns Außenminister Jean Ping in der Hauptstadt Libreville, er freue sich, dass die europäischen Truppen so rasch stationiert werden könnten. Jung fügte hinzu, die internationale Unterstützung für die Ende Juli angesetzten Wahlen im Kongo sei ein sehr gutes Signal für die Entwicklung in Afrika. Zuvor hatte sich der Minister im Kongo über den Stand der Vorbereitungen für die Mission informiert. Deutschland ist an der EUFOR-Truppe mit 780 Soldaten beteiligt. Davon sollen 500 Soldaten in Gabun stationiert werden und 280 im Kongo.

STRASSBURG: Die Sozialisten im EU-Parlament haben den Ausschluss der neuen slowakischen Regierungspartei Smer aus der Sozialdemokratischen Partei Europas gefordert. Zur Begründung verwiesen sie auf die Koalitionspartner des am Dienstag als Ministerpräsident vereidigten Smer-Vorsitzenden Robert Fico. Die Smer wird gemeinsam mit der ultranationalistischen Nationalpartei und der Bewegung für eine Demokratische Slowakei von Ex-Ministerpräsident Vladimir Meciar regieren.

SKOPJE: In der früheren jugoslawischen Republik Mazedonien hat die Parlamentswahl begonnen. Rund 1,7 Millionen Berechtigte sind aufgerufen, die 120 Abgeordneten des Einkammer-Parlaments in Skopje neu zu bestimmen. 500 internationale Beobachter begleiten die Wahl. Nach letzten Umfragen könnte die Mitte-links-Regierung von Ministerpräsident Vlado Buckovski ihre Mehrheit verlieren. Die derzeitige Koalition umfasst auch eine gemäßigte Albaner-Partei. Die Abstimmung gilt zugleich als demokratischer Reifetest für das Balkanland, das seit 2005 offiziell Kandidat für eine EU-Mitgliedschaft ist.

CARACAS: Venezuela ist als fünftes Mitglied der südamerikanischen Wirtschaftsgemeinschaft Mercosur beigetreten. Bisher bestand der 1991 gegründete Verbund aus Brasilien, Argentinien, Uruguay und Paraguay. Die Regierung in Caracas will nun Einfuhrzölle für Produkte aus diesen Ländern sofort oder in einigen Jahren aufheben.
Zudem sollen die Länder des Mercosurs Zugang zu den Ölreserven Venezuelas bekommen. Das Land ist der weltweit fünftgrößte Öl-Exporteur. Der venezolanische Präsident Hugo Chavez verspricht sich von dem Beitritt eine größere Plattform für seine Politik, die USA in Lateinamerika herauszufordern.

BERLIN: Bundespräsident Horst Köhler hat die Bundesregierung zu umfassenden Strukturreformen zur Beseitigung der Massenarbeitslosigkeit und zur Sanierung des Gesundheitswesens aufgefordert. Der Kampf gegen die Arbeitslosigkeit sei für ihn die wichtigste Aufgabe der Gesellschaft, sagte Köhler der 'Bild'-Zeitung. Steuererhöhungen seien nur dann sinnvoll, wenn die Mehreinnahmen in Bildung, Forschung und Entwicklung sowie den Umbau der Sozialsysteme investiert und nicht zum Stopfen von Haushaltslöchern verwendet würden. Die Belastung der Bürger mit Steuern und Abgaben seien schon jetzt zu hoch.

DAS WETTER IN DEUTSCHLAND: Im Westen und Süden aufkommende Gewitter, in Nordosten durchweg sonnig. Höchstwerte 30 bis 35 Grad Celsius.


Am Vormittag meldeten bei meist nur gering bewöktem Himmel:

Hamburg, Köln/Bonn und Frankfurt am Main: 24°;
Berlin: 25°;
Dresden: 23° sowie
München: 22°.

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