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Nachrichten

Mittwoch, 5. August 2009

Trainieren Sie Ihr Hörverstehen mit authentischen Materialien. Nutzen Sie die Nachrichten der Deutschen Welle vom Mittwoch - als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.

TEHERAN: Begleitet von einem starken Polizeiaufgebot hat der iranische Präsident Mahmud Ahmadinedschad vor dem Parlament seinen Eid für eine zweite Amtszeit abgelegt. Nicht anwesend bei der Sitzung war der einflussreiche Geistliche und frühere Präsident Akbar Haschemi Rafsandschani, der sich in jüngster Zeit mehrfach kritisch zu Wort gemeldet hatte. Sicherheitskräfte und Mitglieder der berüchtigten Bassidsch-Miliz lösten laut Augenzeugen vor dem Gebäude in Teheran eine Demonstration von Anhängern der Opposition auf. Diese erkennt das Ergebnis der Präsidentenwahl vom 12. Juni nicht an und spricht von Betrug. - Im westlichen Ausland gab es Kritik an der Entscheidung der schwedischen EU-Ratspräsidentschaft, einen Vertreter zur Amtseinführung nach Teheran zu entsenden. Deutschland schickte nach Angaben des Auswärtigen Amts einen niederrangigen Beamten als Beobachter.

PJÖNGJAN: Nach mehr als vier Monaten Haft in Nordkorea sind die US-Journalistinnen Laura Ling und Euna Lee wieder frei. Sie reisten mit dem früheren US-Präsidenten Bill Clinton aus Nordkorea ab, wie ein Sprecher Clintons mitteilte. Ling und Lee sollen in Kürze in Kalifornien ihre Familien wiedersehen. Der Ehemann von US-Außenministerin Hillary Clinton hatte bei einem Besuch in Pjöngjang die Begnadigung der beiden Frauen erreicht. Clinton war am Dienstag als erster hochrangiger US-Politiker seit neun Jahren mit Staatschef Kim Jong Il zusammengetroffen. Die Journalistinnen waren im März an der Grenze zu China festgenommen worden, als sie über nordkoreanische Flüchtlinge berichten wollten. Ein Gericht in Pjöngjang verurteilte die Frauen im Juni wegen illegalen Grenzübertritts und "Hetze" gegen die Regierung zu je zwölf Jahren Arbeitslager.

MOSKAU: Vor einem Militärgericht hat ein neuer Prozess um die Ermordung der russischen Journalistin Anna Politkowskaja begonnen. Angeklagt sind wieder drei Männer, die den Mord an der Regierungskritikerin 2006 vorbereitet und organisiert haben sollen. Der Oberste Gerichtshof in Moskau hatte Ende Juni den Freispruch der Angeklagten aufgehoben und ein neues Verfahren angeordnet, das nun öffentlich stattfindet. Politkowskajas Angehörige fordern hingegen völlig neue Ermittlungen. Der mutmaßliche Todesschütze soll in Westeuropa untergetaucht sein.

FRANKFURT AM MAIN: Die Deutsche Bank will bei der traditionsreichen Privatbank Sal. Oppenheim einsteigen. Im Gespräch sei eine Minderheitsbeteiligung an dem angeschlagenen Institut, teilte die Deutsche Bank mit. Ziel der strategischen Partnerschaft sei, die Position der Deutschen Bank im gehobenen Privatkundengeschäft in Deutschland zu stärken. Sal. Oppenheim war im Zuge der Finanzkrise und nicht zuletzt durch seine Beteiligung am insolventen Handelskonzern Arcandor in die roten Zahlen gerutscht.

BERLIN: Bei der Inanspruchnahme der so genannten Abwrackprämie zur Förderung der angeschlagenen Autoindustrie ist es in den vergangenen Monaten zu Tausenden von Betrugsfällen gekommen. Nach Informationen des Bundes Deutscher Kriminalbeamter wurden rund 50.000 verschrottete Autos illegal weiterverkauft, viele von ihnen nach Afrika und Osteuropa. Die Abwrackprämie von 2500 Euro erhält jeder Neuwagenkäufer, der sein mehr als neun Jahre altes Auto verschrottet. Nach Angaben des Bundesamtes für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle haben dies mehr als 500.000 Bundesbürger gemacht.

BERLIN: Nach der Freilassung des deutschen Frachters "Hansa Stavanger" ist Kritik an der Zahlung eines Lösegeldes an somalische Piraten laut geworden. Für die Seeräuber sei dies eine Aufforderung zu weiteren Überfällen, sagte der CSU-Sicherheitsexperte Hans-Peter Uhl der "Neuen Osnabrücker Zeitung". Zugleich forderte er eine härtere Gangart der EU-Mission 'Atalanta'. Der Anti-Piraten-Einsatz sei zu defensiv ausgerichtet. Notwendig sei, gekaperte Schiffe noch auf hoher See notfalls mit Waffengewalt zurückzuerobern. Die "Hansa Stavanger" war Anfang April von somalischen Piraten gekapert worden. Nach der Übergabe von Lösegeld in Höhe von rund zwei Millionen Euro kam sie am Montag wieder frei.

WASHINGTON: Das im März in den USA aufgelegte Hilfspaket für Hausbesitzer bleibt deutlich hinter den Erwartungen zurück. Die Regierung hat insgesamt 75 Milliarden Dollar - umgerechnet 52 Milliarden Euro - bereit gestellt, um drei bis vier Millionen Haushalten die Zwangsräumung zu ersparen. Doch bis August kamen nur 230.000 Haushalte in den Genuss vereinfachter Kreditbedingungen, wie das US-Finanzministerium mitteilte. Die Behörde kritisierte die unterschiedliche Leistung der Banken. Bei JPMorgan Chase oder GMAC hätten bereits 20 Prozent der für das Programm in Frage kommenden Haushalte neue Darlehenskonditionen bekommen, bei der Bank of America nur vier Prozent. Die rasant steigende Zahl der Hausbesitzer in den USA, die ihre Kredite nicht mehr bedienen konnten, war die Ursache der weltweiten Finanz- und Wirtschaftskrise.

PITTSBURGH: Bei einer Schießerei in einem Fitnessclub in einem Vorort von Pittsburgh im US-Bundesstaat Pennsylvania sind mindestens fünf Menschen getötet worden. Unter ihnen ist nach Angaben der Polizei der Täter. Der Mann sei in den Club gekommen und habe anschließend wild um sich geschossen. Mehr als zehn Menschen wurden bei dem Überfall verletzt.

DAS WETTER IN DEUTSCHLAND: Verbreitet sonnig und trocken bei Temperaturen zwischen 22 und 29 Grad Celsius.

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