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Nachrichten

Mittwoch, 4. November 2009

Trainieren Sie Ihr Hörverstehen mit authentischen Materialien. Nutzen Sie die Nachrichten der Deutschen Welle vom Mittwoch - als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.

DETROIT: Der monatelange Übernahme-Poker um den Autobauer Opel ist mit einem Paukenschlag beendet worden: Der Verwaltungsrat des US-Konzerns General Motors entschied, die deutsche Tochter nicht wie geplant an den österreichisch-kanadischen Zulieferer Magna und die russische Sberbank zu verkaufen. Zur Begründung verwies GM-Chef Fritz Henderson in Detroit auf zuletzt bessere Geschäfte sowie die technische Bedeutung von Opel für die künftige weltweite Strategie seines Unternehmens. General Motors kündigte an, in Kürze einen Sanierungsplan im Umfang von drei Milliarden Euro vorzulegen. Die europäischen Länder mit Opel-Standorten bat Henderson um finanzielle Unterstützung. Die US-Regierung ließ verlauten, sie sei an der Entscheidung trotz einer Mehrheitsbeteiligung von 60 Prozent an GM nicht beteiligt gewesen.

BERLIN: Die deutsche Regierung hat die amerikanische Absage des von ihr unterstützen Opel-Verkaufes kritisiert. Wirtschaftsminister Rainer Brüderle nannte die Entscheidung von General Motors "inakzeptabel". Gleichzeitig forderte er die staatliche Überbrückungshilfe für den angeschlagenen Autobauer von 1,5 Milliarden Euro bis zum Monatsende zurück. Auch Ministerpräsidenten in Ländern mit Opel-Standorten zeigten sich verärgert. Der Betriebsrat zog alle Zugeständnisse der Belegschaft zur Sanierung des Unternehmens zurück und rief zu europaweiten Warnstreiks auf. Als "fantastisch" für britische Arbeitsplätze feierten dagegen Gewerkschafter auf der Insel die Entscheidung von General Motors.

TEHERAN: Am 30. Jahrestag des Geiseldramas an der US-Botschaft in Teheran ist die iranische Polizei mit Tränengas gegen oppositionelle Demonstranten vorgegangen. Während wie zum Jahrestag üblich tausende regierungstreue Iraner gegen die USA demonstrierten, protestierten am Rande der offiziellen Aktionen Oppositionsanhänger gegen die umstrittene Wiederwahl von Irans Präsident Mahmud Ahmadinedschad im Juni. Nach Angaben von Augenzeugen wurden mehrere regierungskritische Demonstranten festgenommen. Die Behörden hatten der Opposition jede Kundgebung zum Jahrestag verboten und ein entschlossenes Vorgehen der Polizei angedroht. - Am 4. November 1979 hatten iranische Studenten die US-Botschaft in Teheran besetzt und die Mitarbeiter 444 Tage als Geiseln genommen. Die USA unterhalten seither keine diplomatischen Beziehungen mehr zu Teheran.

LONDON: Im Süden Afghanistans hat ein Polizist fünf britische Soldaten erschossen. Wie das Verteidigungsministerium in London mitteilte, ereignete sich der Zwischenfall an einem Kontrollpunkt in der Provinz Helmand. Der Polizist habe ohne Vorwarnung das Feuer eröffnet, bevor einer der Soldaten habe reagieren können. Nach Angaben eines Armeesprechers waren die Soldaten mit der Ausbildung der afghanischen Polizei betraut und in dem Kontrollpunkt seit längerer Zeit eingesetzt.

BERLIN: Die FDP will die zum Ende des Jahres auslaufende Altersteilzeit-Regelung durch eine Rentenreform ersetzen. Wie der stellvertretende Vorsitzende der Bundestagsfraktion, Heinrich Kolb, der "Bild"-Zeitung sagte, soll sich künftig jeder Arbeitnehmer ab 60 Jahren für eine Teil- oder Vollrente entscheiden können. Zudem müssten Rentner soviel hinzuverdienen können, wie sie wollten.

DÜSSELDORF: Vier Wochen nach Unterzeichnung des Koalitionsvertrages werden Union und FDP nach Informationen der "Rheinischen Post" ihren anhaltenden Streit über Steuer- und Gesundheitspolitik auf einer Kabinettsklausur diskutieren. Wie das Blatt unter Berufung auf Regierungskreise in Berlin berichtet, treffen sich dazu die Spitzen der Koalition am 18. und 19. November zu einer zweitägigen Tagung auf Schloss Meseberg, dem Gästehaus der Bundesregierung.

TEHERAN: Bei einem Erdbeben der Stärke 4,9 sind im Iran mehr als 260 Menschen verletzt worden. Wie staatliche Medien berichteten, rannten die Bewohner der südiranischen Hafenstadt Bandar Abbas in Panik auf die Straßen, als die Erde bebte. Strom- und Telefonleitungen waren unterbrochen.

TOKIO: Der weltgrößte Autobauer Toyota steigt zum Ende der Grand Prix-Rennsaison aus der Formel 1 aus. Der Konzern erwarte das zweite Jahr in Folge rote Bilanzzahlen und habe diesen Schritt aus Kostengründen beschlossen, verlautete offiziell in Tokio. Erst am Montag hatte der weltgrößte Reifenkonzern Bridgestone seinen Abschied von der Formel 1 zum Ende der kommenden Saison bekanntgegeben.

DAS WETTER IN DEUTSCHLAND: Nur kurze Auflockerungen und immer wieder Schauer. Die Höchstwerte reichen von drei Grad an der Küste bis 13 Grad im Südwesten.

Zuletzt meldeten bei durchweg regnerischem Himmel:

Hamburg: 5 Grad,

Berlin: 1 Grad,

Dresden: 4 Grad,

Köln/Bonn: 7 Grad,

Frankfurt am Main: 9 Grad,

München: 8 Grad.

Audio und Video zum Thema