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Nachrichten

Mittwoch, 4. März 2009

Trainieren Sie Ihr Hörverstehen mit authentischen Materialien. Nutzen Sie die Nachrichten der Deutschen Welle von Mittwoch- als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.

RAMALLAH: US-Außenministerin Hillary Clinton hat Gespräche mit der Palästinenserführung in Ramallah aufgenommen. Sie sprach nach ihrem Eintreffen zunächst mit dem amtierenden Ministerpräsidenten Salam Fajad. Mittags wollte sie mit Palästinenserpräsident Mahmud Abbas zusammenkommen. Abbas' Sprecher Nabil Abu Rudeineh sagte dem palästinensischen Rundfunk, neue Verhandlungen mit der künftigen israelischen Regierung, mit deren Bildung der rechtsorientierte Likud-Vorsitzende Benjamin Netanjahu beauftragt ist, seien nur möglich, wenn sich die neue israelische Regierung für eine Zwei-Staaten-Lösung ausspreche. Netanjahu lehnt dies bislang ab. Clinton hatte am Dienstag bei ihren Gesprächen mehrfach betont, dass eine eine Zwei-Staaten-Lösung für die Region unausweichlich sei.

GAZA-STADT: Die israelische Luftwaffe hat erneut Ziele im Süden des Gazastreifens angegriffen. Ziel seien drei Schmugglertunnel nahe der Grenzstadt Rafah gewesen, sagte die israelische Armee. Augenzeugen berichteten, es habe keine Verletzten gegeben. Durch die Tunnel zwischen dem Süden des Gazastreifens und Ägypten werden unter anderem Waffen und Treibstoff in das abgeriegelte Palästinensergebiet geschafft. Die Schmugglertunnel waren eines der Hauptziele während der israelischen Offensive Anfang des Jahres gegen die radikalislamische Hamas.

WASHINGTON: US-Präsident Barack Obama und der britische Premierminister Gordon Brown haben sich für eine stärkere Regulierung der Finanzmärkte ausgesprochen. Zwar seien freie Märkte unerlässlich, sagte Obama nach einem Treffen mit Brown im Weißen Haus. Nötig sei aber auch ein Regulierungssystem, damit die Märkte nicht außer Kontrolle gerieten. Brown schlug einen globalen 'New Deal' vor, in dem alle Länder ihre Konjunktur durch Finanzspritzen ankurbeln und ihr Bankensystem reformieren sollten. Er war der erste europäische Regierungschef, der von Obama empfangen wurde.

DEN HAAG: Der Internationale Strafgerichtshof gibt an diesem Mittwoch bekannt, ob ein Haftbefehl gegen den sudanesischen Präsidenten Omar Hassan Al-Baschir erlassen wird. Den Antrag hat Chefankläger Luis Moreno-Ocampo gestellt. Er wirft Al-Baschir Völkermord, Verbrechen gegen die Menschlichkeit und Kriegsverbrechen in der Krisenregion Darfur vor. Es wäre der erste Haftbefehl gegen einen amtierenden Staatschef, seitdem der Gerichtshof in Den Haag 2002 seine Arbeit aufgenommen hat. Durch den Bürgerkrieg in Darfur starben nach UN-Angaben bislang rund 300.000 Menschen, mehr als zwei Millionen Menschen wurden vertrieben.

WASHINGTON: Pakistans Präsident Asif Ali Zardari hat Verhandlungen mit den radikalislamischen Taliban eine Absage erteilt. Er werde weder mit den extremistischen Taliban noch mit Terroristen sprechen, schrieb Zardari im "Wall Street Journal". Zugleich verteidigte er die Mitte Februar mit islamischen Geistlichen im Swat-Tal geschlossene Waffenruhe. Verhandlungspartner seien keine radikalislamischen Taliban gewesen. Die pakistanische Regierung hatte im Gegenzug die Einführung des islamischen Scharia-Rechts in der Gegend akzeptiert.

BERLIN: Der Europa-Chef von General Motors, Carl Peter Forster, hat im Zuge der Unternehmenssanierung den Abbau von 3.500 Stellen bei der deutschen Tochter Opel angekündigt. Außerdem müssten alle Beschäftigten mit weiteren Einkommenseinbußen rechnen, sagte Forster der 'Bild-Zeitung'. Das sei der Beitrag, den die Belegschaft zur Rettung von Opel leisten müsse. Forster wiederholte, dass zum Erhalt aller Standorte von Opel und der britischen Marke Vauxhall bis 2014 rund 3,3 Milliarden Euro benötigt würden. Wenn Spanien, Großbritannien und Belgien sich beteiligten, liege der deutsche Anteil zwischen zwei und drei Milliarden Euro. Die britische Regierung erklärte sich bereit, über Hilfen für Vauxhall zu diskutieren, sobald der Restrukturierungsplan von General Motors Europa vorliege.

BONN: Der Bund der Vertriebenen nominiert seine Präsidentin Erika Steinbach vorerst nicht für den Stiftungsrat des geplanten Vertriebenenzentrums in Berlin. Das Präsidium habe das Angebot Steinbachs angenommen, sie vorläufig nicht zu benennen, teilte der Verband mit. Es werde aber kein anderer Vertreter entsandt, sondern die Position demonstrativ unbesetzt gelassen. Der Bund der Vertriebenen hatte Steinbach Mitte Februar für den Beirat der Stiftung 'Flucht, Vertreibung, Versöhnung' nominiert. Das hatte zu heftigen Protesten in Polen, aber auch bei SPD und Grünen geführt. Steinbach wird unter anderem dafür kritisiert, dass sie 1991 im Bundestag nicht für die Anerkennung der Oder-Neiße-Grenze stimmte und sich gegen den EU-Beitritt Polens aussprach.

BERLIN: Auch nach der Verurteilung von Thüringens Ministerpräsidenten Dieter Althaus wegen fahrlässiger Tötung will die CDU an dessen Spitzenkandidatur für die kommende Landtagswahl festhalten. Althaus Amtsvorgänger Bernhard Vogel sagte, es bestehe kein Grund, die Kandidatur in Frage zu stellen. Am Dienstag hatte ein österreichisches Gericht Althaus wegen seiner Beteiligung an einem tödlichen Skiunfall zu einer Geldstrafe verurteilt. Der Sprecher der österreichischen Strafverteidiger, Richard Soyer, kritisierte das schnelle Urteil als unüblich. Das Vorgehen sei dem Ansehen der Justiz in Österreich abträglich.

KÖLN: Nach dem Einsturz des Historischen Stadtarchives geht die Suche nach möglichen Verschütteten weiter. Derzeit gehen die Einsatzkräfte von zwei vermissten Personen aus. In der Nacht waren zur Stabilisierung des Untergrunds große Mengen Beton in einen Hohlraum unter der Unglücksstelle gepumpt worden. Das Archivgebäude und zwei benachbarte Wohnhäuser waren am Dienstag eingestürzt. Ursache könnte ein U-Bahn-Bau im Zentrum von Köln sein. Im Historischen Stadtarchiv waren Originaldokumente aus mehr als 1.000 Jahren Kölner und rheinischer Geschichte aufbewahrt. Zu dem Bestand zählten auch Nachlässe und Unterlagen bedeutender Persönlichkeiten wie etwa des Literaturnobelpreisträgers Heinrich Böll.

ZUM FUSSBALL: Fußball-Bundesligist Schalke 04 ist im Viertelfinale des DFB-Pokals gescheitert. Die Mannschaft von Trainer Fred Rutten verlor beim Zweitligisten Mainz 05 mit 0:1. Das Tor für Mainz erzielte Aristide Bancé in der 88. Minute. - Die restlichen drei Viertelfinal-Partien finden an diesem Mittwoch statt.

DAS WETTER IN DEUTSCHLAND: Nach Auflösung von Nebel zunächst verbreitet heiter. Im Tagesverlauf im Westen und äußersten Osten zunehmende Bewölkung, örtlich auch Regen. Tageshöchstwerte zwischen sieben und zwölf Grad.


Am Morgen meldeten:


Hamburg: 3°, wolkenlos;

Berlin: 2°, dunstig;

Dresden: 5°, bedeckt;

Köln/Bonn: 5°, wolkenlos;

Frankfurt am Main: 3°, dunstig und

München: 3°, bedeckt.

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