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Nachrichten

Mittwoch, 4. August 2010

Trainieren Sie Ihr Hörverstehen mit authentischen Materialien. Nutzen Sie die Nachrichten der Deutschen Welle von Mittwoch - als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.

NEW ORLEANS: Dreieinhalb Monate nach Beginn der Ölkatastrophe im Golf von Mexiko ist der britische Energiekonzern BP nach eigenen Angaben auf gutem Wege, das defekte Bohrloch auf dem Meeresgrund endgültig zu verschließen. Acht Stunden lang wurde mit dem als "static kill" bezeichneten Verfahren langsam schwerer Spezialschlamm von Schiffen aus in die seit Mitte Juli provisorisch abgedichtete Rohrleitung gepumpt. Die Aktion hat nach Einschätzung von BP bereits das gewünschte Ergebnis gebracht. Der Druck in dem Bohrloch werde nun durch den Schlamm kontrolliert. Wenn der Druck stabil bleibe, könne oberhalb dieses Schlammpfropfens das Bohrloch mit Zement verschlossen werden, teilte der Öl-Konzern mit.

NEW YORK: Nach dem blutigen Grenzgefecht zwischen Armeeeinheiten des Libanon und Israels haben die Vereinten Nationen, die USA und die EU beide Seiten zu äußerster Zurückhaltung aufgerufen. Es dürfe nicht zu einer Eskalation kommen, hieß es nach einer Sondersitzung des UN-Sicherheitsrates. Der deutsche Außenminister Westerwelle erklärte, es müsse alles getan werden, um die Friedensbemühungen in der Region nicht zu gefährden. Nach den schweren Gefechten mit vier Toten drohte die radikale libanesische Hisbollah-Miliz Israel mit Gewalt, sollte es zu weiteren Zwischenfällen kommen. Israelis und Libanesen machten sich gegenseitig für die Konfrontation am Dienstag an der gemeinsamen Grenze verantwortlich.

NAIROBI: In Kenia sind rund zwölf Millionen Bürger aufgerufen, in einer Volksabstimmung über Annahme oder Ablehnung einer neuen Verfassung zu entscheiden. Der Entwurf sieht unter anderem eine Einschränkung der Macht des Präsidenten und eine Stärkung des Parlaments vor und gilt auch als wichtiger Test für die Parlaments- und Präsidentenwahlen 2012. Abgestimmt wird auch über die Einführung islamischer Familiengerichte und eine Landreform. Nach Umfragen ist eine klare Zustimmung zu dem Verfassungsentwurf zu erwarten.

ISLAMABAD: Die Hochwasserkatastrophe in Pakistan weitet sich bei anhaltendem Monsunregen immer weiter auch in den Süden und Südosten des Landes aus. In der zentralen Provinz Punjab wurden bereits erste Dörfer überschwemmt. Die Behörden kündigten Evakuierungen entlang des Flusses Indus an. Aus den überfluteten Gebieten sind nach Angaben des Deutschen Roten Kreuzes die ersten Fälle von Cholera gemeldet worden. Außerdem gebe es viele Durchfallerkrankungen. Von dem Hochwasser sind nach UN-Angaben deutlich mehr als drei Millionen Menschen betroffen, davon fast die Hälfte Kinder. Mindestens 1.500 Menschen kamen bislang durch die Überschwemmungen ums Leben.

MOSKAU: Trotz aller Bemühungen ist es in Russland bislang nicht gelungen, die seit mehr als einer Woche wütenden Wald- und Torfbrände entscheidend einzudämmen. Nach Angaben des Ministeriums für Katastrophenschutz wurden allein in den vergangenen 24 Stunden mehr als 400 neue Brandherde registriert. Die Zahl der Todesopfer liegt nach offiziellen Angaben inzwischen bei mindestens 48.

BERLIN: Das Bundeskabinett ist erstmals unter Leitung von Vizekanzler Westerwelle zusammengetreten. Westerwelle vertritt Bundeskanzlerin Merkel, die im Sommerurlaub ist. Die Ministerrunde will unter anderem ein neues Lateinamerikakonzept verabschieden. Damit soll der gewachsenen politischen und wirtschaftlichen Rolle der 33 Staaten Mittel- und Südamerikas und der Karibik Rechnung getragen werden. Neben einer engeren wirtschaftlichen Kooperation ist auch eine verbesserte Zusammenarbeit in den Bereichen Bildung, Wissenschaft und Forschung sowie in der Sicherheitspolitik vorgesehen.

QUITO: Ecuador hat sich mit den Vereinten Nationen darauf verständigt, auf die umstrittene Ölförderung in einem Naturschutzgebiet zu verzichten. Als Entschädigung für entgangene Gewinne soll das südamerikanische Land 3,6 Milliarden Dollar (2,7 Milliarden Euro) Entwicklungshilfe aus einem eigens dafür eingerichteten Fonds erhalten. Einzahlen sollen reiche Länder, darunter auch Deutschland. Das fast eine Million Hektar große Naturschutzgebiet Yasuni wurde 1989 von der UNESCO zum Biosphärenreservat erklärt. Die UN sahen in der geplanten Ölförderung eine Gefahr für Menschen, Tiere und Pflanzen in dem Bio-Reservat.

DAS WETTER IN DEUTSCHLAND: Im Westen und Nordwesten wolkenreich und gebietsweise Regen, sonst wechselnd bewölkt mit Schauern. Höchstwerte zwischen 19 und 24 Grad.

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