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Nachrichten

Mittwoch, 4. April 2007

Hier finden Sie die 13-Uhr Nachrichten der Deutschen Welle vom Mittwoch.

BERLIN: Der Krisenstab im Auswärtigen Amt bemüht sich weiter um die beiden vor zwei Monaten im Irak verschleppten Deutschen. Außenminister Frank-Walter Steinmeier sagte, die Bundesregierung sei in großer Sorge. Das am Dienstag ausgestrahlte Videoband der Entführer mit einem neuen Ultimatum für einen deutschen Truppenabzug aus Afghanistan bezeichnete Steinmeier als schockierend und unmenschlich. Zugleich äußerte er die Hoffnung, dass nicht zuletzt durch die Arbeit des Krisenstabs die Freilassung der 61-jährigen Hannelore Krause und ihres Sohnes Sinan erreicht werde.

BERLIN: Der Vorstandsvorsitzende des Autobauers DaimlerChrysler, Dieter Zetsche, hat erstmals Gespräche mit potenziellen Käufern der angeschlagenen US-Tochter Chrysler bestätigt. Zetsche äußerte sich auf der Hauptversammlung in Berlin. Nach dem Milliardenverlust des US-Autoherstellers 2006 hatte der Manager erklärt, alle Optionen prüfen zu wollen. Die Vereinigung 'Kritische Aktionäre DaimlerChrysler' warnte vor Massenentlassungen, falls Finanzinvestoren wie Cerberus oder Blackstone zum Zuge kommen sollten.

BONN: Die Deutsche Telekom und die Gewerkschaft Verdi beraten weiter über die geplante Auslagerung von bis zu 50.000 Service-Beschäftigten. Der Konzern will die Ausgliederung bis Juli umsetzen. Die betroffenen Mitarbeiter sollen künftig mehr Stunden in der Woche arbeiten, flexibler eingesetzt werden und weniger verdienen als bislang. Die Gewerkschaft sprach am Dienstagabend von schwierigen Verhandlungen. Verdi lehnt das Konzept weitgehend ab und hat bereits mit Streiks gedroht.

WIESBADEN: Immer mehr Verbraucher in Deutschland werden zahlungsunfähig. Nach Angaben des Statistischen Bundesamts in Wiesbaden stieg die Zahl der privaten Insolvenzen im Januar im Vergleich zum Vorjahresmonat um mehr als 27 Prozent auf fast 9.000 Fälle. Die Firmen-Insolvenzen sind dagegen weiter rückläufig. Ihre Zahl verringerte sich um knapp sieben Prozent auf 2.400.

HONIARA: Nach dem Tsunami auf den Salomonen-Inseln breiten sich erste Krankheiten im Katastrophengebiet aus. Nach Angaben des Roten Kreuzes leiden in Notunterkünften mehrere Kinder an Durchfall. Es fehlt vor allem an frischem Trinkwasser. Hilfsgüter können zunächst nur mit Hubschraubern oder Booten herangeschafft werden, weil der Flughafen der Stadt Gizo geschlossen ist. Nach amtlichen Angaben kamen durch die meterhohe Flutwelle mindestens 28 Menschen ums Leben. 5.600 Bewohner des südpazifischen Archipels verloren ihre Wohnung. Inzwischen erschütterten mehr als zwei Dutzend Nachbeben die Region, darunter zwei der Stärke 6,2.

DAMASKUS: Die Präsidentin des US-Abgeordnetenhauses, Nancy Pelosi, ist in Damaskus mit dem syrischen Präsidenten Baschar el Assad zusammengetroffen. Pelosi, die zuvor in Israel und im Libanon war, will bei dem Treffen die Hilfe Syriens für militante islamistische Bewegungen kritisch ansprechen. Der Besuch der demokratischen Spitzenpolitikerin bei Assad war vom Weißen Haus scharf kritisiert worden. Präsident George W. Bush betrachtet Syrien als Förderer des internationalen Terrorismus und Unterstützer der Aufständischen im Irak.

BRÜSSEL: Die EU-Kommission hat sich zu neuen Gesprächen mit Kuba bereiterklärt. Ein Sprecher von Entwicklungskommissar Louis Michel sagte, die EU sei an einem politischen Dialog mit allen repräsentativen kubanischen Akteuren interessiert. Er reagierte damit auf einen Besuch des spanischen Außenministers Miguel Angel Moratinos in Havanna. Dabei hatten beide Länder am Dienstag beschlossen, einen politischen Dialog aufzunehmen, der auch das sensible Thema der Menschenrechte einschließen soll. Die EU hatte 2003 nach einer Welle von Verhaftungen unter Oppositionellen Sanktionen gegen Kuba verhängt. DAMASKUS: Nach der Gefangennahme von 15 britischen Soldaten vermittelt jetzt auch Syrien zwischen dem Iran und Großbritannien. Außenminister Walid Moallem sagte, es sei leise Diplomatie nötig, um zu einer Lösung zu kommen. Daran sei Syrien beteiligt. Am Dienstag hatte der türkische Außenminister Abdullah Gül in Berlin erklärt, seine Regierung spreche mit beiden Seiten. Inzwischen deutete der iranische Parlamentspräsident Gholam-Hossein Hadad-Adel an, dass eine Lösung der Krise langsam näher rücken könnte.

NEW YORK: Der derzeitige Vorsitzende des Weltsicherheitsrats, Emyr Jones Parry, erwartet keine schnelle Einigung beim umstrittenen Unabhängigkeitsplan für die serbische Provinz Kosovo. Es werde so bald keine Abstimmung dazu im Rat geben, sagte der britische UN-Botschafter nach einer ersten Erörterung des Plans in dem Gremium. Der Plan des UN-Sondergesandten Martti Ahtisaari sieht eine eingeschränkte Unabhängigkeit der mehrheitlich von Albanern bewohnten Provinz unter EU-Aufsicht vor. Serbien lehnt dies ab.

BERLIN: Das Kabinett hat eine überarbeitete Fassung des von Bundespräsident Horst Köhler gestoppten Verbraucherinformationsgesetzes verabschiedet. Mit dem Gesetz soll die Bevölkerung zum Beispiel bei Lebensmittelskandalen schneller über Risiken informiert werden. Köhler hatte dem Gesetz im Dezember die Unterschrift verweigert, weil er es für verfassungswidrig hielt, dass der Bund den Kommunen Aufgaben zuweisen wollte. In der neuen Fassung sind die Länder zwischengeschaltet. Änderungswünsche zu Gunsten der Konsumenten wurden nicht berücksichtigt.

DAS WETTER IN DEUTSCHLAND: Zunächst meist sonnig. Später ziehen an den Küsten und im Süden Wolken auf. Höchstwerte zwischen sechs und 14 Grad.

Zuletzt meldeten:

Hamburg: neun Grad, fast wolkenlos; Berlin: sieben Grad, heiter; Dresden: sechs Grad, leicht bewölkt; Köln/Bonn: acht Grad, fast wolkenlos sowie Frankfurt am Main und München: sechs Grad, stark bewölkt.

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