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Nachrichten

Mittwoch, 31. Oktober 2007

Trainieren Sie Ihr Hörverstehen mit authentischen Materialien. Nutzen Sie die 13-Uhr Nachrichten der Deutschen Welle vom Mittwoch - als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.

MADRID: Dreieinhalb Jahre nach den Terroranschlägen von Madrid werden an diesem Mittwoch die Urteile gesprochen. Für die acht Hauptangeklagten hat die Staatsanwaltschaft jeweils fast 40.000 Jahre Haft gefordert. Insgesamt stehen 28 Männer vor Gericht. Die Anschläge in der spanischen Hauptstadt vom 11. März 2004 waren die verheerendsten in der Geschichte des Landes. Islamistische Terroristen hatten in vollbesetzten Pendlerzügen zehn Bomben zur Explosion gebracht. 191 Menschen starben, über 1.800 wurden verletzt.

MOSKAU: In Südrussland sind bei einer Bombenexplosion in einem Omnibus mindestens acht Menschen getötet worden. Mehr als 40 Menschen - darunter auch viele Passanten - erlitten Verletzungen. Die Detonation ereignete sich in der Industriestadt Togliatti an der Wolga, mehr als 1.000 Kilometer südwestlich von Moskau gelegen. Über die Hintergründe des Anschlags ist noch nichts bekannt.

NEU DELHI: Bundeskanzlerin Angela Merkel hat ihren Indien-Besuch bei Gesprächen mit Künstlern und anderen Intellektuellen des Landes fortgesetzt. Zudem traf sie junge Berufstätige im Goethe-Institut in Neu Delhi. Die Kanzlerin reist heute in die indische Wirtschafts- und Finanzmetropole Bombay, wo sie an einer Veranstaltung der deutsch-indischen Handelskammer teilnimmt. Merkel hatte am Vortag mit dem indischen Premierminister Manmohan Singh eine engere Partnerschaft in Politik, Wirtschaft und Wissenschaft vereinbart. Angestrebt wird eine Verdopplung des Handelsvolumens in den kommenden fünf Jahren.

MOSKAU: Im Streit um das iranische Atomprogramm hat Russland erneut weitere Sanktionen gegen den Iran abgelehnt. Einseitige Sanktionen seien "nicht hilfreich" bei den gemeinsamen Bemühungen um eine Lösung des Streits, sagte Außenminister Sergej Lawrow. Er äußerte sich nach einem Treffen mit dem iranischen Präsidenten Mahmud Ahmadinedschad in Teheran. Russland sei ausschließlich für eine friedliche Lösung, betonte Lawrow nach einer Meldung der Nachrichtenagentur Interfax. Er forderte Ahmadinedschad auf, aktiver mit der Internationalen Atomenergiebehörde zu kooperieren. Die USA hatten in jüngster Zeit wiederholt neue Sanktionen gegen Teheran verhängt, zuletzt vergangene Woche gegen Teile des Militärs und drei Banken.

KABUL: In der afghanischen Hauptstadt ist eine Konferenz zum Kampf gegen den Drogenhandel eröffnet worden. Der Vertreter der UN-Anti-Drogenbehörde in Pakistan, Vincent McLean, rief die 55 Teilnehmerstaaten zur Zusammenarbeit auf. Er begrüßte eine Vereinbarung, die in diesem Jahr von Pakistan, dem Iran und Afghanistan zur Bekämpfung des Drogenhandels unterzeichnet worden war. Afghanistan, aus dem 90 Prozent des weltweit hergestellten Heroins kommen, hat vor allem in seinen Grenzregionen zu Pakistan und dem Iran Opium-Anbaugebiete. Laut McLean wird der größte Teil des Opiums noch in Afghanistan selbst zu Heroin und Morphium verarbeitet.

GAZA-STADT: Bei einem israelischen Raketenangriff auf ein Polizeirevier in Khan Yunis im südlichen Gazastreifen sind mindestens vier palästinensische Polizisten getötet worden. Nach Angaben von Augenzeugen und Krankenhäusern wurden zudem zehn Menschen verletzt. Das israelische Militär teilte mit, der Angriff sei eine Reaktion auf palästinensischen Raketenbeschuss. Nach israelischen Angaben haben militante Palästinenser rund 2.150 Kassam-Raketen aus dem Gazastreifen abgefeuert, seit Israel im Sommer 2005 den Gazastreifen geräumt hat. Nachdem die radikalislamische Hamas im Juni dort die Macht übernommen hatte, erklärte Israel den Gazastreifen im September zum "feindlichen Gebiet".

SANTO DOMINGO: Durch den Tropensturm "Noël" sind in der Dominikanischen Republik und in Haiti nach jüngsten Behördenangaben mindestens 50 Menschen ums Leben gekommen, viele werden noch vermisst. Die meisten Opfer wurden von über die Ufer getretenen Flüssen mitgerissen, andere von Schlammlawinen und Erdrutschen verschüttet. In Haiti leisten Soldaten der UN-Mission den Betroffenen Unterstützung. Zuletzt zog der Sturm über Kuba hinweg. Dort wurden mindestens 2.000 Menschen vorsorglich in Sicherheit gebracht.

SCHWERIN: Ein umstrittener Spezialtransport mit dem Reaktordruckgefäß aus dem stillgelegten Kernkraftwerk Rheinsberg in Brandenburg ist im atomaren Zwischenlager Nord in Lubmin in Mecklenburg-Vorpommern eingetroffen. Die mehr als dreizehnstündige Fahrt war nach Angaben der Energiewerke Nord der bundesweit erste Transport eines radioaktiven Druckgefäßes per Zug. Eine Gleisblockade bei Kemnitz nur wenige Kilometer vor dem Zwischenlager in Lubmin hatte die Ankunft um zwei Stunden verzögert. Gegner des Transports hatten massive Bedenken gegen die Sicherheit der Brücken auf der rund 290 Kilometer langen Strecke geäußert. Der DDR-Versuchsreaktor Rheinsberg war vor 17 Jahren stillgelegt worden.

DAS WETTER IN DEUTSCHLAND: Zunehmend sonnig und weitgehend trocken. Nur im Norden und an den Alpen etwas Regen. Die Höchsttemperaturen erreichen zehn bis 13 Grad.

Zuletzt meldeten:

Hamburg: 6 Grad, leicht bewölkt;
Berlin: 5 Grad, dunstig;
Dresden: 6 Grad, regnerisch;
Köln/Bonn: 4 Grad, freundlich;
Frankfurt am Main: 3 Grad, leicht bewölkt und
München: 6 Grad, stark bewölkt.

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