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Nachrichten

Mittwoch, 31. März 2010

Trainieren Sie Ihr Hörverstehen mit authentischen Materialien. Nutzen Sie die Nachrichten der Deutschen Welle von Mittwoch - als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.

NÜRNBERG: Die Frühjahrsbelebung hat den deutschen Arbeitsmarkt erreicht. Die Zahl der Menschen ohne Anstellung ging im März im Vergleich zum Vormonat überraschend deutlich um 75.000 auf 3,568 Millionen zurück. Dies teilte die Bundesagentur für Arbeit in Nürnberg mit. Gegenüber dem Februar 2009 reduzierte sich die Arbeitslosenzahl um 18.000. Die Quote verringerte sich damit um 0,2 Prozentpunkte auf 8,5 Prozent. Auch über die jahreszeitlichen Einflüsse hinaus habe der Arbeitsmarkt die wirtschaftliche Krise gut verkraftet, betonte der Agentur-Chef, Weise.

BERLIN: Die Bundesregierung hat die Bankenabgabe zur Abwehr künftiger Finanzkrisen beschlossen. Das Kabinett billigte Eckpunkte für schärfere Finanzmarktregeln. Ein Gesetzentwurf muss allerdings noch erstellt werden. Die Zwangsabgabe sollen alle Kreditinstitute in einen Fonds einzahlen. Geplant sind zudem neue Instrumente, um marode Großbanken zu sanieren oder notfalls zu zerschlagen.

WIESBADEN: Die Bankenrettung und sinkende Steuereinnahmen haben das deutsche Staatsdefizit im Krisenjahr 2009 auf Rekordhöhe getrieben. Bund, Länder, Gemeinden und Sozialversicherungen einschließlich ihrer Extrahaushalte gaben nach Angaben des Statistischen Bundesamtes 105,5 Milliarden Euro mehr aus als sie einnahmen. Damit wurde das bisherige Rekordminus aus dem Rezessionsjahr 2003 von 74,1 Milliarden Euro deutlich übertroffen.

MÜNCHEN: Die BayernLB hat im vergangenen Jahr rund 2,6 Milliarden Euro Verlust gemacht. Das ist mehr als jede andere Landesbank in Deutschland. Ursache war die im Dezember verkaufte österreichische Krisenbank Hypo Alpe Adria Group, die die BayernLB mit hohen Verlusten belastete.

BELGRAD: 15 Jahre nach dem Massaker von Srebrenica hat sich das Parlament im Namen des serbischen Volkes für das Blutbad entschuldigt. In der Resolution hieß es unter anderem, die serbische Nationalversammlung verurteile das gegen die bosnischen Einwohner von Srebrenica begangene Verbrechen. Sie entschuldige sich gegenüber den Familien der Opfer, weil nicht alles getan worden sei, um die Tragödie zu verhindern. In Srebrenica hatten im Juli 1995 bosnisch-serbische Truppen etwa 8.000 muslimische Männer und Jungen getötet.

MACHATSCHKALA: Bei zwei Bombenexplosionen in der russischen Kaukasus-Republik Dagestan sind mindestens elf Menschen getötet und zahlreiche verletzt worden. Unter den Opfern sei auch der örtliche Polizeichef, teilten die Behörden der Stadt Kisljar nahe der Grenze zu Tschetschenien mit. Kurz hintereinander seien zwei Sprengsätze in der Nähe einer Schule gezündet worden, einer davon von einem Selbstmordattentäter.

ISLAMABAD: Bei neuen Gefechten zwischen radikal-islamischen Taliban-Kämpfern und pakistanischen Soldaten sind über 30 Menschen getötet worden. Vorausgegangen sei ein Raketenangriff der Taliban auf einen Armee-Posten in der Kyber-Region, teilten die Streitkräfte mit. Das Grenzgebiet zu Afghanistan gilt als Rückzugsgebiet militanter Islamisten. Zuletzt hatten dort auch die USA ihre Angriffe mit Drohnen verstärkt, nachdem Präsident Obama die Lage in Pakistan als entscheidend für den Kampf gegen die Taliban und das Terrornetzwerk El Kaida eingestuft hatte.

WASHINGTON: Im Atomstreit mit dem Iran will US-Präsident Obama in den kommenden Wochen verschärfte UN-Sanktionen gegen die Regierung in Teheran durchsetzen. Noch im Frühjahr solle der Weltsicherheitsrat neue Strafmaßnahmen beschließen, sagte Obama nach einem Gespräch mit Frankreichs Präsident Sarkozy im Weißen Haus. Von den fünf ständigen Mitgliedern des Weltsicherheitsrates ist vor allem China dagegen. Auf einen Kompromissvorschlag der Internationalen Atomenergiebehörde, Nuklearbrennstoff im Ausland anreichern zu lassen, ist der Iran bislang nicht eingegangen. Die Islamische Republik bestreitet, den Bau von Atomwaffen voranzutreiben.

ZUM FUSSBALL: Im Viertelfinal-Hinspiel der Fußball Champions League gewann der FC Bayern gegen Manchester United mit 2:1. In der zweiten Partie des Abends besiegte Olympique Lyon seinen Kontrahenten Girondins Bordeaux mit 3:1.

DAS WETTER IN DEUTSCHLAND: Sonnige Abschnitte und Regenschauer wechseln sich ab. Die Höchsttemperaturen liegen zwischen acht und zwölf Grad Celsius.

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