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Nachrichten

Mittwoch, 31. Januar 2007

Hier finden Sie die 10-Uhr Nachrichten der Deutschen Welle vom Mittwoch.

NÜRNBERG: Die Zahl der Arbeitslosen in Deutschland ist im Januar um rund 240.000 auf vier Millionen 247.000 gestiegen. Das waren etwa 764.000 weniger als vor einem Jahr. Wie die Bundesagentur für Arbeit in Nürnberg mitteilte, stieg die Arbeitslosenquote um 0,6 Punkte auf 10,2 Prozent. Wirtschaftsfachleute hatten eine ungünstigere Entwicklung erwartet.

KARLSRUHE: Die deutsche Erbschaftsteuer ist in ihrer derzeitigen Form verfassungswidrig. Nach einem Beschluss des Bundesverfassungsgerichts führt das Verfahren, nach dem der Wert von Immobilien und Betriebsvermögen ermittelt wird, zu willkürlichen Ergebnissen und verstößt damit gegen den Grundsatz der Gleichbehandlung. Die geltenden Regelungen sind aber bis Ende 2008 weiter anwendbar. Bis dahin muss der Gesetzgeber für eine einheitliche und transparente Bewertung der verschiedenen Vermögensarten sorgen.

BERLIN: Die IG Metall will sich gegen mögliche Stellenstreichungen bei Airbus in Deutschland und den befürchteten Verkauf ganzer Werke wehren. Man werde bei Zukunftsentscheidungen nicht einfach zugucken, sagte ein Gewerkschaftssprecher dem Berliner 'Tagesspiegel'. Management-Probleme bei Airbus dürften nicht dazu benutzt werden, um Standorte in Gänze in Frage zu stellen. Der Betriebsrat von Airbus Hamburg befürchtet, dass in Deutschland bis zu 8.000 der insgesamt 23.000 Arbeitsplätze des Konzerns gestrichen werden. Bundeswirtschaftsminister Michael Glos sagte, er teile die Sorge und wolle darüber mit Arbeitnehmervertretern sprechen.

BERLIN: Die internationale Gemeinschaft muss ihre Hilfe für Afghanistan nach Ansicht der Bundesregierung kritisch überprüfen. Auf einer internationalen Afghanistan-Konferenz in Berlin plädierte Außenminister Frank-Walter Steinmeier vor allem dafür, zivile Wiederaufbaumaßnahmen stärker mit dem militärischen Engagement zu verknüpfen. Zugleich rief er die Nachbarstaaten Afghanistans auf, ebenfalls zur Stabilisierung des Landes beizutragen.

WASHINGTON: Der designierte Chef des US-Zentralkommandos, Admiral William Fallon, hält einen Kurswechsel im Irak für notwendig. Bei einer Anhörung vor dem Streitkräfteausschuss des US-Senats in Washington sagte Fallon, die Situation im Irak sei ernst und erfordere neue und andere Handlungsweisen. Die bisherige Strategie habe nicht funktioniert.

GAZA-STADT: Die beiden rivalisierenden Palästinensergruppen Fatah und Hamas haben nach Inkraftreten einer Waffenruhe Geiseln ausgetauscht. Beide Seiten hätten jeweils etwa 20 Gefangene freigelassen, berichteten israelische Medien. Beide Gruppen hatten in den vergangenen Wochen immer wieder gegnerische Kämpfer entführt. Die am Dienstag in Kraft getretene Waffenruhe hält inzwischen weitgehend.

LONDON: Die britische Polizei hat bei mehreren Razzien in Birmingham acht mutmaßliche Terroristen festgenommen. Mehrere Wohnungen in der zweitgrößten Stadt Großbritanniens seien durchsucht und versiegelt worden, teilte die Polizei mit. Die Festgenommenen stünden im Verdacht, Terrorakte begangen oder geplant zu haben. In den betroffenen Stadtvierteln seien zusätzliche Sicherheitskräfte eingesetzt worden. Allerdings gebe es keine konkreten Warnungen vor Anschlägen.

DEN HAAG: Die Chefanklägerin des Tribunals der Vereinten Nationen für Kriegsverbrechen im früheren Jugoslawien, Carla del Ponte, tritt zurück. Sie werde nach acht Jahren im Amt ihr Mandat im September nicht mehr verlängern, sagte del Ponte. Sie werde sich aber dafür einsetzen, dass ein Nachfolger die Arbeit des Tribunals bis 2010 fortführe. Die Schweizerin Del Ponte ist nach dem Südafrikaner Richard Goldstone und der Kanadierin Louise Arbour die dritte Chefanklägerin. Das Tribunal war 1993 vom Weltsicherheitsrat gegründet worden und hat Verfahren gegen 61 mutmaßliche Kriegeverbrecher angestrengt.

KÖLN: Der türkische Literaturnobelpreisträger Orhan Pamuk hat nach Attentatsdrohungen eine Deutschlandreise kurzfristig abgesagt. Dies habe sein deutscher Verlag bestätigt, berichtet der 'Kölner Stadt-Anzeiger'. Ursprünglich sei Pamuk noch in dieser Woche in Deutschland erwartet worden. Am Freitag habe er die Ehrendoktorwürde der Freien Universität Berlin erhalten sollen.

LOS ANGELES: Der amerikanische Bestsellerautor Sidney Sheldon ist tot. Er starb nach Angaben seines Verlegers an den Folgen einer Lungentzündung. Sheldon hatte bereits erfolgreich für Broadway-Theater, Film und Fernsehen gearbeitet, bevor er mit 50 Jahren seine Karriere als Romanautor startete. Sheldon war 89 Jahre alt. Sein letzter Roman, der Thriller "Der Zorn der Götter", war vor zwei Jahren erschienen.

ZUM SPORT: Deutschland und Frankreich sowie Polen und Dänemark sind am Donnerstag die Halbfinalgegner bei der Handball-Weltmeisterschaft. Im Viertelfinale bezwang das Team von Bundestrainer Heiner Brand Spanien mit 27:25. Ebenfalls in Köln besiegten die Franzosen Kroatien mit 21:18. In Hamburg gewann das polnische Team gegen Russland mit 28:27. Erst in der Verlängerung konnte sich Dänemark gegen Island mit 42:41 durchsetzen. In der Fußball-Bundesliga gab es am Dienstag folgende Ergebnisse:
München - Bochum 0:0; Wolfsburg - Frankfurt 2:2;
Stuttgart - Bielefeld 3:2 und Mönchengladbach - Nürnberg 0:0.

DAS WETTER IN DEUTSCHLAND: In der Nordhälfte regnerisch, im Süden freundlicher mit längeren sonnigen Abschnitten. Die Höchstwerte liegen zwischen zwei und acht Grad.

Audio und Video zum Thema

  • Datum 31.01.2007
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