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Nachrichten

Mittwoch, 30. September 2009

Trainieren Sie Ihr Hörverstehen mit authentischen Materialien. Nutzen Sie die Nachrichten der Deutschen Welle von Mittwoch- als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.

WELLINGTON: Durch einen Tsunami im Westpazifik sind auf den Samoa-Inseln bis zu 100 Menschen ums Leben gekommen. Diese Zahl nannte ein Sprecher der Katastrophenschutzbehörde von West-Samoa im neuseeländischen Rundfunk. Augenzeugen sprachen von einer vier bis sechs Meter hohen Flutwelle. Am schwersten betroffen ist die Südseite der Hauptinsel Upolu, wo das Wasser mit großer Wucht bis zu 800 Meter tief ins Landesinnere strömte. Mehrere Dörfer wurden überflutet, Bewohner und Fahrzeuge ins Meer gerissen. Auch in dem zu den USA gehörenden Teil Samoas stehen Ortschaften unter Wasser. Unter den Verletzten sind nach Angaben des Auswärtigen Amts auch zwei Deutsche. Der Tsunami wurde durch ein Seebeben der Stärke 8,0 rund 200 Kilometer vor der Südküste Samoas ausgelöst. - Im benachbarten Inselstaat Tonga, dessen Nordküste ebenfalls von einer vier Meter hohen Welle getroffen wurde, kamen nach Angaben der Behörden bis zu zehn Menschen ums Leben.

NÜRNBERG: Die Zahl der registrierten Arbeitslosen ist im September um 125.000 auf rund 3,35 Millionen gesunken. Im Vergleichsmonat des vergangenen Jahres waren allerdings 266.000 Menschen weniger auf Jobsuche gewesen. Der Vorstandschef der Bundesagentur für Arbeit, Frank-Jürgen Weise, sagte in Nürnberg, der Hauptgrund des Rückgangs gegenüber August sei die saisonübliche Herbstbelebung. Außerdem hätten nach wie vor die Kurzarbeit sowie eine Änderung der Statistik die Arbeitslosenzahl gedrückt. Die Folgen der Wirtschaftskrise seien unverändert spürbar.

BERLIN: Die Wirtschaft erholt sich weltweit und in Deutschland schneller von der tiefsten Rezession seit Jahrzehnten als anfangs befürchtet. Der Internationale Währungsfonds -IWF- erhöht deshalb nach einem Bericht im "Handelsblatt" seine globale Wachstums-Vorhersage für das kommende Jahr um 0,6 auf 3,1 Prozent. Für Deutschland rechnet der Fonds schon 2010 wieder mit einer Rückkehr zu einem Wachstum von 0,3 Prozent. Bislang hatte der IWF immer noch rote Zahlen gesehen. Im laufenden Jahr wird mit 5,3 Prozent weiterhin ein Einbruch der deutschen Wirtschaftsleistung prognostiziert.

DRESDEN: Sachsen hat eine neue Regierung. Der wiedergewählte Ministerpräsident Stanislaw Tillich ernannte die Mitglieder seines neuen CDU/FDP-Kabinetts. Stellvertretender Ministerpräsident und Wirtschaftsminister wird der Unternehmer und Wirtschaftsexperte Sven Morlok von den Liberalen. Das Justizressort übernimmt der FDP-Innenexperte Jürgen Martens. Die sechs übrigen Ressorts und die Staatskanzlei gehen an die CDU.

MÜNCHEN: Im Kaukasus-Krieg vom Sommer 2008 hat Georgien nach einem mit Spannung erwarteten Bericht den ersten Schuss gefeuert. Dies geht laut "Süddeutscher Zeitung" aus den Untersuchungen einer internationalen Kommission hervor. Demnach begann Georgien den Waffengang durch einen Angriff auf russische Truppen, die in Südossetien mit einem internationalen Mandat stationiert waren. Allerdings seien der Attacke über Wochen hinweg von Russland unterstützte Provokationen in den abtrünnigen georgischen Provinzen Abchasien und Südossetien vorausgegangen. Der Bericht, den die Kommission unter Leitung der Schweizer Diplomatin Heidi Tagliavini im Auftrag der EU erstellte, soll an diesem Mittwoch in Brüssel vorgelegt werden.

CONAKRY: Auch nach der blutigen Niederschlagung einer Demonstration gegen die Militärjunta im westafrikanischen Guinea will die Opposition ihre Proteste fortsetzen. Das Ziel seien freie und demokratische Wahlen, erklärte Alpha Conde, einer der Oppositionsführer, der sich in den USA aufhält. Junta-Chef Moussa Camara rief zwei nationale Trauertage aus, an denen - so wörtlich - subversive Versammlungen verboten seien. Unruhestifter und ihre Hintermänner würden hart bestraft. Am Montag hatten Soldaten eine Kundgebung der Opposition in einem Stadion der Hauptstadt gestürmt und in die Menge geschossen. Nach Angaben von Menschenrechtlern wurden mindestens 157 Menschen getötet und mehr als 1.000 verletzt.

BANGKOK: Die Anpassung an den Klimawandel wird die Entwicklungsländer bis 2050 jährlich bis zu 100 Milliarden Dollar - umgerechnet knapp 69 Milliarden Euro - kosten. Dies geht aus einer Studie der Weltbank hervor, die in der thailändischen Hauptstadt veröffentlicht wurde. In Bangkok beraten derzeit 4.000 Regierungsvertreter aus 177 Ländern über den neuen Weltklimaschutzvertrag, der im Dezember in Kopenhagen verabschiedet werden soll. Dem Bericht zufolge sind Ostasien und die Pazifik-Region sowie Lateinamerika und das südliche Afrika am meisten von den Folgen der Erderwärmung betroffen, obwohl sie selbst zu den geringsten Umweltverschmutzern gehören.

PHNOM PENH: Nach den Philippinen hat der Taifun "Ketsana" begleitet von schweren Regenfällen Vietnam und Kambodscha heimgesucht. In Vietnam kamen nach Berichten der staatlichen Medien mehr als 40 Menschen ums Leben. 6.000 Häuser wurden zerstört. In Kambodscha gaben die Behörden die Zahl der Todesopfer mit mindestens elf an. - Auf den Philippinen erhöhte sich die Zahl der Wirbelsturm-Toten auf 246.

MOSKAU: Die neue Langzeitbesatzung der Internationalen Raumstation ISS ist mit einer Sojus-Rakete planmäßig vom Weltraumbahnhof Baikonur in Kasachstan ins All gestartet. Mit an Bord ist der Weltraumtourist und Gründer des Zirkusunternehmens Cirque du Soleil, Guy Laliberté, der sich das zwölf Tage dauernde Abenteuer umgerechnet 24 Millionen Euro kosten lässt. Die Rakete soll am Freitag an die ISS ankoppeln. Die beiden Raumfahrer, ein Amerikaner und ein Russe, kehren erst im März zur Erde zurück.

DAS WETTER IN DEUTSCHLAND: In den Mittelgebirgen und im Nordwesten zeitweise Regen. Sonst vielfach heiter. Höchstwerte zwischen 13 Grad im Norden und 22 Grad am Oberrhein.

Zuletzt meldeten:

Hamburg: 7 Grad, wolkig;

Berlin: 7 Grad, fast wolkenlos;

Dresden: 9 Grad, wolkig;

Köln/Bonn: 14 Grad, regnerisch;

Frankfurt am Main: 15 Grad, regnerisch und

München: 12 Grad, regnerisch.

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