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Nachrichten

Mittwoch, 30. Januar 2008

Trainieren Sie Ihr Hörverstehen mit authentischen Materialien. Nutzen Sie die Nachrichten der Deutschen Welle vom Mittwoch - als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.

KABUL: Der afghanische Präsident Hamid Karsai ist gegen eine Verstärkung ausländischer Truppen in seinem Land. Die Entsendung weiterer Soldaten sei nicht die richtige Antwort auf die Probleme Afghanistans, sagte Karsai in einem Interview der Zeitung 'Die Welt'. Mehr als alles andere brauche der Staat Hilfe beim Aufbau seiner Institutionen wie Armee, Polizei oder Justiz. Karsai äußerte sich anlässlich der Bitte der NATO an Deutschland, erstmals einen Kampfverband für den Afghanistan-Einsatz zur Verfügung zu stellen. Allerdings ist bislang nur geplant, dass die rund 250 Bundeswehr-Soldaten entsprechende norwegische Einheiten im Norden des Landes ablösen sollen.

MIAMI: Die Vorwahl für die US-Präsidentschaftskandidatur der Republikaner und der Demokraten in Florida haben John McCain und Hillary Clinton gewonnen. Der Senator setzte sich mit 36 Prozent der Stimmen knapp gegen den früheren Gouverneur Mitt Romney durch, der auf 31 Prozent kam. Der frühere New Yorker Bürgermeister Rudolph Giuliani folgte weit abgeschlagen mit 15 Prozent. Er deutete einen Rückzug aus dem Vorwahl-Rennen an. Bei den Demokraten gewann Hillary Clinton deutlich mit rund 50 Prozent vor ihrem schärfsten Mitbewerber Barack Obama, der auf 31 Prozent kam. Ihr Sieg hat aber nur symbolischen Wert. Die Stimmen aus Florida werden beim Nominierungsparteitag der Demokraten wegen eines partei-internen Streits um den Wahltermin nicht mit einbezogen.

KAIRO: Palästinenser-Präsident Mahmud Abbas hält sich ebenso wie Vertreter der radikal-islamischen Hamas zu Gesprächen über die Krise im Gazastreifen in Ägypten auf. Hauptgesprächspunkt ist, wie die Kontrolle der Grenzübergangsstellen von palästinensischer Seite sichergestellt wird. Bewaffnete Palästinenser hatten vergangene Woche Löcher in den Grenzzaun gesprengt, um den Bewohnern die Versorgung mit lebensnotwendigen Gütern in Ägpyten zu ermöglichen. Auslöser war die Abriegelung des Gebiets durch Israel. Der Weltsicherheitsrat konnte sich derweil nicht auf eine gemeinsame Gaza-Resolution einigen. Die Debatte über die politische Verantwortung für die Krise sei fruchtlos geblieben, so der amerikanische UN-Botschafter Alejandro Wolff.

RANGUN: In Birma ist der prominente Blogger Nay Phone Latt festgenommen worden. Ein Sprecher der oppositionellen Nationalen Liga für Demokratie, zu der Nay Phone Latt gehört, sagte, er habe vermutlich gegen die strengen Internet-Kontrollen verstoßen. Der in Birmanisch geschriebene Blog schildert in Romanform die schwierigen Lebensumstände in dem vom Militär mit harter Hand regierten Land. Während der Anti-Regierungsproteste im September vergangenen Jahres versorgten die Blogger des Landes die Außenwelt mit Informationen über das gewaltsame Vorgehen der Sicherheitskräfte.

PARIS: Frankreich kann jetzt auch den EU-Vertrag ratifizieren. Zwei Wochen nach der Nationalversammlung stimmte auch der Senat einer entsprechenden Verfassungsänderung zu. Die oppositionellen Sozialisten enthielten sich der Stimme; sie verlangten eine Volksabstimmung wie 2005. Damals hatten die Franzosen, wie wenig später auch die Niederländer, den ursprünglich geplanten EU-Verfassungsvertrag abgelehnt. Am Dienstag hatte Slowenien als zweiter EU-Staat den Vertrag von Lissabon ratifiziert. Er sieht unter anderem die Aufgabe des Einstimmigkeitsprinzips bei vielen Abstimmungen vor.

WIESBADEN: Die hessische SPD-Vorsitzende Andrea Ypsilanti hat einer großen Koalition in Wiesbaden erneut eine Absage erteilt. Dies gelte auch für den Fall, dass die CDU ein schwarz-rotes Bündnis ohne den amtierenden Ministerpräsidenten Roland Koch anbiete, sagte Ypsilanti der 'Neuen Presse' in Hannover. Es gebe mit der CDU keine programmatischen Überschneidungen. Weiter erklärte die Sozialdemokratin, sie werde sich nicht zur hessischen Ministerpräsidentin wählen lassen, wenn sie dafür auf die Stimmen der Linkspartei angewiesen sei.

DÜSSELDORF: Das Mineralölunternehmen Aral will an seinen Tankstellen auf Dauer kein Normalbenzin mehr verkaufen. Wenn der Absatz weiter deutlich zurückgehe, werde diese Benzinsorte vom deutschen Markt genommen, teilte Aral-Vorstandschef Stefan Brok in Düsseldorf mit. Einen genauen Zeitpunkt nannte er aber nicht. Aral hatte Ende November als erster Öl-Konzern die Preise von Normal- und Superbenzin angeglichen und dies damit begründet, dass es bei den Einkaufspreisen kaum noch Unterschiede gebe. Seitdem sei der Anteil des Normalbenzins am gesamten Kraftstoffabsatz außer Diesel von rund 25 Prozent auf derzeit unter 14 Prozent zurückgegangen, so Brok weiter. Der Aral-Chef verwies auch darauf, dass von den 2007 rund drei Millionen zugelassenen Fahrzeugen nur noch 80.000 auf Normalbenzin ausgelegt seien.

PEKING: Die chinesische Regierung hat knapp eine halbe Million Soldaten und Milizionäre mobilisiert, um den Opfern der schwersten Kältewelle seit 50 Jahren zu helfen. In weiten Teilen des Landes saßen wegen blockierter Eisenbahn- und Straßenverbindungen auch am Mittwoch Millionen Menschen fest. Tausende Lastwagen und Züge mit lebenswichtigen Gütern blieben stecken. Ministerpräsident Wen Jiabao entschuldigte sich bei den festsitzenden Reisenden. Die Regierung tue ihr bestes, damit alle rechtzeitig zum chinesischen Neujahrsfest zu Hause seien. Bisher hat die Kältewelle 50 Menschen getötet.

DAS WETTER IN DEUTSCHLAND: Im Norden und in der Mitte viele Wolken, von Westen her aufkommender Regen. Auflockerungen vor allem im Süden. Die Tageshöchsttemperaturen liegen zwischen vier und zehn Grad.

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