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Nachrichten

Mittwoch, 30. Dezember 2009

Trainieren Sie Ihr Hörverstehen mit authentischen Materialien. Nutzen Sie die Nachrichten der Deutschen Welle vom Mittwoch - als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.

BAGDAD: Bei einem Anschlag im Irak sind mindestens 20 Menschen getötet worden. Bei den Explosionen in Ramadi westlich von Bagdad wurden nach Polizeiangaben zudem etwa 100 Menschen verletzt. Zunächst war eine Autobombe an einer Straßensperre vor dem Gouverneurssitz im Stadtzentrum explodiert. Ein zweiter Sprengsatz detonierte nur 200 Meter davon entfernt, als Provinzgouverneur Kassem Mohammed Abed und sein Konvoi gerade das Gebäude verließen, um anscheinend den Anschlagsort zu inspizieren. Der Gouverneur soll den Anschlag überlebt haben.

WASHINGTON: Nach dem kurz vor der Landung in Detroit vereitelten Flugzeug-Attentat hat US-Präsident Barack Obama den eigenen Sicherheitsbehörden verheerende Fehler vorgeworfen. Es seien eindeutige Warnungen übersehen worden und der Attentäter hätte kein US-Flugzeug betreten dürfen, sagte der Präsident in seinem Urlaubsort in Hawaii. Obama sprach von " katastrophalen Mängeln im Sicherheitssystem". Die Verantwortlichen müssten zur Rechenschaft gezogen werden. Der Vater des Nigerianers, der das Passagierflugzeug in die Luft sprengen wollte, hatte laut dem Nachrichtensender CNN vor dem gescheiterten Anschlag auch den Geheimdienst CIA vor seinem Sohn gewarnt.

WASHINGTON: Das US-Militär kundschaftet nach einem Bericht des Nachrichtensenders CNN El-Kaida-Stellungen im Jemen für mögliche Angriffe aus. In Zusammenarbeit mit jemenitischen Behörden würden infrage kommende Ziele überprüft, berichtete der US-Sender unter Berufung auf zwei namentlich nicht genannte Regierungsbeamte. Man wolle vorbereitet sein und Optionen vorlegen können, falls Präsident Barack Obama einen solchen Angriff befehle, hieß es. - Ein regionaler Ableger des Terrornetzwerks El Kaida auf der arabischen Halbinsel hatte sich zu dem vereitelten Angriff auf das Passagierflugzeug der US-Fluggesellschaft "Delta" bekannt und angegeben, den Attentäter im Jemen mit dem Sprengstoff ausgerüstet und instruiert zu haben.

BERLIN: Die Gewerkschaft der Polizei sieht die Diskussion über den Einsatz so genannter Nackt-Scanner an deutschen Flughäfen als Ablenkungsmanöver. Auch mit Scannern der neuesten Generation lasse sich die Gefahr von Anschlägen nicht entscheidend reduzieren, betonte der bei der Gewerkschaft für die Bundespolizei zuständige Josef Scheuring. Der Staat müsse vielmehr für gut geschultes und motiviertes Personal am Sicherheitscheck der Flughäfen sorgen. Mit dem Einsatz von Leiharbeitern und anderen Niedriglohn-Kräften im Auftrag privater Firmen könne das nur schief gehen. - Bundesinnenminister Thomas de Maiziere zeigt sich offen für den Einsatz so genannter "Nackt-Scanner" an Flughäfen. Voraussetzung sei aber, dass die Geräte gesundheitlich unbedenklich seien und die Persönlichkeitsrechte der Passagiere gewahrt würden, sagte der CDU-Politiker der "Süddeutschen Zeitung".

KÖLN: Viele Branchen in Deutschland rechnen für 2010 trotz besserer Geschäftsaussichten mit einem Stellenabbau. Dazu zählen nach Angaben des Instituts der deutschen Wirtschaft - IW - auch Kernindustrien wie Maschinenbau, Stahl, Chemie und Bergbau. IW-Direktor Michael Hüther wies darauf hin, die internationale Finanz- und Wirtschaftskrise sei nach wie vor noch nicht überwunden. Der Chef der so genannten Wirtschaftsweisen, Wolfgang Franz, erwartet deshalb einen kräftigen Anstieg der Arbeitslosigkeit. Insgesamt gehe er im Durchschnitt für 2010 von vier Millionen Erwerbslosen aus, sagte Franz.

TOKIO: Die japanische Regierung strebt langfristig ein Wirtschaftswachstum von im Schnitt über zwei Prozent an. Dies soll vor allem durch die Ankurbelung der Nachfrage in Schlüsselbranchen wie Umwelt, Gesundheit und Tourismus erreicht werden. Allein in der Umweltindustrie hofft die Regierung auf 1,4 Millionen neue Stellen, weitere 2,8 Millionen sollen im Gesundheitssektor entstehen.

LONDON/ NEW YORK: Ehemalige Kunden der zusammengebrochenen US-Investmentbank Lehman Brothers erhalten elf Milliarden Dollar zurück – das sind rund 7,6 Milliarden Euro. Mehr als 90 Prozent der Betroffenen, vornehmlich Hedge-Fonds, hätten einem entsprechenden Plan zugestimmt, gab der Insolvenzverwalter PricewaterhouseCoopers bekannt. Die betroffenen Kunden müssten ihre Ansprüche bis zum 19. März 2010 geltend machen, danach solle die Auszahlung zügig beginnen. - Der Insolvenzverwalter hatte sich in London und New York um die Zustimmung zu den Auszahlungen bemüht. Hunderte Hedge-Fonds konnten nach dem Zusammenbruch von Lehman im September 2008 nicht mehr auf ihre Einlagen zugreifen.

LONDON: Der britische Premierminister Gordon Brown hat der unter Hausarrest stehenden birmanischen Oppositionsführerin Aung San Suu Kyi in einem persönlichen Brief seine Unterstützung zugesichert. In dem Schreiben rief der Premierminister die birmanische Militärführung auf, die für 2010 geplanten Wahlen "frei und fair" zu gestalten. Ansonsten müsse das verarmte Land weiter in internationaler Isolation verharren. Die britische Botschaft in Rangun übergab den Brief auch der birmanischen Militärführung. - - Suu Kyi war im August zu weiteren 18 Monaten Hausarrest verurteilt worden, nachdem ein US-Bürger ungebeten ihr Anwesen besucht hatte. Das Urteil löste weltweit Empörung aus - auch, weil es Suu Kyi von den geplanten Wahlen ausschließt.

PARIS: Das französische Verfassungsgericht hat die geplante CO2-Steuer kurzfristig gestoppt. Das Gesetz, mit dem Staatschef Nicolas Sarkozy zum Klimaschutz beitragen will, sollte am 1. Januar in Kraft treten. Die Regelung sehe zu viele Ausnahmen vor, entschieden die Verfassungsrichter in Paris. Dies widerspreche dem Gleichheitsgrundsatz. Angesichts der zahlreichen Ausnahmen wären weniger als die Hälfte der Treibhausgas-Emissionen mit der neuen Steuer belegt worden. Premierminister François Fillon kündigte an, die Regierung werde am 20. Januar einen neuen Gesetzesvorschlag vorlegen, der die Anmerkungen des Verfassungsgerichts vollständig berücksichtige. – Frankreichs oppositionelle Sozialisten werten das Urteil als schwere Niederlage für Sarkozy, der sich persönlich für die neue Kohlendioxid-Steuer stark gemacht hatte.

DAS WETTER IN DEUTSCHLAND:

Im Norden Schnee und gefrierender Regen bei Temperaturen um null Grad. Nach Süden hin regnerisch bei Werten zwischen drei und zwölf Grad.

Zuletzt meldeten:

Hamburg: minus 2 Grad, etwas Schnee
Berlin: minus 2 Grad, Schneefall
Köln/Bonn: plus 9 Grad, Regen
Dresden: plus ein Grad, leichtes Nieseln
Frankfurt am Main: plus 6 Grad, dunstig
München: plus 8 Grad, leichter Regen

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