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Nachrichten

Mittwoch, 3. Oktober 2007

Trainieren Sie Ihr Hörverstehen mit authentischen Materialien. Nutzen Sie die 13-Uhr Nachrichten der Deutschen Welle vom Mittwoch - als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.

BERLIN: Der heutige 17. Jahrestag der Deutschen Einheit wird mit einem zentralen Festakt in Schwerin gefeiert. Bundestagspräsident Norbert Lammert würdigte vor etwa 700 geladenen Gästen in seiner Festrede das Erreichte. Einigkeit und Recht und Freiheit, aus diesem Bekenntnis der Nationalhymne seien seit der Wiedervereinigung die echten Gestaltungsprinzipien eines demokratischen Staates entstanden. Eine wahrhaft deutsche demokratische Republik, wie Lammert formulierte. Es gebe allen Grund, die große Aufbauleistung der Bürger in Ost und West zu würdigen. Die noch bestehenden Probleme seien die Hinterlassenschaft der Teilung, betonte Lammert. An dem Festakt im Schweriner Staatstheater nehmen auch Bundeskanzlerin Angela Merkel und Bundespräsident Horst Köhler teil. Begonnen hatten die Feierlichkeiten mit einem ökumenischen Gottesdienst im Dom der Landeshauptstadt von Mecklenburg-Vorpommern. In der Innenstadt wird das große Bürgerfest mit zahlreichen Veranstaltungen und Darbietungen fortgesetzt. Mit einem großen Feuerwerk werden am Abend die Feierlichkeiten zum Tag der Deutschen Einheit in Schwerin ausklingen.


PJÖNGJANG: Die Präsidenten Nord- und Südkoreas, Kim Jong Il und Roh Moo Hyun, sind übereingekommen, ihr Gipfeltreffen wie geplant am Donnerstag zu beenden. Die Gespräche seien ausreichend gewesen, um zu einer Übereinkunft zu kommen, sagte Kim. Er hatte zuvor vorgeschlagen, das Treffen um einen Tag zu verlängern. Roh hatte dies abgelehnt. Der südkoreanische Staatschef bezeichnete die Gespräche nach der ersten Verhandlungsrunde am Mittwochvormittag als offen und ehrlich. Unbestätigten Berichten zufolge soll am Donnerstag eine gemeinsame Erklärung beider Präsidenten veröffentlicht werden.


RANGUN: Die Militärjunta in Birma setzt nach der Abreise des UN-Sondergesandten Ibrahim Gambari ihre Einschüchterungspolitik gegen die Bevölkerung fort. In der Nacht zum Mittwoch seien zahlreiche Menschen verhaftet und auf mindestens acht Lastwagen aus der Stadt gebracht worden, berichten Augenzeugen. Der UN-Menschenrechtsbeauftragte für Birma, Paulo Sergio Pinheiro, schätzt, dass die Zahl der Verhafteten in die Tausende geht. Gambari sollte im Auftrag von UN-Generalsekretär Ban Ki Moon die Führung in Birma zu einem Dialog mit der Demokratiebewegung bewegen, die in der vergangenen Woche gewaltsam niedergeschlagen wurde. Der Menschenrechtsrat der Vereinten Nationen forderte die birmanische Militärjunta zur Achtung der Grundrechte auf.


NAIROBI: Der Oberbefehlshaber der Friedenstruppen der Afrikanischen Union in der sudanesischen Krisenprovinz Darfur hat vor einer Übermacht der Rebellen und Milizen gewarnt. Die Rebellenmilizen hätten mehr Kämpfer und Waffen als die 7.000 Angehörigen der Friedenstruppe, sagte General Martin Luther Agwi dem britischen Rundfunksender BBC wenige Tage nach dem bisher schwersten Überfall auf die AU-Truppen in Darfur. Er erwarte keine Besserung der Verhältnisse vor der Ankunft der UN-Truppen im kommenden Jahr, so Agwi weiter. Kein Land der AU habe die Mittel und Soldaten, um eine effektive Friedenstruppe zu bilden. Bei dem Überfall waren am Samstag zehn AU-Soldaten getötet und zehn weitere verletzt worden. Mehrere verschleppte Soldaten werden noch vermisst. Der UN-Sicherheitsrat verurteilte den Anschlag und forderte die sudanesische Regierung auf, die Verantwortlichen zur Rechenschaft zu ziehen.

BERLIN: Die Menschenrechtsorganisation Amnesty International hat von Bundeskanzlerin Angela Merkel Hilfe für politische Gefangene in Äthiopien verlangt. Die Generalsekretärin der deutschen Sektion, Barbara Lochbihler, sagte der Deutschen Presse-Agentur, ihre Organisation habe Merkel gebeten, sich bei der äthiopischen Regierung für die Freilassung aller gewaltlosen politischen Häftlinge einzusetzen. Zudem solle Merkel eine unabhängige Untersuchung der Foltervorwürfe einfordern. Äthiopien ist das erste Ziel der fünftägigen Afrika-Reise, zu der die Kanzlerin heute aufbricht. Weitere Stationen sind Liberia und Südafrika. Bei ihren politischen Gesprächen will sie neben der Weiterentwicklung der wirtschaftlichen Beziehungen und der internationalen Zusammenarbeit auch Menschenrechtsfragen mit ihren Gastgebern erörtern.

PARIS: Die Führung des europäischen Luftfahrt- und Rüstungskonzerns EADS hat sich nach Ermittlungen der französischen Börsenaufsicht des massiven Insiderhandels schuldig gemacht. In einem vorläufigen Bericht für die Pariser Staatsanwaltschaft heißt es, rund 20 Topmanager und Hauptaktionäre hätten sich zwischen November 2005 und März 2006 im Wissen um drohende Lieferverzögerungen beim Airbus-Großraumflugzeug A380 von einem Großteil ihrer Anteile getrennt. Die Öffentlichkeit wurde aber erst am 13. Juni vergangenen Jahres über die Produktionsschwierigkeiten beim A380 informiert. Am selben Tag brach der EADS-Kurs um 26 Prozent ein.
Die Börsenaufsicht bestätigte einen Zeitungsbericht, wonach die vorläufigen Ermittlungen der Staatsanwaltschaft übergeben worden seien.

BONN: Zum so genannten Tag der "Offenen Moschee" laden die vier größten islamischen Dachverbände in Deutschland in islamische Gotteshäuser und Gebetsräume ein. Erwartet werden mehr als 100.000 Besucher. Das Motto des elften Tages der "Offenen Moschee" lautet: "Moscheen - Brücken für eine gemeinsame Zukunft". Geplant sind vielerorts Führungen, Vorträge und Diskussionen. In der Bundesrepublik leben über drei Millionen Muslime.

HANOI: Wegen des herannahenden Tropensturms 'Lekima' haben die Behörden in Vietnam damit begonnen, rund eine halbe Million Menschen in Sicherheit zu bringen. Nach Berechnungen des Nationalen Wetterdienstes soll der Sturm am Mittwochnachmittag (Ortszeit) mit Windgeschwindigkeiten von bis zu 120 Stundenkilometern auf die zentralen Provinzen Nghe An und Ha Tinh treffen. Der Wetterdienst rechnet mit heftigen Regenfällen, Sturzfluten und Erdrutschen. Auch auf der chinesischen Insel Hainan wurden vorsorglich 100.000 Menschen vor dem Taifun in Sicherheit gebracht. Auf den Philippinen waren am Wochenende durch 'Lekima' neun Menschen ums Leben gekommen.

DAS WETTER IN DEUTSCHLAND: Vom Rhein-Main-Gebiet bis zum Bayerischen Wald noch Regen. Sonst bei wechselnder Bewölkung vor allem an den Alpen und an den Küsten sonnig. Die Höchsttemperaturen erreichen 17 bis 23 Grad.

Zuletzt meldeten:

Hamburg: 13 Grad, leicht bewölkt;
Berlin: 14 Grad, leicht bewölkt;
Dresden: 14 Grad, stark bewölkt;
Köln/ Bonn: 18 Grad, wolkig;
Frankfurt am Main: 17 Grad, bedeckt und
München: 21 Grad, leicht bewölkt.

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