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Nachrichten

Mittwoch, 3. November 2010

Trainieren Sie Ihr Hörverstehen mit authentischen Materialien. Nutzen Sie die Nachrichten der Deutschen Welle von Mittwoch - als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.

WASHINGTON: Bei den Kongresswahlen in den USA haben die Demokraten von Präsident Obama eine herbe Niederlage erlitten. Im Repräsentantenhaus verloren sie laut TV-Prognosen mindestens 59 Sitze. Die Republikaner werden künftig mindestens 237 der 435 Abgeordneten stellen, bisher waren es 178. Im Senat, der zweiten Kammer mit 100 Mitgliedern, behalten die Demokraten dagegen nach Prognosen von Fernsehsendern trotz Einbußen die Mehrheit. Obama wird nach der Konstituierung des neuen Kongresses im Januar auf jeden Fall auf Stimmen der gegnerischen Republikaner angewiesen sein, um Gesetzesvorhaben verabschieden zu können. Die Republikaner werden Initiativen des Präsidenten blockieren, der Präsident seinerseits wird Beschlüsse des Kongresses mit einem Veto stoppen können.

BERLIN: Nach dem Fund einer Paketbombe im Kanzleramt fordert Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) größere Anstrengungen, um mögliche Sicherheitslücken beim Luftfrachttransport zu schließen. Die Entdeckung der Sprengsätze in Europa müssten Anlass sein, die Kontrollen für Frachtgüter innerhalb Europas, mit den Vereinigten Staaten und dann möglichst weltweit besser abzustimmen, sagte die Kanzlerin der "Passauer Neuen Presse". Am Dienstag war ein aus Griechenland stammendes Päckchen mit Sprengstoff abgefangen worden. Die griechischen Behörden stoppten inzwischen für zwei Tage den Brief- und Paketdienst ins Ausland. Erste Ermittlungen deuten darauf hin, dass sämtliche Paketbomben von einer linksextremistischen Gruppe verschickt wurden, möglicherweise aus Protest gegen den von der EU verhängten strikten Sparkurs für Athen.

BERLIN: Im Bundeskanzleramt beginnt am Mittag der vierte Integrationsgipfel. Bundeskanzlerin Angela Merkel will mit Ministern und Vertretern aus den Ländern, der Wirtschaft und verschiedenen Verbänden über Sprache, Bildung und die Anerkennung von Abschlüssen aus dem Ausland sprechen. Am Ende soll ein Aktionsplan auf den Weg gebracht werden, der bis zum kommenden Jahr erarbeitet werden soll. Die Integrationsbeauftragte der Bundesregierung, Maria Böhmer (CDU), hatte zuvor verstärkte Anstrengungen von den Ländern gefordert, um die Zahl der Schulabbrecher unter Zuwanderungskindern zu senken. Die Staatsministerin im Auswärtigen Amt, Cornelia Pieper (FDP), mahnte bei Bund und Ländern eine effektivere Zusammenarbeit bei der Integration von Ausländern an.

PEKING: Verteidigungsminister zu Guttenberg hat bei seinem Besuch in China die Achtung der Menschenrechte angemahnt und auch den Fall des im Gefängnis sitzenden Nobelpreisträgers Liu Xiaobo thematisiert. Das Gespräch mit seinem chinesischen Kollegen Liang sei intensiv und offen gewesen, sagte zu Guttenberg in Peking. Deutschland setzt sich für die Freilassung Lius ein. Zuvor hatte der CSU-Politiker für eine engere militärische Kooperation zwischen NATO und der Volksrepublik geworben.

MINSK: Bei einem gemeinsamen Besuch in Weißrussland haben Außenminister Westerwelle und sein polnischer Kollege Sikorski demokratische Strukturen angemahnt. Westerwelle betonte, eine Annäherung Weißrusslands an die Europäische Union könne und werde es nur geben, wenn rechtsstaatliche Kriterien erfüllt seien. Die für den 19. Dezember angesetzte Präsidentenwahl sei eine gute Gelegenheit, um ein entsprechendes Signal zu senden.

BELGRAD: In Serbien sind bei einem Erdbeben mindestens zwei Menschen ums Leben gekommen. Etwa 50 Menschen wurden verletzt, wie Innenminister Dacic in Belgrad mitteilte. In zahlreichen Städten liefen Bewohner in Panik aus ihren Häusern. Zahlreiche Gebäude wurden beschädigt. Das Beben der Stärke 5,6 ereignete sich in der Nacht im Zentrum des Landes. Die Erschütterungen waren auch in der 150 Kilometer entfernten serbischen Hauptstadt Belgrad zu spüren.

DAS WETTER IN DEUTSCHLAND: Südlich der Donau freundlich und weitgehend trocken. Sonst von Westen durchziehende Regenwolken, an der Küste etwas Sonnenschein. Höchsttemperaturen zwölf bis16 Grad. Zuletzt meldeten: Hamburg: 12 Grad, Regen; Berlin: 10 Grad, nach Regen; Dresden: 9 Grad, wolkig; Köln/Bonn: 13 Grad, bedeckt; Frankfurt am Main: 11 Grad, wolkig und München: 9 Grad, dunstig.

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