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Nachrichten

Mittwoch, 3. März 2010

Trainieren Sie Ihr Hörverstehen mit authentischen Materialien. Nutzen Sie die Nachrichten der Deutschen Welle von Mittwoch - als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.

BAGDAD: Vier Tage vor der Parlamentswahl im Irak sind bei mehreren Selbstmordanschlägen nordöstlich von Bagdad nach offiziellen Angaben fast 30 Menschen getötet worden. Mehr als 40 weitere wurden bei den Angriffen auf zwei Polizeiwachen und ein Krankenhaus in Bakuba, nordöstlich von Bagdad, verletzt. Die Angreifer hatten ihre mit Bomben beladenen Autos in eine Polizeistation und eine Straßensperre der Sicherheitskräfte gelenkt. Als Helfer die Opfer in ein Krankenhaus brachten, zündete dort ein weiterer Selbstmordattentäter seinen Sprengstoffgürtel. In Bakuba sind nach wie vor sunnitische Aufständische und Kämpfer der Terrorgruppe El-Kaida-im-Irak aktiv.

ATHEN: Zum Abbau der gigantischen Staatsverschuldung will die griechische Regierung zunächst 4,8 Milliarden Euro einsparen. Am Rande der Krisensitzung des Kabinetts hieß es in Athen, die Hälfte der Einsparungen solle durch Kürzungen erreicht werden, die andere Hälfte durch Steuererhöhungen. So soll die Mehrwertsteuer um zwei Punkte auf 21 Prozent steigen. Die Gehaltszuschläge im öffentlichen Dienst sollen um 30 Prozent gekürzt und die staatlichen Pensionszahlungen eingefroren werden. Ministerpräsident Papandreou will im Tagesverlauf in einer Fernsehansprache seine Landsleute informieren. Die Gewerkschaften drohten mit Massenprotesten.

DEN HAAG: In den Niederlanden ist die Bevölkerung aufgerufen, neue Gemeinderäte zu bestimmen. Zehn Tage nach dem Bruch der Regierungskoalition aus Christ- und Sozialdemokraten gelten die Kommunalwahlen als wichtiger Stimmungstest für die vorgezogene Parlamentswahl im Juni. Mit Spannung wird insbesondere das Abschneiden der "Partei für die Freiheit" PVV des rechtsgerichteten Politikers Geert Wilders erwartet, die allerdings nur in Den Haag und Almere antritt. Die PVV ging mit der Forderung nach einem Kopftuchverbot in allen Behörden und staatlich geförderten Einrichtungen in den Wahlkampf.

BERLIN: Nach dem ablehnenden Urteil aus Karlsruhe zur Vorratsdatenspeicherung drängen Politiker von CDU und CSU auf eine rasche Neuregelung. Man könne die ungeklärte Lage nicht über Monate dulden, sagte der Vorsitzende des Innenausschusses, Bosbach (CDU). Die Polizei sieht vor allem Probleme bei der Strafverfolgung. Terrordelikte oder Fälle der organisierten Kriminalität könnten nicht mehr nachhaltig aufgeklärt werden, sagte der Präsident des Bundeskriminalamtes, Ziercke. Dagegen will Bundesjustizministerin Leutheusser-Schnarrenberger (FDP) die neue Situation zunächst in Ruhe prüfen.

BERLIN: Das Regierungskabinett hat die weitere Kürzung der Solarförderung gebilligt. Nach dem von Union und FDP ausgehandelten Plan soll die Förderung von Anlagen auf Hausdächern vom 1. Juli an um weitere 16 Prozent abgeschmolzen werden. Für Anlagen auf reinen Ackerflächen soll es gar keine Subvention mehr geben. Grund für den Schritt sind die stark gesunkenen Kosten für Photovoltaikanlagen und die damit verbundene "Überförderung" der Anlagenbetreiber.

KAMPALA: Bei einem Erdrutsch im östlichen Bergland Ugandas sind nach Angaben der Regierung fast 90 Menschen ums Leben gekommen. Das Rote Kreuz geht von bis zu 400 Verschütteten aus. Erdmassen hatten in der Bududa-Region drei Dörfer am Fuße des Mount Elgon unter sich begraben. Dort hatte es zuvor sieben Stunden lang heftig geregnet.

SANTIAGO: Vier Tage nach dem schweren Erdbeben in Chile sind dort erste Hilfslieferungen aus mehreren südamerikanischen Nachbarländern eingetroffen. Unter den humanitären Gütern sind Decken und Zelte sowie ein Feldlazarett. Benötigt werden nach Angaben von Hilfswerken vor allem noch Nahrungsmittel und Trinkwasser. Rettungsteams suchen weiter nach Überlebenden. Allein in der stark zerstörten Stadt Concepción werden unter eingestürzten Häusern noch fast 500 Menschen vermutet. Zwischen Armee und Zivilschutz brach ein Streit darüber aus, ob die Bevölkerung rechtzeitig vor dem Tsunami gewarnt wurde.

PEKING: Die chinesische Regierung hat nach Auffassung des prominenten Künstlers und Oppositionellen Ai Weiwei wichtige Informationen zum Beben in der Provinz Sichuan vom Mai 2008 zurückgehalten. Ai reichte deshalb vor einem Gericht in Peking Klage gegen das Ministerium für Büroangelegenheiten wegen mutmaßlicher Verletztung der Auskunftspflicht ein.

DAS WETTER IN DEUTSCHLAND: Ein Wechsel von Sonne und Wolken. Östlich der Elbe vereinzelt Regen oder Schnee. Die Temperaturen bewegen sich zwischen zwei und acht Grad Celsius.

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