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Nachrichten

Mittwoch, 3. Juni 2009

Trainieren Sie Ihr Hörverstehen mit authentischen Materialien. Nutzen Sie die Nachrichten der Deutschen Welle vom Mittwoch - als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.

RIO DE JANEIRO/PARIS: Nachdem Gewissheit über den Absturz der Air France-Maschine vor Brasilien herrscht, sind die Bergungsbemühungen ausgeweitet worden. Marineschiffe sind auf dem Weg in das Seegebiet rund 500 Kilometer nördlich der Insel Fernando de Noronha, wo die Trümmerteile gesichtet wurden. Zuvor hatte Brasiliens Verteidigungsminister Nelson Jobim bestätigt, dass die Teile von der vermissten Maschine stammten. Die Fundstelle entsprach ungefähr dem Ort, von dem aus der Airbus mit 228 Menschen an Bord am Montag automatisch den Ausfall mehrerer Geräte sowie einen Druckabfall meldete. Frankreich wird in Absprache mit Brasilien die Untersuchung des Unglücks leiten. - Die brasilianische Regierung ordnete unterdessen eine dreitägige Staatstrauer an. In Paris wird an diesem Mittwoch in einem ökumenischen Gottesdienst in der Kathedrale von Notre Dame der Opfer der Katastrophe gedacht.

BERLIN: In der Diskussion um Staatshilfen für den angeschlagenen Karstadt-Mutterkonzern Arcandor favorisiert Fusions-Interessent Kaufhof eine privatwirtschaftliche Lösung. Vorstandschef Lovro Mandac bekräftigte das Angebot, sich mit dem Konkurrenten Karstadt zur Deutschen Warenhaus AG zusammenzuschließen. Voraussetzungen für staatliche Hilfe sehe er nicht, weil die Schieflage von Arcandor bereits vor der Finanzkrise begonnen habe. sagte er. Nach Informationen der 'Frankfurter Allgemeinen Zeitung' wollen sich die Arcandor-Eigentümerfamilien Oppenheim und Schickedanz inzwischen stärker an der Rettung ihres Konzerns beteiligen. Denkbar seien Aktienpakete als Sicherheit für die vom Staat geforderten millionenschweren Kredite und Bürgschaften. Die SPD macht das zur Bedingung für mögliche Staatshilfe, die Union lehnt diese mehrheitlich ab.

FRANKFURT AM MAIN: Die rund 170.000 Beschäftigten der deutschen Druckindustrie haben einen neuen Tarifvertrag, müssen aber noch fast ein Jahr lang auf ihre Lohnerhöhung warten. Erst zum April 2010 sollen die Entgelte um zwei Prozent steigen. In diesem Jahr gibt es für jeden Beschäftigten eine Einmalzahlung von 280 Euro. Darauf einigten sich die Tarifparteien nach zwölfstündigen Verhandlungen in Frankfurt. - Vor dieser vierten und entscheidenden Runde waren rund 5.000 Beschäftigte in mehr als 70 Betrieben dem Aufruf der Gewerkschaft ver.di zu Warnstreiks gefolgt.

WASHINGTON: US-Präsident Barack Obama ist zu seiner Nahost-Reise aufgebrochen. Er wird an diesem Mittwoch zunächst in Saudi-Arabien erwartet und dann nach Ägypten weiterreisen. Dort will der US-Präsident eine Grundsatzrede zum Verhältnis zwischen den USA und der islamischen Welt halten. Unmittelbar vor Beginn seiner Reise kam Obama im Weißen Haus mit dem israelischen Verteidigungsminister Ehud Barak zusammen. Der US-Präsident forderte dabei Israel erneut auf, den Siedlungsbau im Westjordanland zu stoppen. Ein Besuch Israels steht nicht auf dem Reiseprogramm Obamas.

PEKING/WASHINGTON: Kurz vor dem 20. Jahrestag der blutigen Niederschlagung der Demokratiebewegung in China hat die Führung in Peking ihre Internet-Zensur offenbar deutlich verschärft. Die Organisation "Reporter ohne Grenzen" äußerte sich empört darüber, dass etliche Web-Seiten wie etwa "Twitter" oder "YouTube" blockiert würden. Der Software-Hersteller Microsoft teilte mit, auch der Zugang zu seiner Suchmaschine "Bing" sei in China gesperrt. - Am 4. Juni 1989 hatte die chinesische Armee die Demokratiebewegung auf dem Tiananmen-Platz in Peking gewaltsam niedergeschlagen. Die Bundesregierung und der US-Kongress appellierten an die Regierung Chinas, die restlichen auch heute noch inhaftiierten Demonstranten freizulassen.

KOPENHAGEN: Grönland steht vor einem Machtwechsel, der als historisch eingeschätzt wird. Die linksorientierte Oppositionspartei Inuit Ataqatigiit (IA) ist als klare Siegerin aus den Parlamentswahlen in Grönland hervorgegangen. Sie entthronte die seit 30 Jahren regierende sozialdemokratische Partei (Siumut). Spitzenpolitikern der Siumut wurde Korruption vorgeworfen, auch ein innerparteilicher Machtkampf hat der Partei geschadet. Laut Endergebnis erzielte die IA rund 44 Prozent der Stimmen und konnte damit um 21 Prozentpunkte zulegen. Die Siumut rutschte auf 26,5 Prozent ab. - Eigentlich hätte die Legislaturperiode erst in einem halben Jahr geendet. Der sozialdemokratische Regierungschef Hans Enoksen wollte jedoch, dass die am 21. Juni beginnende "neue Epoche" der erweiterten Autonomie von Neuwahlen eingeleitet werde. Der neue Autonomie-Status Grönlands sieht das Recht auf Selbstbestimmung, die völkerrechtliche Anerkennung der Ureinwohner der Insel und die autonome Kontrolle über die Rohstoffe vor.

CANBERRA: Überraschend ist die australische Wirtschaft trotz des weltweiten Einbruchs der Rohstoffpreise und des Exportgeschäfts nicht in die Rezession gerutscht. Das Bruttoinlandsprodukt legte in den ersten drei Monaten 2009 im Vergleich zum Vorquartal um 0,4 Prozent zu. Im vierten Quartal 2008 war noch ein Rückgang von 0,6 Prozent verzeichnet worden. Die technische Definition einer Rezession sind zwei aufeinanderfolgende Quartale mit einem Rückgang der Wirtschaftsleistung. Australien sei heute das einzige Industrieland, das nicht in Rezession sei, betonte Premierminister Kevin Rudd. Aus der Statistik ergibt sich, dass das leichte Wachstum durch die boomenden Exporte des Landes von Kohle und Eisenerz nach China verursacht wurde.- Zudem hatte die australische Regierung den privaten Konsum mit einem Konjunkturpaket und Bargeldhilfen angeheizt.

BONN: Die Deutsche Welle veranstaltet ihr zweites so genanntes 'Global Media Forum'. Unter dem Titel 'Konfliktprävention im Multimediazeitalter' diskutieren in Bonn mehr als 1.000 Teilnehmer aus rund 100 Ländern unter anderem über Medien und Menschenrechte, Datenfluss und Sicherheitslücken sowie Computerspiele. Den Eröffnungsvortrag der dreitägigen Konferenz hält der EU-Chefdiplomat Javier Solana.

DAS WETTER IN DEUTSCHLAND: Im Süden meist freundlich, ansonsten stärker bewölkt. Vor allem im Nordosten fallen einzelne Schauer. Mit höchstens 12 bis 22 Grad wird es deutlich kühler.


Zuletzt meldeten:


Hamburg: 11 Grad, stark bewölkt;

Berlin: 10 Grad, wolkig;

Dresden: 9 Grad, bedeckt;

Köln/Bonn: 11 Grad, wolkig;

Frankfurt am Main: 14 Grad, wolkig und

München: 14 Grad, bewölkt.

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