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Nachrichten

Mittwoch, 3. Februar 2010

Trainieren Sie Ihr Hörverstehen mit authentischen Materialien. Nutzen Sie die Nachrichten der Deutschen Welle vom Mittwoch - als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.

KERBALA: Aus dem Irak wird ein weiterer schwerer Angriff auf schiitische Pilger gemeldet. Bei einem Bombenanschlag nahe Kerbala seien mindestens 17 Menschen getötet und über 110 verletzt worden, hieß es in ersten Angaben lokaler Behörden. In der den Schiiten heiligen Stadt wird am Freitag das traditionelle Arbain-Fest begangen. Erst am Montag waren in Bagdad bei einem Selbstmordattentat auf Kerbala-Pilger bis zu 50 Menschen getötet worden.

TEHERAN: Der Iran hat signalisiert, im Atomstreit mit der internationalen Gemeinschaft einzulenken. Man sei bereit, schwach angereichertes Uran für iranische Kernkraftwerke im Ausland anreichern zu lassen, sagte Präsident Ahmadinedschad im staatlichen Fernsehen. Damit würde die Islamische Republik doch noch auf einen Kompromissvorschlag der Staatengemeinschaft eingehen. Die Vereinten Nationen wollen verhindern, dass der Iran sein Uran weit genug anreichert, um es für Atombomben verwenden zu können. Die US-Regierung zeigte sich in einer ersten Reaktion zurückhaltend. Wenn der Iran auf den Kompromiss eingehen wolle, sei die Internationale Atomenergiebehörde der richtige Ansprechpartner, sagte ein Sprecher des Außenministeriums.

TEHERAN: Der Iran hat nach Berichten des Staatsfernsehens eine weitere Rakete zur Beförderung von Satelliten getestet. Das dritte "Kawoschgar"-Modell aus eigener Produktion sei mit einer "experimentellen Kapsel" erfolgreich ins All geschossen worden. Vor einem Jahr hatte der Iran seinen ersten eigenen Satelliten in eine Erdumlaufbahn befördert, damals mit einer Safir-2-Trägerrakete.

WIEN: Auch Österreich hat Interesse an der Deutschland angebotenen Daten-CD über mutmaßliche Steuerhinterzieher mit Schweizer Geheimkonten bekundet. Die Wiener Regierung erhoffe sich davon Hinweise auf Steuersünder im eigenen Land, sagte ein Sprecher des Finanzministeriums. Sollten die deutschen Behörden entsprechende Hinweise finden, bestehe eine Verpflichtung zur Amtshilfe. Die Auswertung solcher Daten sei in Österreich legal, so der Sprecher weiter. Im Zuge der Liechtenstein-Affäre hatte Deutschland die Namen von 170 Österreichern an die Behörden ihres Heimatlandes weitergegeben. Dort wurden die Beschuldigten später vor Gericht gestellt.

BERLIN: Im Tarifkonflikt des öffentlichen Dienstes haben die ersten Warnstreiks begonnen. In Berlin, München, Frankfurt und weiteren Städten legten die Beschäftigten von Krankenhäusern ihre Arbeit kurzzeitig nieder. Geplant sind ferner Streiks in Kindertagesstätten, bei der Müllabfuhr sowie im Nahverkehr. Die Winterdienste sollen von dem Arbeitskampf aber ausgenommen werden. Mit den Arbeitsniederlegungen wollen die Gewerkschaft Verdi und der Deutsche Beamtenbund ihrer Forderung nach einer fünfprozentigen Einkommensverbesserung für die rund zwei Millionen Beschäftigten von Bund und Kommunen Nachdruck verleihen.

WASHINGTON/ TOKIO: Toyota muss angesichts seiner Pannenserie mit Strafmaßnahmen durch die US-Regierung rechnen. Verkehrsminister LaHood warf dem japanischen Autokonzern vor, zu spät auf die Probleme wegen klemmender Gaspedale reagiert zu haben. Es habe enormer Anstrengungen der US-Regierung bedurft, um endlich Maßnahmen zum Verbraucherschutz durchzusetzen, beklagte der Minister. Ein Regierungsvertreter sagte, es werde eine Zivilklage erwogen. Jetzt wurden auch Bremsmängel beim populären Hybrid-Modell Prius bekannt.

WASHINGTON: Das US-Militär will Homosexuellen ohne Einschränkung den Dienst in den Streitkräften erlauben. Vor dem Senat erhielt Präsident Obama für seine entsprechenden Pläne jetzt Rückendeckung von Generalstabschef Mullen und Verteidigungsminister Gates. Bisher müssen alle Soldaten entlassen werden, die sich offen zu ihrer Homosexualität bekennen. In einer Anhörung im Streitkräfte-Ausschuss befürworteten der höchste Soldat der Nation sowie der Pentagon-Chef eine Abschaffung dieses Gesetzes. Es zwinge Männer und Frauen dazu, ihre Identität zu verleugnen, nur um ihre Mitbürger verteidigen zu können, kritisierte Mullen.

DAS WETTER IN DEUTSCHLAND: Südlich von Main und Mosel Schneefall oder Regen. Im Nordwesten Auflockerungen, im Osten auch heitere Abschnitte. Höchstwerte minus ein bis plus sieben Grad.

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