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Nachrichten

Mittwoch, 3. Dezember 2008

Trainieren Sie Ihr Hörverstehen mit authentischen Materialien. Nutzen Sie die Nachrichten der Deutschen Welle vom Mittwoch - als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.

BANGKOK: Nach der Entmachtung der thailändischen Regierung haben die Anhänger der Opposition die seit Tagen belagerten beiden Flughäfen in der Hauptstadt geräumt. Auf dem internationalen Airport von Bangkok landete bereits die erste Passagiermaschine. In ein bis zwei Tagen soll der Flugbetrieb nach Angaben der Behörden wieder weitgehend reibungslos funktionieren. Nach Schätzungen des Tourismusministeriums warten noch immer 230.000 Urlauber auf ihren Heimflug. - Am nächsten Montag will das Parlament einen neuen Regierungschef wählen. Die von den konservativen Eliten im Land unterstützte Opposition warnte, die Proteste würden wieder aufgenommen, falls die neue Regierung den Kurs der alten fortsetzen sollte.

BERLIN: Die große Koalition hat sich nach dem Veto des Bundesrates auf einen Kompromiss zum so genannten BKA-Gesetz geeinigt. Das erklärte der parlamentarische Geschäftsführer der SPD-Fraktion, Thomas Oppermann, in Berlin. Damit kann das Gesetz wahrscheinlich wie geplant zum Januar 2009 in Kraft treten. Details des Kompromisses, der dem Bundeskriminalamt mehr Befugnisse bei der Terror-Abwehr einräumen soll, sind noch nicht bekannt.

BERLIN: Bundesaußenminister Frank-Walter Steinmeier und sein britischer Kollege David Miliband haben das Abkommen zum Verbot von Streubomben als Meilenstein der Rüstungskontrolle bezeichnet. Damit werde eine Waffenart verboten, die auch nach Beendigung von Konflikten noch zahlreiche unschuldige Menschen in den Tod reiße, schreiben die beiden Politiker in der 'Frankfurter Rundschau'. Zugleich sprachen sich Steinmeier und Miliband für weitere Initiativen gegen gefährliche Waffen aus. - Mehr als 100 Staaten wollen an diesem Mittwoch in Oslo das Streubomben-Abkommen unterzeichnen. Danach sollen alle Bestände innerhalb von acht Jahren beseitigt werden. Es fehlen aber die weltweit größten Produzenten und Anwender von Streubomben wie die USA, China, Russland, Israel, Indien und Pakistan.

BERLIN: Der Beschluss des CDU-Bundesparteitages, dass Deutsch ausdrücklich im Grundgesetz als Landessprache verankert werden soll, ist quer durch Parteien und Verbände auf Ablehnung gestoßen. Der SPD-Innenexperte Sebastian Edathy warf der CDU vor, eine Gefährdung der deutschen Sprache herbeizureden, die es gar nicht gebe. Es sollte hinlänglich bekannt sein, dass die Amtssprache in Deutschland Deutsch ist. Muslimische Verbände in der Bundesrepublik nannten den Vorstoß lächerlich und kleinlich. Anders als die Mehrheit der Delegierten des CDU-Parteitags hält auch Bundeskanzlerin Angela Merkel einen entsprechenden Zusatz im Grundgesetz für überflüssig.

BRÜSSEL: Der britische Außenminister David Miliband sieht die territoriale Integrität Pakistans durch Terroristen bedroht. Der Terror könne aus den unregierten Stammesgebieten im Westen Pakistans kommen oder mit dem Konflikt um Kaschmir zu tun haben, sagte Miliband am zweiten Tag des Treffens mit seinen NATO-Kollegen in Brüssel. Dadurch seien auch die Bemühungen der NATO um mehr Stabilität im benachbarten Afghanistan betroffen. Miliband verwies auf die mutmaßliche Verwicklung pakistanischer Extremisten in die Terroranschläge von Bombay.

BRÜSSEL: Die Europäische Union beginnt am Montag mit der Piratenbekämpfung vor der Küste Somalias. Das teilte EU-Chefdiplomat Javier Solana mit. Er sprach von einer "robusten Mission" der EU, die den Auftrag habe, Schiffe zu beschützen und Piraten abzuschrecken. Die EU wird Kriegsschiffe aus Deutschland, Griechenland, Frankreich und Großbritannien an das Horn von Afrika schicken, sowie mindestens zwei Überwachungsflugzeuge. Sie lösen einen Flottenverband der NATO ab.

NEU DELHI: US-Außenministerin Condoleecca Rice ist zu polititschen Gesprächen in der indischen Hauptstadt eingetroffen. Sie will zu einem Abbau der Spannungen zwischen den beiden benachbarten Atommächten Indien und Pakistan beitragen. Das Verhältnis hatte sich nach der Anschlagserie vor einer Woche in Bombay mit mehr als 180 Toten erheblich verschlechtert. Die Regierung in Neu Delhi geht davon aus, dass die von Pakistan aus operierenden radikal-islamischen Rebellen der Gruppe Lashkar-e-Toiba hinter dem Sturmlauf durch die Finanzmetropole stecken. Pakistans Präsident Asif Ali Zardari lehnt es ab, Terrorverächtige an Indien auszuliefern. Falls sie schuldig seien, würden sie in seinem Land vor Gericht gestellt, sagte Zardari dem US-Sender CNN.

DETROIT/ WASHINGTON: Die drei großen amerikanischen Autobauer Ford, Chrysler und General Motors GM haben staatliche Finanzhilfen von insgesamt 34 Milliarden Dollar beantragt. Führende Vertreter der Konzerne legten dem Kongress in Washington Reformkonzepte vor, nach denen die Hersteller durch Sparmaßnahmen, den Verkauf von Marken oder Fusion überleben wollen. GM will zusätzlich in den nächsten drei Jahren mehr als 31.000 Stellen streichen. Die Chefs der Autobauer boten an, 2009 für das symbolische Gehalt von einem Dollar zu arbeiten. Chrysler und GM betonten nochmals, ohne Finanzspritze drohe den Unternehmen zum Jahresende das Aus. Allein General Motors, der Mutterkonzern von Opel, braucht nach eigenen Angaben bis zum Ende des Monats vier Milliarden Dollar, um das Überleben zu sichern. - Im November verkauften die Unternehmen zwischen 30 und 40 Prozent weniger Fahrzeuge als vor einem Jahr. Auch die deutschen Hersteller erlitten auf dem wichtigen US-Markt einen Absatzeinbruch.

WASHINGTON: Der europäische Luftfahrt- und Rüstungskonzern EADS hat den Zuschlag zur Lieferung von 39 Hubschraubern im Wert von knapp 164 Millionen Euro an die US-Armee erhalten. Wie das US-Verteidigungsministerium mitteilte, sollen die Hubschrauber in Columbus in Mississippi sowie im texanischen Grand Prairie hergestellt werden.

BERLIN: Der chinesische Rechtsanwalt Zhang Sizhi ist in Berlin mit dem Petra-Kelly-Preis der Heinrich-Böll-Stiftung auszeichnet worden. Die den Grünen nahestehende Stiftung erklärte zur Begründung, mit dem Preis werde Zhangs herausragendes Engagement für die Einhaltung der Menschenrechte und den Aufbau eines Anwaltswesens in China gewürdigt. Der 81-Jährige selbst appellierte an Deutschland, gegenüber der Pekinger Regierung weiter auf die Durchsetzung der Menschenrechte zu drängen. Zhang verteidigte seit den 80er Jahren zahlreiche Regimekritiker. Davor musste er selbst 15 Jahre Zwangsarbeit leisten. - Der Petra-Kelly-Preis ist mit 10.000 Euro dotiert und wird alle zwei Jahre vergeben.

DAS WETTER IN DEUTSCHLAND: Im Osten und Süden freundlich und meist trocken. Im Westen und Norden verbreitet Schneefall, in den Niederungen teils auch Schneeregen oder Regen. Höchstwerte null bis sieben Grad.

Hamburg

und Köln/Bonn: 0 Grad, Schneefall;

Berlin und Dresden: 1 Grad, wolkenlos;

Frankfurt am Main: 1 Grad, Schneefall und

München: 0 Grad, fast wolkenlos.

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