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Nachrichten

Mittwoch, 29. September 2010

Trainieren Sie Ihr Hörverstehen mit authentischen Materialien. Nutzen Sie die Nachrichten der Deutschen Welle von Mittwoch - als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.

BERLIN/LONDON: Westliche Geheimdienste haben nach Medieninformationen Terroranschläge auf Deutschland, Großbritannien und Frankreich vereitelt. Kommando-Einheiten aus Deutschen, Arabern und Tschetschenen hätten gleichzeitig Ziele in Städten der drei Länder angreifen sollen, berichten das Zweite Deutsche Fernsehen sowie andere TV-Sender und Zeitungen aus Großbritannien und den USA. Demnach sollten die Anschläge vom Terrornetzwerk El Kaida in Zusammenarbeit mit einer in Afghanistan und Pakistan operierenden Terrorgruppe gesteuert werden. Weiter heißt es, die Anschläge hätten ähnlich verlaufen sollen wie vor knapp zwei Jahren in der indischen Metropole Mumbai, wo 166 Menschen getötet worden waren. Die Informationen hierüber kamen danach von einem mutmaßlichen deutsch-afghanischen Terroristen, der auf der US-Basis Bagram in Afghanistan verhört wird.

AMSTERDAM: Die Niederlande stehen vor einem Rechtsruck. Sie werden künftig von einem rechten Minderheitskabinett regiert, das auf die Duldung durch den erklärten Islamgegner Geert Wilders angewiesen ist. 111 Tage nach den Parlamentswahlen einigten sich die Rechtsliberalen und die Christdemokraten mit dem Rechtspopulisten auf entsprechende Abkommen. Das gab der Vorsitzende der Rechtsliberalen, Mark Rutte, bekannt, der voraussichtlich Regierungschef wird. Die drei Parteien verfügen zusammen über 76 der 150 Sitze.

MADRID: Mit einem 24-stündigen Generalstreik protestieren die Spanier gegen den harten Sparkurs der Regierung. Landesweit bestreiken etwa 70 Prozent der Beschäftigten wirtschaftliche Schlüsselbereiche, wie Gewerkschaftssprecher mitteilten. Dazu zählen neben den Fabriken Großmärkte, Verkehrsbetriebe und Flughäfen. Vor drei Wochen hatte das Parlament ein umstrittenes Reformpaket verabschiedet, das unter anderem die Lockerung des Kündigungsschutzes vorsieht. Zuvor hatte die Regierung bereits die Beamteneinkommen gesenkt und die Renten eingefroren, um das Rekorddefizit in den Griff zu bekommen.

SEOUL: Erstmals seit fast zwei Jahren wollen Militärvertreter Südkoreas und des kommunistischen Nordens wieder zu einem Gespräch zusammenkommen. Offiziere beider Seiten träfen sich am Donnerstag im Grenzort Panmunjom, teilte das Verteidigungsministerium in Seoul mit. Südkorea will bei der Begegnung auch über die Versenkung eines seiner Kriegsschiffe nahe der umstrittenen Seegrenze beider Länder sprechen. 46 Seeleute waren dabei im März getötet worden. Die Führung in Seoul macht hierfür die nordkoreanische Marine verantwortlich, was diese bestreitet.

BERLIN: Die SPD will gegen die von der Bundesregierung geplante neue Hartz-IV-Regelung im Bundesrat vorgehen. Es gebe "erhebliche Zweifel" daran, dass die zugrunde liegenden Berechnungen richtig seien, sagte der Parlamentarische Geschäftsführer der SPD, Oppermann, im Deutschen Fernsehen. Gleichwohl seien die Sozialdemokraten kompromissbereit, wenn die Regierung beim Thema Mindestlöhne und dem Ausbau von Bildungsangeboten für Kinder ein Entgegenkommen zeige. Die Hartz-IV-Zahlungen für Langzeitarbeitslose sollen nach dem Willen der Regierung um fünf Euro angehoben werden.

COTTBUS: Während sich die Hochwasserlage in Sachsen entspannt, hat sich die Situation im südlichen Brandenburg dramatisch zugespitzt. Wie das Landesumweltamt mitteilte, hat die Schwarze Elster - ein Nebenfluss der Elbe - einen Rekordpegel erreicht. Zahlreiche Keller, Straßen und Felder sind überflutet, die Autobahn Berlin-Dresden musste teilweise gesperrt werden. Zudem sei beschlossen worden, Teile der Innenstädte von Elsterwerda und Bad Liebenwerda vorsorglich zu evakuieren. Derweil konnte Sachsen aufatmen. Im Raum Zittau und in Görlitz wurde der Katastrophenalarm wieder aufgehoben, nachdem der Neiße-Pegel weiter gesunken war.

DAS WETTER IN DEUTSCHLAND: Vom Münsterland bis zu den Küsten ein freundlicher Mix aus viel Sonne und lockeren Wolken. Sonst eher wolkig und vereinzelt etwas Regen. Am Vormittag meldeten: Berlin: 9 Grad, bedeckt; Dresden: 7 Grad, bedeckt; Hamburg: 5 Grad, fast wolkenlos; Köln/Bonn: 9 Grad, heiter; Frankfurt am Main: 10 Grad, fast wolkenlos und München: 9 Grad, nach Regen.

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