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Nachrichten

Mittwoch, 29. November 2006

Hier finden Sie die 10-Uhr Nachrichten der Deutschen Welle vom Mittwoch.


DÜSSELDORF: Der Mannesmann-Prozess gegen Deutsche-Bank-Chef Josef Ackermann und fünf Mitangeklagte ist gegen Geldauflagen in Millionenhöhe eingestellt worden. Das gab der Vorsitzende Richter Stefan Drees des Düsseldorfer Landgerichts bekannt. Ackermann und die übrigen Beschuldigten sind damit nicht vorbestraft. Fast sieben Jahre nach der Übernahme von Mannesmann durch den britischen
Mobilfunkkonzern Vodafone geht damit eines der spektakulärsten deutschen Wirtschaftsstrafverfahren zu Ende. Die Geldauflagen von insgesamt 5,8 Millionen Euro entsprechen etwa einem Zehntel der umstrittenen Prämien und Abfindungen an amtierende und frühere Konzernmanager.

RIGA: Für eine bessere politische und militärische Koordinierung ihres Einsatzes in Afghanistan will die Nato eine Kontaktgruppe einsetzen. Das beschlossen die Staats- und Regierungschefs der Allianz bei ihrem Treffen in der lettischen Hauptstadt. Der Gruppe sollten neben der Nato die Vereinten Nationen, die EU und die Weltbank angehören, hieß es aus der deutschen Delegation. Sie solle dafür sorgen, dass Militäreinsätze und der zivile Wiederaufbau besser abgestimmt würden. Die Forderung nach mehr Truppen - vor allem für den umkämpften Süden Afghanistans - wurde von den großen Bündnispartnern indes nicht erfüllt. Weder Deutschland, noch Italien oder Frankreich zeigten sich bereit, zusätzliche Soldaten zu entsenden. Bundeskanzlerin Angela Merkel stellte klar, dass sie keinen Anlass sehe, das Mandat für die Bundeswehrsoldaten zu ändern.

NEW YORK: Der Weltsicherheitsrat hat das Mandat für die von den USA geführte multinationale Truppe im Irak um ein weiteres Jahr verlängert. Der irakische Ministerpräsident Nuri al-Maliki hatte um Fortsetzung der militärischen Unterstützung gebeten. Die Lage im Irak steht an diesem Mittwoch im Mittelpunkt eines Dreiergipfels in der jordanischen Hauptstadt Amman. Dabei will Al-Maliki mit US-Präsident George W. Bush und Jordaniens König Abdullah II. über Wege zur Verbesserung der Sicherheitslage sprechen.

BRÜSSEL: Nach dem Scheitern der Gespräche im Zypern-Streit wird die EU-Kommission nach Berichten aus Brüssel empfehlen, Teile der Beitrittsverhandlungen mit der Türkei auszusetzen. Erwogen werde, die Verhandlungen in sechs bis neun von insgesamt 35 Bereichen einzufrieren, verlautete aus der Kommission. Die EU-Außenminister wollen darüber am 11. Dezember entscheiden. Der finnische EU-Vorsitz hatte am Montag erklärt, auch der letzte Anlauf zu einem Kompromiss sei gescheitert, da sich die Türkei weiter weigere, ihre Häfen für Schiffe aus Zypern zu öffnen.

ANKARA: Papst Benedikt XVI. wird am zweiten Tag seiner Türkeireise in Ephesus in der Nähe von Izmir eine Messe feiern. Der Legende nach soll dort die Mutter Jesu Christi ihre letzten Lebensjahre verbracht haben. Nach dem Gottesdienst reist der Papst nach Istanbul weiter, wo er den orthodoxen Patriarchen Bartholomäus treffen wird. Die Annäherung zwischen Rom und den Orthodoxen ist eines der Hauptanliegen der viertägigen Papstreise.

BERLIN: Die CDU will die sozial-politischen Beschlüsse des Dresdner Parteitags in der Bundesregierung zum Thema machen, die Aussichten auf eine Durchsetzung werden jedoch widersprüchlich beurteilt. CDU- Generalsekretär Ronald Pofalla ging auf Konfrontationskurs zum Koalitionspartner SPD. In der Zeitung "Die Welt" kündigte er an, es sei das "gute Recht" der Bundesländer Nordrhein-Westfalen und Baden-Württemberg, dass über ihre Vorstöße zum Arbeitslosengeld I und zum Kündigungsschutz in der großen Koalition gesprochen werde. Der niedersächsische Ministerpräsident Christian Wulff forderte, jetzt mit der SPD "zügig und hart" zu verhandeln. Aber auch CDU- Spitzenpolitiker selbst hatten schon in Dresden diese Beschlüsse bereits wieder in Frage gestellt. Die SPD gab den Initiativen keine Chance.

FRANKFURT AM MAIN: Der geplante Ausbau des größten deutschen Flughafens in Frankfurt am Main hat eine entscheidende Hürde genommen. Das in der Einflugschneise der neuen Landebahn liegende Chemiewerk Ticona sagte zu, die Produktion zu verlagern und die Grundstücke der Betreibergesellschaft Fraport zu übertragen. Eine entsprechende Absichtserklärung unterzeichneten Vertreter beider Seiten. Im Gegenzug erhält das zum US-Konzern Celanese gehörende Unternehmen insgesamt 650 Millionen Euro. Das Chemiewerk galt wegen der Risiken bei einem möglichen Flugzeugabsturz als eines der größten Hindernisse für den Ausbau.

LA PAZ: Das bolivianische Parlament hat ein Gesetz zur Landreform verabschiedet. Es sieht vor, dass nicht genutztes Land von
Großgrundbesitzern beschlagnahmt und an landlose Arme verteilt
wird. Dabei geht es um etwa 200.000 Quadratkilometer. Mehrere tausend indianische Demonstranten bejubelten in La Paz die Initiative des linksgerichteten Präsidenten Evo Morales. Die Abgeordneten der konservativen Opposition hatten die Beratung des Gesetzes zunächst blockiert, dem Druck aber schließlich nachgegeben.

HAVANNA: Der erkrankte kubanische Staatschef Fidel Castro hat sich zu Beginn der mehrtägigen Feierlichkeiten anlässlich seines 80. Geburtstages aus Gesundheitsgründen entschuldigen lassen. Seine Verfassung lasse eine Teilnahme nicht zu, ließ er Tausenden seiner Anhänger in einem Theater in Havanna erklären. Castro ist seit einer Darmoperation Ende Juli nicht mehr öffentlich aufgetreten.

JAKARTA: Ein Erdbeben der Stärke 6,2 hat die Inseln im Nordosten Indonesiens erschüttert. Zahlreiche Häuser wurden nach Polizeiangaben zerstört. Meldungen über Tote oder Verletzte lägen bislang nicht vor.

DAS WETTER IN DEUTSCHLAND: Verbreitet stark bewölkt oder neblig- trüb. Abzug des Regens nach Südosten und nur von Nordwesten her etwas aufgeheitert. Maximal sieben bis 13 Grad.

Audio und Video zum Thema

  • Datum 29.11.2006
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  • Permalink http://p.dw.com/p/9Rrr
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