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Nachrichten

Mittwoch, 29. Juli 2009

Trainieren Sie Ihr Hörverstehen mit authentischen Materialien. Nutzen Sie die Nachrichten der Deutschen Welle vom Mittwoch - als Text und als verständlich gesprochene Audio-Datei.

MADRID: Bei einem Bombenanschlag auf eine Polizeikaserne sind in der nordspanischen Stadt Burgos etwa 50 Menschen verletzt worden. An dem Gebäude und angrenzenden Häusern entstand großer Sachschaden. Die Bombe war in einem Lieferwagen versteckt, den die Attentäter hinter der Kaserne der "Guardia Civil" abgestellt hatten. Es sei ein Wunder, dass niemand getötet wurde, sagte ein Sprecher der Regionalregierung. Für den Anschlag wird die baskische Untergrund-Organisation ETA verantwortlich gemacht, die seit den 1960er Jahren für einen autonomen Baskenstaat im Norden Spaniens und Südwesten Frankreichs kämpft.

MÜNCHEN: Zahlreiche Aktionäre der maroden Immobilienbank Hypo Real Estate (HRE) wollen nach Informationen der "Süddeutschen Zeitung" in einem Musterprozess mindestens 200 Millionen Euro Schadenersatz einklagen. Der frühere Vorstand solle Risiken verschwiegen haben, berichtet das Blatt. Hinter der Massenklage stünden Fonds mit tausenden Anlegern. Da die HRE praktisch verstaatlicht wurde, müsste am Ende der Bund zahlen. An diesem Mittwoch setzt der HRE-Untersuchungsausschuss des Bundestages seine Zeugenvernehmungen fort. Am Dienstag hatte Deutsche Bank-Chef Josef Ackermann im Ausschuss erklärt, zur Rettung der Bank habe es keine andere Möglichkeit gegeben, als Steuergelder in Milliardenhöhe einzusetzen.

RÜSSELSHEIM: Der Opel-Betriebsrat rechnet nach einem Bericht der "Bild"-Zeitung im Falle einer Übernahme mit einem deutlich stärkeren Stellenabbau als bisher angenommen. Das Blatt berichtet unter Berufung auf einen Brief des deutschen Betriebsrats an die europäischen Kollegen, längerfristig seien europaweit bis zu 22.000 Arbeitsplätze gefährdet. Dies gelte für einen Einstieg der belgischen Industrie-Holding RHJI bei Opel/Vauxhall. Offiziell haben RHJI und der kanadisch-österreichische Autozulieferer Magna erklärt, sie wollten bei einer Übernahme maximal 10.000 Stellen streichen.

WIESBADEN: Der gestohlene Dienstwagen von Bundesgesundheitsministerin Ulla Schmidt ist wieder aufgetaucht. Das teilte das Bundeskriminalamt in Wiesbaden mit. Demnach wurde der rund 100.000 Euro teure Mercedes in der Nähe von Schmidts spanischem Urlaubsort Alicante gefunden. Die Diebe hätten offenbar wegen der hohen medialen Aufmerksamkeit das Interesse an dem Auto verloren, hieß es. Der Diebstahl hatte für Aufsehen gesorgt, weil die Ministerin den Wagen samt Fahrer an ihren Urlaubsort hatte bringen lassen, um dienstliche Termine wahrzunehmen. Dies war als unnötig kritisiert worden.

BISCHKEK: Bei Protesten gegen die Präsidentenwahl in Kirgisistan hat die Polizei zahlreiche Menschen festgenommen. Laut Agenturberichten wurden in der Hauptstadt Bischkek bis zu 200 Demonstranten abgeführt. Die Regierungsgegner hatten Amtsinhaber Kurmanbek Bakijew Wahlbetrug vorgeworfen und eine Annullierung der Abstimmung vom vergangenen Donnerstag verlangt. Schwere Verstöße gegen internationale Standards hatten auch internationale Wahlbeobachter bemängelt.

ABUJA: Im Norden Nigerias gehen Armee und Polizei weiter mit aller Härte gegen radikale Islamisten vor. Korrespondenten berichteten von heftigen Gefechten in der Stadt Maiduguri. Staatspräsident Umaru Yar'Adua zeigte sich zuversichtlich, dass die am Sonntag aufgeflammten Kämpfe bald beendet seien. Die Regierung habe gehandelt, um ein potenziell gefährliches Problem an der Wurzel zu packen, erklärte Yar'Adua. Die Aufständischen wollen eine Ausweitung der islamischen Rechtsordnung auf ganz Nigeria erzwingen. Bei den Gefechten sollen seit Sonntag mindestens 150 Menschen getötet worden sein.

ERBIL: Der Präsident der kurdischen Autonomieregion im Nordirak, Massud Barsani, ist im Amt bestätigt worden. Nach inoffiziellen Angaben erhielt er bei der Wahl vom vergangenen Samstag rund 68 Prozent der Stimmen. Einen Achtungserfolg konnte demnach der kurdische Dichter Kamal Marawdeli erringen. Der 58-Jährige, der mehr als 25 Jahre lang im Londoner Exil gelebt hat, soll bei der Präsidentenwahl 26 Prozent der Stimmen erzielt haben. Das offizielle Wahlergebnis dürfte spätestens am Donnerstag vorliegen.

CHISINAU: In Moldawien wird zum bereits zweiten Mal in diesem Jahr ein neues Parlament gewählt. Der scheidende Staatschef Wladimir Woronin von den regierenden Kommunisten hatte die Volksvertretung auflösen müssen, nachdem die Wahl seiner Nachfolgerin mehrfach knapp gescheitert war. Erwartet wird bei der neuerlichen Stimmabgabe wieder ein Sieg der Kommunisten. Allerdings gilt als fraglich, ob dies zur notwendigen Mehrheit reicht, um den Präsidenten aus eigener Kraft wählen zu können. Rund 200 Wahlbeobachter der OSZE begleiten die Stimmabgabe in der ehemaligen Sowjetrepublik. Die Parlamentswahl im April war von Betrugsvorwürfen und blutigen Straßenprotesten überschattet worden.

SCHANGHAI: Der europäische Flugzeugbauer Airbus kann auf einen milliardenschweren Auftrag aus China hoffen. Die private Fluggesellschaft „Spring Airlines“ teilte mit, sie wolle ihre Flotte bis 2015 um 87 Maschinen erweitern und dabei ausschließlich auf Airbus-Flugzeuge setzen. Etwa 30 Maschinen vom Typ A320 sollten sofort gekauft werden.

BERLIN: Bahnfahrer haben in Deutschland ab sofort mehr Rechte bei größeren Verspätungen und Zugausfällen. Die Entschädigung wird erhöht und statt Gutscheinen gibt es künftig Bargeld. Damit wird ein von Bundestag und Bundesrat verabschiedetes Gesetz umgesetzt. Die Neuregelung sieht Entschädigungen ab einer Verspätung von 60 Minuten vor. Sie stellt Kunden besser, wenn diese bei Verzögerungen ein Taxi nehmen oder gar übernachten müssen. So erhalten Reisende bei einer Verspätung von einer Stunde 25 Prozent des Fahrpreises erstattet, bei zwei Stunden 50 Prozent.

MÜNCHEN: Der Autobauer BMW steigt nach der laufenden Saison aus der Formel 1 aus. Vorstandschef Norbert Reithofer sagte in München, die freiwerdenden Ressourcen sollten in die Entwicklung neuer Antriebstechnologien und Projekte im Bereich Nachhaltigkeit fließen. Er sprach von einem konsequenten Schritt im Zuge der strategischen Neuausrichtung des Unternehmens. BMW bleibe gleichwohl auch künftig im Motorsport engagiert. In der aktuellen WM-Wertung der Formel 1 belegt das BMW-Sauber-Team den drittletzten Platz. Das Team feierte im März 2006 sein Debüt. Schon seit 2000 hatte BMW Motoren an das Williams-Team geliefert.

DAS WETTER IN DEUTSCHLAND: Verbreitet sonnig, im Nordwesten zeitweise locker bewölkt. Höchstwerte zwischen 24 Grad an der See und 31 Grad am Oberrhein.


Am Morgen meldeten:
Hamburg: 18 Grad, wolkig;
Berlin: 20 Grad, leicht bewölkt;
Dresden: 17 Grad, wolkig;
Köln/Bonn: 19 Grad, leicht bewölkt;
Frankfurt am Main: 17 Grad, leicht bewölkt und
München: 19 Grad, fast wolkenlos.

Audio und Video zum Thema